Tag Archive: Humor


Drei auf einen Streich mit Horst Evers

Hallo meine Lieben,

die letzten Wochen war es um mich sehr still und es tut mir leid, dass ich so sang und klanglos verschwunden bin. Aber es hatte viele unschöne und private Gründe die mein Fortbleiben notwendig gemacht haben. Und auch jetzt ist in meinem Leben noch einiges nicht so, wie es sein sollte. Aber trotz allem möchte ich gerne mal wieder posten. Und weil gerade in den nicht so schönen Zeiten des Lebens ein bisschen Humor ganz gut tut, habe ich mich entschieden mich einem Autor zu widmen, der mir in den letzten Wochen des öfteren ein Lächeln auf die Lippen zaubern konnte. Denn die Titel seiner Bücher (zumindest jener drei denen ich mich heute widmen werde) sind auch ein bisschen Sinnbild für ein paar Aspekte meines aktuellen Lebens.

Horst Evers, ein Komiker und vor allem ein Autor dem ich bisher eindeutig zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt habe. Mit viel Gefühl und einem Gespür für komische Momente fängt er das Leben ein, dreht es ein bisschen durch den Wolf und gibt es uns wieder zurück. Und gerade die Art, auf die er das tut begeistert mich. Er spielt mit Klischees ohne sie breitzutreten,  beweist Feingefühl bei der Auswahl seiner Themen, macht im Wesentlichen das was er für richtig hält (auch wenn er dem Zeitgeist nicht zur Gänze entkommen kann) und triff in aller Regel den Nagel auf den Kopf. Beziehungsdramen, Freundschaftskonflikte oder die Problematik am Arbeitsplatz? Horst erzählt zu nahezu jedem Thema  kleine Geschichten die einen, trotz all der Komik zum Nachdenken anregen. Man ertappt sich, während man über einen Sachverhalt lacht, bei dem Gedanken, dass das Ganze so abwegig ja gar nicht ist und das man sich in der ein oder anderen Karikatur einer Person selbst entdecken kann. Oh weh. Aber da Horst Evers darauf verzichtet Moralapostel zu spielen, sondern einfach nur ganz dezent auf das ein oder andere Problem der Menschheit hinweist, fühlt man sich dann doch noch gut.

Der Autor ist schon eine ganze Weile in der Branche unterwegs, aber so richtig wahrgenommen habe ich ihn erst 2011, als sein Bestseller „Für Eile fehlt mir die Zeit“ heraus kam. Lange – und ich meine wirklich LANGE – bin ich um dieses Buch herumgeschlichen, hatte es immer wieder in der Hand und hab es doch nie geschafft wirklich hineinzulesen. Warum eigentlich? Denn als ich Anfang 2014 mal wieder in meiner Lieblingsbuchhadlung stöberte fiel mir das Buch erneut in die Hände und diesmal riskierte ich einen Blick. Zwei Minuten später war der Schmöker gekauft und ich sehe die verwunderten Blicke meiner Mitmenschen immer noch vor mir, die mich musterten als käme ich von einem anderen Stern, als ich laut lachend in der Straßenbahn saß und mir gelegentlich ein Lachtränchen aus dem Augenwinkel wischen musste. Aber was genau macht dieses Buch nun so besonders? Zum einen sind natürlich die extrem kurzen Kapitel perfekt für Unterwegs geeignet, oder eben, wenn man mal wieder nicht so viel Zeit zum Lesen hat. Kleine, kurze Episoden aus dem Lebend es Horst E. – egal ob Unterwegs, Zuhause, im Kino oder bei Freunden, mit und ohne Familie. Er plaudert munter, erzählt „Geschichten die das Leben schrieb“, befasst sich mit den klassischen Problemen des Alltags und kommentiert das ganz charmant mit seinem dezenten, aber doch treffender Humor. Eben nicht die Platte „Lachen bitte jetzt“ Keule, sondern Witz mit Niveau.  Und schon die erste Geschichte trifft mitten ins Herz. Wer gelegentlich mit dem Zug fährt, der kennt die „Arbeitstiere“, die dort nichts anderes tun als telefonieren und auf die Tasten des Laptops einzuhacken. Ganz ehrlich: Ich bin versucht die Eversche Methode bei Gelegenheit auszuprobieren …

Nachdem ich als mein persönliches Horst Evers Debüt mit solcher Begeistertung absolviert hatte war klar, dass ich Nachschub brauche. Und prompt – an dieser Stelle mein persönlicher Dank an eine liebe Freundin – flatterte mir ganz unerwartet „Wäre ich du, würde ich mich lieben“ ins Haus. Die Freude war groß und das Buch landete sofort im Bad, neben der Toilette. Nein, jetzt bitte keine entsetzen Blicke und Aufschreie, aber bei mir ist noch nicht einmal das Badezimmer bücherlos und die kurzen Kapitel dieses Buches eigenen sich nunmal perfekt für Badezimmerlektüre. Findet mein Besuch übrigens auch. Das Buch selbst ist natürlich ganz und gar nicht für die Tonne und absolut kein Griff ins Klo, sondern genauso unterhaltsam, erheiternd, „motivierend“, wie der Vorgänger. Durch eine breite Palette an Themen schreibt sich der Autor direkt ins Herz. Nein, man kann das nicht wirklich erklären, man muss es einfach lesen und genießen. Schmunzeln, lachen, weinen und danach geht es einem viel, viel besser, wenn man nicht gerade wieder eine jener Geschichten erwischt in denen man sich selbst erkennt und unweigerlich ertappt fühlt. 😉

Nun bin ich also Horst Evers Fan. Aber auch Fußballfan und da war es dann ja schon irgendwie naheliegend, dass auch sein aktuellstes Werk „Vom Mentalen her quasi Weltmeister“, das beide Themengebiete so wunderbar in sich vereint, in meiner Sammlung nicht fehlen darf. Tut es auch nicht. Und ich habe mich auch hier köstlich amüsiert – Vorurteile und Klischees sämtlicher Nationen geschickt verpackt und humorvoll aufbereitet, gepaar mit tatsächlichen Fakten Rund ums Thema Fußball. Für jeden Fan ein muss.

A propos Fußball, es geht dann jetzt auch los. Daher muss ich hier Schluss machen. Aber: Wenn ihr mal was zum Schmunzel braucht und clever unterhalten werden wollt, dann schaut euch den Horst Evers etwas genauer an. Er kann auch Krimi 😀

Horst Evers – Für Eile fehlt mir die Zeit
erchienen, 2011 im Rowohlt Verlag
224 Seiten
14,95 € (Hardcover)
ISBN 978-3-87134-682-8

Horst Evers – Wäre ich du, würde ich mich lieben
erschienen, 2013 im Rowohlt Verlag
224 Seiten
14,95 € (Hardcover)
ISBN 978-3-87134-762-7

Horst Evers – Vom Mentalen her quasi Weltmeister
erschienen, 2014 im Rowohlt Verlag
272 Seiten
14,95 € (Hardcover)
ISBN 978-3-87134-776-4

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Inhalt

Henning Bröhmann verschlägt es – samt Familie und Hunden – in die Großstadt, nach Berlin. Eigentlich wollte er nur den Besuch der Beerdigung des ehemaligen Kollegen seines Vaters mit einem günstigen Familienurlaub verbinden, aber da schlägt das Schicksal auch schon wieder zu. Am Grab fallen Schüsse, ein Mann wird getötet. Und während Henning noch versucht das erlebte zu verarbeiten, verschwindet sein Vater spurlos. Zusammen mit Kollege Markus ermittelt er quasi fieberhaft und lässt sich nur gelegentlich durch Fußballturniere, Frauen oder Hunde ablenken. Und eben die sterben dann auch plötzlich, die Hunde.

Inhalt

Im beschaulichen Vogelsberg geschieht mal wiedereinmal unerhörtes: Henning Bröhmann erörtert gerade Melinas schulische Versäumnisse mit der Rektorin des Gymnasiums, als auf diese ein Anschlag verübt wird – ein Stein wird durchs Fenster geworfen. Fast sofort nimmt der Staatsdiener die Verfolgung auf, mangels Kondition bleibt dem Kommissar aber nichts anderes übrig als dem Täter bei der Flucht zuzusehen. Dieser Vorfall bleibt aber nicht der Einzige. Bröhmann und Team ermitteln wieder.
Und als wäre das noch nicht genug des Guten, muss sich Henning auch noch mit dem neuen Freund seiner Tochter herumschlagen – AA – und immer noch mit Wolle und Molly aus dem Schlumpfloch, da Laurin ein weiteres Jahr im Kindergarten zubringen muss. Zu allem Überfluss heftet sich ein angehender Autor an seine Fersen um für seinen „Driller“ zu recherchieren, seine Gefühle fahren Achterbahn und dann überschlagen sich die Ereignisse …

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Lovelybooks präsentiert:
Die Livestream Lesung mit Stephan M. Rother aus dem Eiskeller in Hamburg.

Vorweg: Viel sagen brauche ich nicht, ihr könnt euch die Lesung nämlich gleich selbst anschauen. Zwar nicht mehr live, aber dennoch in voller Länge 🙂 Wir Mädels und Jungs, die wir uns gestern sozusagen gemeinsam vor den Rechnern eingefunden haben sind uns aber einig: Es war großartig, spannend, lustig, informativ und einfach sehr unterhaltsam. Stephan ging richtig auf in seiner Lesung, man hat ihm angesehen wie viel Spaß er daran hatte. Der Enthusiasmus  übertrug sich dann sogar auf das eher unterkühlte Hamburger Publikum 😉 Und ein paar glückliche Zuhörer durften am Ende mit handsignierten Büchern nach Hause gehen… ich wäre ja fast neidisch, wenn, ja WENN…aber seht selbst…

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Rezension: Johanna Alba/Jan Chorin – Gloria! Ein Papst Krimi

Inhalt:

Eigentlich ist Papst Petrus II ein gutmütiger, stets gut gelaunter Mann, der mit sich und seinem Leben zufrieden ist – außer in der Fastenzeit. Denn, dann hat seine Haushälterin, Schwester Immaculata, einen hervorragenden Grund seine – leicht übergewichtige – Heiligkeit auf Diät zu setzen. Und damit nicht genug: Pünktlich zum Frühjahr steht auch die allseits unbeliebte Putzaktion in den Räumlichkeiten des Vatikans ins Haus.

Beim Frühjahrsputzt entdeckt Padre Francesco, Privatsekretär des Papstes, eine Holzkiste mit alten Knochen. Handelt es dich dabei womöglich um die Gebeine des Heiligen Petrus? Papst Petrus II will die Reliquien auf der Karfreitagsprozession dem Volk vorführen, als Zeichen des Herren, als Wunder!  Doch die Knochen sind plötzlich verschwunden und das Oberhaupt der katholischen Kirche ermittelt wieder.

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Rezension: Claus Vaske – Nicht totzukriegen

Inhalt:

Nicole ist frustriert: Nach 10 Jahren Ehe hat sich ihr Mann Tom immer mehr in einen Karrierehengst und Macho verwandelt, während sie selbst das Gefühl hat als lästiges Anhängsel und Hausmütterchen zu verkümmern. Als sich dann noch heraus stellt, dass die „Überstunden“ des Göttergatten jung, blond und verdammt sexy sind, und Yvonne heißen, wird es Nicole zu viel. Sie bringt ihren Mann in einem Wutanfall um. Dumm nur, dass der am nächsten Morgen wieder quick lebendig und ohne Blessuren vor ihr steht. Und so entwickelt Nicole viele Mordplände, die sie auch alle in die Tat umsetzt, denn Tom ist einfach nicht totzukriegen…

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