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achtung buch: bittere sünde von liselotte roll

Hier findet ihr eine – ausgelagerte – Gastrezension zu einem Titel, der mich persönlich gar nicht ansprechen konnte ,bei der Rezensentin aber für viel Begeisterung gesorgt hat. Da sieht man es wieder einmal wie verschieden die Geschmäcker sind.

An dieser Stelle danke ich der lieben Julia ganz herzlich für die Rezension! 🙂

Ruby's Cinnamon Dreams

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Magnus Kalo, Polizist, lebt mit seiner Frau Linn und seinen beiden Töchtern Moa und Elin glücklich zusammen, auch wenn sein Beruf das Familienleben phasenweise stark überschattet. Wie auch an diesem Morgen, an dem er zur Dienststelle muss, obwohl die Kids krank sind. Dort erwartet ihn jedoch auch nichts Schönes: Ein Mann, Erik Berggren wurde auf brutalste Weise ermordet und vor seinem Tod noch mit kochendem Wasser im Genitalbereich verstümmelt. Er lebte ein einsames Leben und hatte weder Freund noch Feind. Um trotzdem einige Informationen über ihn zu bekommen, beschließt Magnus Eriks Mutter im Pflegeheim aufzusuchen. Diese leidet jedoch unter Alzheimer und wird ihm nicht viel sagen können. Er versucht es trotzdem, besucht die alte Dame und findet auch sie schwer verstümmelt im Genitalbereich vor. Scheinbar war er gerade noch rechtzeitig gekommen, um zu verhindern, dass der Täter sein grausames Werk beenden konnte. Zwei Anschläge auf Mitglieder einer Familie. Was hat…

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Alles Neu macht der … April: Drei auf einen Streich

Öfter mal was Neues!

Quasi fast pünktlich zum neuen Monat und zum Frühlingsanfang (gebt es zu, ich bin nur ein paar Tage zu spät dran), stelle ich euch heute eine neue Kategorie auf meinem Blog vor: „Drei auf einen Streich“.  Und ja, ich bin mir sicher, dass schon irgendwer irgendwo auf die selbe Idee gekommen ist, aber da ich nicht weiß wer und wann und wo, so hoffe ich, dass sich heute ausnahmsweise mal niemand auf den Schlips getreten fühlt. 😉

Bevor ich mit der neuen Idee durchstarte, möchte ich euch kurz erklären, was ich damit eigentlich meine. Im Prinzip ist das ganz einfach: Ich lese einfach zu viele Bücher und manchmal ist es gar nicht so einfach eine Rezension zu einem Buch zu verfassen – entweder weil es eigentlich zuviel zu sagen gibt oder zu wenig oder weil es sich einfach anbietet manche Bücher gemeinsam zu besprechen … wie dem auch sei. Bei meiner neuen Kategorie werde ich thematisch ähnliche Bücher vorstellen, bei Bedarf ein bisschen was zum Thema an sich sagen und mir damit die Möglichkeit geben einfach mehr Raum für Bücher zu schaffen – hoffentlich auch in eurem Interesse. Beginnen möchte ich mit einem nicht ganz einfachen Thema das mir sehr am Herzen liegt.

Thema: Gewalt an Schulen

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Gewalt an Schulen ist ein großes, ein ernstes Thema, das uns alle angeht. Damit meine ich aber nicht allein die körperliche, sondern vor allem die psychische Gewalt. Trotz aller Brisanz und dem Wissen um die Folgen solchen Handelns, ist es leider auch ein Thema, das immer noch zu wenig und oft falsch thematisiert wird.
Natürlich, es wird nach jedem schlimmeren Vorfall – Suizid, Amoklauf, etc. – darüber in den Medien berichtet, es werden Schuldige gesucht und der schwarze Peter im Kreis gereicht: Ballerspiele, überfürsorgliche oder vernachlässigende Eltern und das ominöse Mobbing. Gerade letzter Punkt kommt aber meistens viel zu kurz. Denn, seien wir Mal ehrlich – es dürfte eigentlich jedem halbwegs vernünftigen Menschen klar sein, dass weder die Ballerspiele, noch die Eltern, noch das Mobbing allein der Auslöser sind, sondern das viele Faktoren zusammenspielen und es DEN Schuldigen einfach nicht gibt.
Natürlich wird in den Schulen darüber geredet. Es heißt:  Mobbing ist böse, man darf niemanden ausschließen, weil das gemein ist und Gewalt ist keine Lösung. Und dann? Glaubt irgendjemand, dass das wirklich hilft?
Es bringt nichts solche Themen nur theoretisch anzuschneiden. Man muss – vor allem bei akuten Fällen – Schüler und Eltern konkret ansprechen, Lösungen suchen, einen Weg finden. Hinsehen muss die Devise lauten: Hinsehen, nicht wegsehen. (Ich habe mir sagen lassen, dass aktuell an Schulen viel zum Thema gemacht wird, dass es spezielle Tage zur Stärkung der Gemeinschaft etc. gibt. Ich kann hier nur aus persönlicher Erfahrung sprechen und sagen: Zu meiner Zeit war das nicht der Fall, da wurde lieber weggesehen und im Zweifel war das Opfer selbst schuld an seiner Situation.)
Vor allem aber muss man jenen Unterdrückern die Folgen ihres Handelns klar machen, ihnen aufzeigen was sie ihren Opfern antun. Denn manch einer handelt nicht aus Bosheit, sondern aus purer Unwissenheit. Die Masse schweigt aus Angst selbst selbst zum Opfer zu werden. Dabei wäre es doch so einfach Stellung zu beziehen und sich gemeinsam stark zu machen. Literatur war schon immer eine Möglichkeit um Menschen einen Gegenstand, eine Sache näher zu bringen, die sie sonst vielleicht nicht begreifen oder erkennen können.
Drei unterschiedliche Bücher zum Thema „Gewalt an Schulen“ habe ich in letzter Zeit gelesen, drei Bücher die sich vor allem mit den Konsequenzen der Gewalt auseinandersetzen. Drei lesenswerte Bücher, die ein wichtiges Thema behandeln und sich stark damit auseinandersetzen, die aber alle ihre Stärken und Schwächen haben.

Drei Bücher – ein Thema

Der Tag wird kommen

IMG_7105Inhalt
Hans-Petter hat es nicht leicht: Andreas, der Rowdy der Schule, hat ihn auf der Abschussliste und macht ihm das Leben zur Hölle. Demütigungen und Prügel gehören zum Alltag. Seinen Eltern leben getrennt und seiner Mutter will er sich nicht anvertrauen, aus Angst alles noch schlimmer zu machen. Die Freizeit verbringt er am Liebsten allein am Computer. Aber tief in seinem inneren weiß er, dass seine Zeit noch kommen wird. Irgendwann wird er es allen zeigen und bis dahin muss er nur überleben.

Kritik
Die Bewertung dieses Buches ist nicht einfach: Einerseits eine großartiges Idee, eine in weiten Teilen interessante und vor allem unerwartete Umsetzung eines brisanten Themas und andererseits ein derart unsympathischer Protagonist, dass man das Verhalten seiner Mitschüler fast nachvollziehen kann. Gerade für ein Buch, das ein Opfer von Gewalt als Hauptfigur hat, wäre es aber doch von Vorteil, wenn man sich in den Charakter hineinversetzen könnte. Aber Hans-Petter wirkt eingebildet, so von sich selbst überzeugt, dass es einen nur wundern kann, dass er sich überhaupt derart unterdrücken lässt, statt sich zu wehren. Zudem hält er sich für überaus klug, ist angeblich sogar hochbegabt, verhält sich aber eigentlich wie ein riesiger Idiot – und das ist nun wirklich nicht nur dem Alter geschuldet.
Schade ist auch, dass die Geschichte hauptsächlich außerhalb der Schule spielt und so Hans-Petters Qualen kaum zum Ausdruck kommen. Vielleicht hätte ein etwas tieferer Einblick in seinen Schulalltag es vermocht mehr Sympathien zu wecken. Hin und wieder schafft es die Autorin dann aber doch dem Leser ein wenig Einblick in sein Seelenleben zur gewähren und ihn in einem anderen, traurigen, tragischen Licht erscheinen zu lassen, was nicht nur gut, sondern sehr nötig war um die Geschichte zu tragen.
Trotzdem habe ich das Buch gerne und sehr schnell gelesen, da es – trotz dieses wirklich schwer zu verstehenden Protagonisten – sehr eingängig geschrieben ist und sich leicht weglesen lässt. Außerdem ist die Umsetzung des Themas, die Handlung des Buches so faszinierend, dass man gar nicht anders kann als herauszufinden, was dahinter steckt. Das Ende hingegen lässt einen nachdenklich, sprachlos, wütend und seltsam unbefriedigt zurück. Und das schadet dem Buch nicht – im Gegenteil. Gerade das macht seinen Reiz aus. Die große Frage nach dem „Was wäre wenn?“

„Den Schulhof zu überqueren, ist immer gefährlich. […] Ich wähle den kürzesten Weg, quer durch das dichteste Gewühl. Versuche, mich schnell zwischen den Cliquen durchzuschlängeln, ohne aufzufallen. 
Ich bin mittlerweile ein bisschen paranoid. Wenn irgendwo gelacht wird, versuche ich herauszufinden ob sie über mich lachen.“ (Seite 50)

Fazit
Eine etwas andere Art sich dem Thema „Mobbing“ zu nähern. Auch wenn einem der Protagonist über weite Teile der Geschichte seltsam fremd, wenn nicht gar unsympathisch, erscheint, ist es ein Buch, das man lesen sollte. Die Herangehensweise ist ungewöhnlich und die Kernfrage des Romans eine sehr wichtige, die sich im Nachhinein wohl jeder stellt und jeder für sich selbst beantworten muss. Ein Buch, das nachdenklich zurück lässt, wenn auch auf ganz andere Weise als man das vor dem Lesen erwartet.

Und mein ernst gemeinter Rat: Lest den Klappentext nicht. Ich weiß nicht WER den verfasst hat, aber mit dem Buch hat er so gut wie gar nichts tun.

Es wird keine Helden geben

IMG_7106Inhalt
Du erlebst einen Amoklauf an deiner Schule, du siehst deine Mitschüler sterben, du siehst deinen Freund sterben, du blickst in den Lauf der Waffe als der Schütze vor dir steht. Du kennst ihn und du hast ihn nie gemocht. Du blickst dem Tod ins Auge und dann ertônt ein Schuss. Du siehst auch den Amokläufer sterben. Doch damit ist es nicht vorbei. Damit fängt alles erst an … Denn am Ende bleibt nichts außer der Frage: Bist du schuld?
Kritik
Kurze, fast abgehackte Sätze ziehen den Leser schnell und umkompliziert in die Story. Der Anfang ist spannend, rasant und absolut schockierend und auch das Seelenleben der Protagonistin Miriam ist auf den ersten Seiten, vor allem in der ersten Zeit nach dem Amoklauf wunderbar dargestellt. Das junge Alter der Autorin trägt natürlich dazu bei, dass sie das Gefühlsleben der Teenager und den Alltag gut einfangen kann.
Aber nach einer Weile flacht die Spannung ab, es wird zuviel wiederholt, die immer gleichen Gefühle der Protagonistin werden immer wieder durchgekaut, sie versinkt in ihrem Selbstmitleid, statt den Blick auch mal auf andere  zu richten. Sie erwartet, dass jeder sie und ihre Situation versteht, aber sie ist nicht bereit irgendwem etwas zurückzugeben. Im gesamten ist die Aufarbeitung dieser Ausnahmesituation gut gemacht, die Suche zurück in ein normales Leben, aber man hätte doch den Part der Miriam durchaus etwas reduzieren können und statt dessen z.B. auf den Alltag vor dem Vorfall näher eingehen können.
Auch auf Matis, das Opfer und späterer Täter, wird kaum ein Blick gelenkt. Es werden zwar ein paar Situationen geschildert in denen Matis gehänselt wird, aber im Prinzip wird dieser Punkt kaum beachtet. Verglichen mit der sich im Selbstmitleid suhlenden, durch Egoismus gekennzeichneten Miriam geht er völlig unter. Schade, dass gerade der Schüler, der schon zu Lebzeiten keine Beachtung gefunden hat, auch nach seinem Tod so wenig Aufmerksamkeit bekommt.
„Am Ende machen sich diejenigen Vorwürfe, die immer versucht haben gut und richtig zu handeln, und die, die gemein und egoistisch waren, leben bis zur letzten Sekunde glücklich.“ (Seite 137)
Fazit
„Es wird keine Helden geben“ ist insgesamt ein überzeugendes Debüt einer talentierten Jungautorin und ein Buch, das mich berührt hat. Eine sehr harte, sehr wahre Geschichte, die sich aber einen Tick zu wenig mit dem Amokläufer und dem Auslöser der Tat beschäftigt und zu sehr mit dem Seelenleben der Protagonistin, und zwar nicht mit der Aufarbeitung ihrer Schuld, wie man es hoffen könnte, sondern vor allem mit ihrem Selbstmitleid. Trotzdem ein bewegendes Buch, in dem viel Wahrheit steckt und das man lesen sollte.

Rüdiger Bertram – Die Liga der Guten

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Jan, Mats und Andy sind Freund, aber nicht weil sie sich unbedingt mögen, sondern weil sie -als die Kleinsten der Jahrgangsstufe – gemobbt und verprügelt werden und die Chance geringer ist, zum Ziel des Spotts zu werden, wenn noch zwei andere potentielle Opfer in der Nähe sind. Bis zu jener Ohrfeige, jenem schicksalhaften Tag als Jan sich entschließt, nicht mehr alles hinzunehmen, sondern aufzustehen und zu rebellieren.

Kritik
Rüdiger Bertram ist mit diesem Buch eine grandiose Geschichte gelungen. Eine Konsequente Umsetzung der Idee: „Was passiert, wenn ein unterdrückter Schüler nicht mehr das Opfer sein will, wenn er ein Ideal hat und das kompromisslos und ohne Rücksicht auf Verluste verfolgt?“. Eindringlich erzählt er aus der Sicht des Schülers Mats von jener Ohrfeige, von Jans Verhalten danach, von der Gründung der „Liga der Guten“ und allem was dann passiert. Er erzählt davon ,was geschieht, wenn der Unterdrückte plötzlich mächtig wird. Er erzählt von Gefühlen, von Liebe und Freundschaft, von der Angst ausgeschlossen zu werden und davon, was man bereit ist zu tun, um dazuzugehören.

Aber er schildert auch sehr authentisch die Situation auf dem Schulhof, wenn Schüler und Lehrer wegsehen, während die größeren Schüler auf den kleineren herumtrampeln. Wenn im Prinzip alle nur froh sind, dass sie selbst nicht zu den Opfern zählen, sondern – wenn schon nicht im Mittelpunkt stehend – doch zumindest in Ruhe gelassen werden. Vor allem die Täter-Opfer Beziehungen werden hier etwas deutlicher aufgezeigt, die Gründe, warum einer auf der sozialen Leiter der Schulordnung ganz unten, ein anderer ganz oben stehen kann und die traurige Wahrheit, dass eben die meisten einfach nur wegsehen, statt einzugreifen obwohl sie selbst nicht aktiv an der psychischen und physischen Gewalt gegen andere beteiligt sind, machen sie  sie sich schuldig.

„Einen Roman, den ich mir ausgeliehen hatte und in dem es auch um einen Jungen ging, für den der Sportunterricht eine einzige Qual ist, weil er immer als Letzter in eine Mannschaft gewählt wird. Das ist ja schon in ganz vielen Büchern beschrieben worden. Dazu brauche ich gar nichts mehr zu sagen, denn entweder man kennt das Gefühl, weil es einem in jeder lausigen Sportstunde ganz genauso er- geht, oder man kennt es nicht. Dann kapiert man auch nicht, wie übel sich das anfühlt – auch wenn einem das anschließende Spiel völlig am Arsch vorbeigeht.“ (Seite 18) 

Fazit
Ein großartiges Buch, dass zumindest am Anfang das Gefühlsleben eines Mobbing-Opfers in den Vordergrund stellt und auch im Verlauf der Geschichte immer wieder das mangelnde Selbstbewusstsein eines solchen Kindes thematisiert. Mir wurden nur ein paar Klischees zuviel bedient, so stammt z.B. die Opfer aus schwierigen Familienverhältnissen, während der Schlägertyp ein Sohn aus reichem Haus ist, der Vater Anwalt, also wohl ein Junge, der noch nie gelernt hat die Konsequenzen seines Handelns zu tragen, da Papi normalerweise alles regelt. Sicherlich ist das – neben den sozial am schwächsten gestellten Mitgliedern der Gesellschaft – eine zur Unterdrückung anderer prädestinierte Gruppe, aber im großen und ganzen sind es doch oft auch gerade die unauffälligen Schüler, die andere demütigen. Solche, denen man das gar nicht zutrauen würde. Aber egal wie man es dreht und wendet: Am Ende bleibt die Frage „Was ist gut und was ist böse?“ und die Erkenntnis, dass es darauf keine einfache Antwort gibt.

Gesamtfazit

In allen drei Büchern sind die Folgen des Mobbings gut und durchdacht dargestellt, die Gewalt selbst aber kommt zu kurz. Jemand der gemobbt wurde begreift auch nach und mit wenigen Sätzen wie sich die Opfer fühlen müssen, weil er es selbst oft genug erlebt hat. Aber jemand der andere quält, der kann diese Gefühle nicht nachvollziehen. Den werden ein paar, wenn auch wahre und gut gewählte Sätze, nicht berühren können. Bleibt zu hoffen, dass die anschaulich beschriebenen Folgen den ein oder anderen zum Umdenken oder nachdenken bringen, wenn man ihm vor der Lektüre der Bücher klar macht, was er da tut. Alles in allem drei Bücher deren Schwächen ich aufzeigen wollte, die aber dennoch lesenswert sind und jedes auf seine Weise zum Nachdenken und Innehalten anregt. Vor allem darüber, wie wir unseren Mitmenschen oft begegnen und wie wir ihnen eigentlich begegnen sollten.

Natürlich gibt es noch viel, viel mehr Bücher zu diesem Thema und das ein oder andere steht auch noch auf meiner persönlichen Leseliste (ein Dank hier an Arndt von Literatwo, der mich immer wieder auf wunderbare Bücher aufmerksam macht)

Nina Vogt-Østli – Der Tag wird kommen
erschienen, 2014 im Coppenrath Verlag
240 Seiten
14,95 € (Hardcover)
ISBN 978-3-649-61386-2

Anna Seidl – Es wird keine Helden geben
erschienen, 2014 im Oetinger Verlag
252 Seiten
14,95 € (Hardcover)
ISBN 978-3-789-14746-3

Rüdiger Bertram – Die Liga der Guten
erschienen, 2013 im Rowohlt Verlag
208 Seiten
9,99 € (Taschenbuch)
ISBN  978-3-499-21506-3

Noch ein paar Worte zur Leipziger Buchmesse 2014

Buchmesse Leipzig – LBM14

Nun ist die Buchmesse zwar schon ein paar Tage vorbei, aber ich bin bisher einfach nicht dazu gekommen, meine Eindrücke online zu stellen. Einige von euch werden mitbekommen haben, dass Leipzig und ich nicht gerade die besten Freunde geworden sind (Ich sage nur: Ein Bahnhof ohne Hinweisschilder ist eine sau blöde Idee) und dementsprechend negativ waren auch meine ersten Eindrücke der Messe – zu chaotisch, zu laut, zu voll, zu unorganisiert: die Verlagsstände unübersichtlich angeordnet, die Hallen irgendwie ohne erkennbares Konzept (jedenfalls mir blieb es verborgen) und einfach zu viele Menschen auf zu engem Raum.

Natürlich war nicht alles schlecht – so hat es mich sehr gefreut viele liebgewonnenen Blogger-Freunde wieder zu sehen, neue Literaturjunkies kennenzulernen und natürlich mit dem ein oder anderen Autor, Verleger, Grafiker oder Journalisten zu plaudern. Gerade dafür hat man in Leipzig nämlich viel mehr Zeit als in Frankfurt, da man nicht von Termin zu Termin hetzen muss, sondern alles ein bisschen gemütlicher angehen kann. Man merkt eben doch, dass die Messe generell etwas kleiner ist.

Damit ich nun niemanden vergesse, dürfen sich hier einfach alle angesprochen fühlen, denen ich in diesen Tagen über den Weg gelaufen bin. 🙂 It was a pleasure to meet you! Und ein paar von euch vermisse ich ganz besonders! 

Genug gemeckert!

Bevor nun aber die Aktualität diverser Informationen gänzlich verloren ist und weil ich einfach wirklich im Moment absolut keine Zeit habe, um mich hier lang und breit in den Abläufen meiner Messetage zu verlieren (die auch ehrlich gesagt nicht so sonderlich spannend waren) hier ein paar kleine und hoffentlich interessante Information für euch:

Die Fans und Freunde von Dietrich Faber, bzw. Henning Bröhmann können noch ein bisschen hoffen. Trotz des niederschmetternden Endes des dritten Teils der humorvollen Krimi-Reihe (1. Band: Toter geht’s nicht), müssen wir den etwas anderen Kommissar vielleicht noch nicht ganz aufgeben. Dietrich Faber hat verraten, dass ihm der kauzige Ermittler samt seiner Gurkentruppe doch sehr ans Herz gewachsen ist und er sich widererwartend nur sehr ungern von seinen Figuren trennt. Das lässt das geneigte Leserherz doch höher schlagen! Ob nun mit oder ohne Henning  – auf ein weiteres Buch aus der Feder des Autors darf man sich auf jeden Fall freuen.

Und auch Arno Strobel ist fleißig. Nachdem er nun seinen Job bei der Bank offiziell aufgegeben hat und sich ganz dem Schreiben widmen kann, dürfen wir uns auf viel neuen Stoff freuen – neben dem Psychothriller (an dem er gerade arbeitet) ist auch ein weiterer Jugendthriller geplant. Wann genau die Bücher erscheinen ist noch ungewiss, aber man darf wohl davon ausgehen, dass es Anfang nächsten Jahres soweit ist. Sobald etwas bekannt wird, gibt es natürlich die neusten Informationen!

Wer es lieber etwas sanfter mag und Geschichten mit Gefühl den Vorzug gibt, sollte auf jeden Fall Corina Bomann im Auge behalten. Die gute Frau hat so viele Ideen in sich, dass sie dieses Jahr noch drei weitere Romane veröffentlichen wird. „Die Jasminschwestern“ erscheint schon im Mai und wird im Stil ihrer Bestseller „Die Schmetterlingsinsel“ und „Der Mondscheingarten“ sein.
Fans der „Samuraiprinzessin“ können aufatmen. Die Fortsetzung könnt ihr auch noch dieses Jahr in Händen halten und euch wieder in der exotischen Welt von Tomoe verlieren.
Im Herbstprogramm von Coppenrath steht noch ein weiterer Titel der Autorin. „Der Krähemann“ als Auftakt einer spannenden Reihe.
Daneben gibt es noch viele, viele weitere spannende Projekte, die ich euch natürlich verraten werde, wenn es soweit ist. Aber eins kann ich sagen: Der Lesestoff wird so schnell nicht ausgehen und es gibt das ein oder andere geplante Buch auf das ich persönlich mich schon riesig freue!

Außerdem erscheint im Juni der dritte und sehnsüchtig erwartete letzte Teil von Ursula Poznanskis dystopischer Trilogie. „Die Vernichteten“ wird er heißen und man darf gespannt sein, wie die Autorin die Fäden weiterspinnt und alles zu einem Ende bringt.

Aber nicht nur die großen Verlage, sondern vor allem die kleinen und Nischenverlage durften meine Anwesenheit während der Messe-Tage ertragen. Unter anderem  z.B. Feder und Schwert, deren Autorin Ju Honisch mit ihrem Urban-Fantasyroman „Schwingen aus Stein“ den SERAPH verdient gewonnen und sich gegen harte Konkurrenz durchgesetzt hat. Freunden fantastischer Literatur möchte ich empfehlen sich den Verlag mal näher anzuschauen – viel wunderbare Romane aus Deutscher Feder, aber auch spannendes aus aller Welt .
Daneben der Papierverzierer Verlag, der seine Namen wörtlich nimmt und jedem Buch einen ganz eigenen Charme verleiht. Ein Blick auf und in die Bücher lohnt sich! Kleine Kunstwerke.
Nicht nur hier, auch bei LUZIFER ist der Name Programm – Horror und Crime der etwas härteren Gangart treffen auf fantasievolle und innovative Ideen. Es lohnt sich auch hier einen Blick zu riskieren. Aber Vorsicht: Sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt!

Und last, but not least der Verlag Torsten Low, der sich ebenfalls den mystischen Bereichen der Literatur verschrieben hat. Die Anthologie „Krieger“ sei dem geneigten und probierfreudigen Leser ans Herz gelegt.

Ein Verlag dessen Programm ich mir noch mal näher ansehen muss, ist der „Dresdner Buchverlag“, der  neben regionaler Literatur auch noch so einiges anderes zu bieten  hat.

Natürlich habe ich nicht nur Autoren gelöchert, Freunde getroffen und Lesungen besucht, sondern auch viele schöne Bücher auf der Messe entdeckt, die schon erschienen sind oder noch erscheinen werden und auch hier ist für jeden was dabei.

Fotos gibt es dieses Jahr keine – ich hab nämlich kaum welche gemacht. Aber vielleicht beim nächsten Mal wieder – also Frankfurt, Leipzig wohl eher nicht.;-)

Liebe Grüße

Eure Vero

Ein paar Buchempfehlungen im Überblick:

Spannende Unterhaltung für Jung und Alt

  • Claus Probst – Nummer zwei
  • Inge Löhnig – Deiner Seele Grab
  • B.C. Schiller – Die Fotografin
  • Gina Mayer – In guten wie in toten Tagen
  • Anna Schneider – Bald wird es Nacht, Prinzessin
  • Arno Strobel – Abgründig
  • Ursula Poznanski – Die Verratenen Trilogie (Band 3 erscheint noch dieses Jahr im Sommer und wird „Die Vernichteten“ heißen.)

Kinderbuch

  • Gina Mayer & Frank M. Reifenberg – Die Schattendbande legt los / Die Schattenbande jagt den Entführer (eine wunderbare, spannende neue Kinderbuchreihe die ich hier noch näher vorstellen werde und Gewinner des diesjährigen Leipziger Lesekompass, 10 – 14 Jahre)
  • Annette Moser – Willkommen auf dem Sonnenhof

Romane fürs Herz und zum Nachdenken

  • Sharon Draper – Mit Worten kann ich fliegen
  • Jojo Moses – Weit weg und ganz nah
  • Kate Bornstein – Ein schädlicher Einfluss
  • Priscille Sibley – Ich versprach dir die Liebe
  • Corina Bomann – Die Jasminschwestern (erscheint im Mai)

Phantastische Welten

  • Arthur Gordon Wolf – Katzendämmerung
  • Ann-Kathrin Karschnick – Phönix: Tochter der Asche
  • Ju Honisch  – Schwingen aus Stein (Teil 5 einer recht losen Reihe, aber es lohnt sich alle Bände zu lesen und mit „Das Obisidianherz“ zu beginnen)
  • Tom Daut – Die Sinistra (und ich empfehle euch: Besucht eine Lesung dieses Mannes. Das ist ein Erlebnis!)
  • Stefan Bachmann – Die Seltsamen

„Lesespaß“ für die Kleinsten

  • Susan Nissen – Langsam, lustig, laut und leise – Jeder macht’s auf seine Weise
  • Andrea Schütze – Maluna Mondschein: Die kleine Gute-Nacht Fee / Geschichten aus dem Zauberwald
  • Julia Boehme – Tafiti (…und die Reise ans Ende der Welt /…und das fliegende Pinselohrschwein /…und das Riesenbaby)

Na ihr Lieben,

lange Zeit war es recht ruhig hier, aber heute möchte ich euch eine neue Autorin vorstellen. Im Rahmen einer Blogtour zu „Kaffee mit Biss“, machen das Buch und die Autorin heute Station bei mir. Aufgrund einiger technischer Probleme geht der Beitrag nun ein bisschen später online als geplant aber ich denke ihr habt ja trotzdem noch genug Zeit bis Sonntag die fehlenden Buchstaben zu finden. 😉

Falls ihr ein bisschen mehr über das Buch erfahren wollt, dann schaut doch einfach mal bei den vier vorherigen Stationen vorbei. Ich denke das lohnt sich. 🙂 Ich für meinen Teil durfte die Autorin mit Fragen löchern und ich muss sagen, dass wir viel Spaß hatten.

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Über die Autorin:

Maria M. Lacroix ist 30 Jahre alt, wurde in Berlin geboren und lebt mittlerweile im sogenannten „Drei Länder Eck“ zwischen Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Da ihre Mutter tunesische Italianisieren ist, lernte Maria erst mit etwa 4 Jahren die Deutsche Sprache und hat sich auch deswegen für ein französisches Pseudonym entschieden.
Maria ist übrigens – passend zu ihren Protagonisten – ein richtiger Nachtmensch, aber sie kocht dann doch lieber, als dass sie sich das Fleisch Roh einverleibt.
Nach einer normalen schulischen Laufbahn studierte sie Biologie, Geologie und Meteorologie und dank der garstigen Chemie- Professoren, die sie zweimal durch die Prüfung rasseln ließen, entwickelte sich beim intensiven Studium des Faches eine Leidenschaft dafür, die im Endeffekt sogar die aktuelle Arbeit beeinflusste. Mittlerweile arbeitet die Autorin nämlich in der Anthropologie, wobei ihre Arbeit u.A Forensik, also die Kooperation mit dem BKA und verschiedenen LKAs umfasst, aber auch historische und prähistorische Fälle.

Und das bring mich natürlich sofort zu meiner ersten Frage – als leidenschaftliche Krimileserin – was genau darf man sich unter „Arbeit in der Anthropologie“ vorstellen?

FotoMaria M. Lacroix: Also, ich habe Bio studiert und arbeite an der Biologischen Anthropologie. Dort befassen wir uns mit prähistorischen, historischen aber auch forensischen Fällen … an dem Fall hab ich bspw. mitgearbeitet. FALL
Aber ich habe auch mit 6000-8000 Jahre alten Gräberfeldern zu tun … oder mit irgendwelchen Schädeln, die in Klosterwänden eingemauert gefunden wurden und man wissen will, wer war das? Und weshalb wurde er in eine Wand eingemauert?

Vero Nefas: Hast du denn vor dein praktisches und theoretischen Wissen auch mal in ein Buch einzubauen (oder hast du das sogar schon gemacht?) oder willst du lieber auf – im weitesten Sinne – fantastischen Wegen bleiben?

Maria M. Lacroix: Um einen richtigen Krimi zu schreiben bin ich wohl zu nah dran … irgendwie … wenn ich schreibe, möchte ich lieber im Fantasy bleiben. Aber Kurzgeschichten habe ich schon geschrieben (auch publiziert)
Die Themen, die ich behandle, sind oft eine Art Therapie. Etwas, das ich in irgendeiner Form erlebt habe oder das mich beschäftigt …

Bei dem Job wird man zwangsläufig regelmäßig mit dem Tod konfrontiert und hinter jedem Skelett steckt eine Lebensgeschichte … da kommt man trotz (oder vielleicht gerade?) all der harten Fakten schon mal ins Grübeln …

Vero Nefas: Ja, das kann ich mir vorstellen, dass man da des Öfteren einiges zum Nachdenken hat und, dass man jede Menge Inspiration für Geschichten findet. Was verarbeitest du z.B. in deinem „Kaffee mit Biss“?

Maria M. Lacroix
: Im Kaffee? Die Einsamkeit … wenn man etwas anders ist, als andere, wenn man viel nachdenkt und irgendwie die Dinge nicht so unbeschwert sehen kann, weil man schon Dinge gesehen hat, die einen Nachts in den Träumen besuchen … 

Klingt jetzt furchtbarer, als es ist …

Vero Nefas: Wie bist du auf die Sache mit dem Kaffee gekommen – das ist zwar mit Sicherheit eine Frage die man dir schon 100 Mal gestellt hat, aber leider auch eine die zwingend notwendig ist.

Maria M. Lacroix: 
Neobooks hat 2011 ein Gewinnspiel gemacht mit dem Thema „Magisches Essen“. Bedingung war: Fantasy, magisches Essen und wenn ein Mensch drin vorkommt, ist das auch nicht schlecht … 

 Ich dachte, naja, das wird eh nie was … Damals habe ich noch in einem Molekularbiologischen Labor gearbeitet und eine der TA´s (Technische Assistentin) und ich haben uns morgens immer Zombie-artig begrüßt …vor dem ersten Kaffee ging nichts! Sie sagte eines Tages: No heartbeat before coffee!
… und so wuchs langsam die Idee , man füge noch eine Skype-Session mit einer Freundin hinzu – und schon war die Idee für den Wettbewerb geboren … Kaffee, der einen am Leben hält … morgens …
Der Rest kam dann irgendwie so nach und nach … und – ich hätte es nie für möglich gehalten – die Story wurde unter über 500 Einsendungen als eine von 3 Gewinnergeschichten gewählt 
Meine erste VÖ … ich war so stolz damals

Der Gewinn! 🙂

Vero Nefas
: Jedenfalls coole Idee. Ich hatte viel Spaß beim Lesen. Woher hast du die „Fakten“über Vampire und Co. genommen? Hast du dann richtig recherchiert, oder einfach das Wissen genommen, dass man so im Kopf hat und es mit eigenen Ideen kombiniert?

Maria M. Lacroix:
 Viel Recherche … stundenlang … ich habe mir – halt dich fest – unzählige Youtube-Videos über amerikanische Waffen-Hillbillys angesehen, die die Funktionsweisen genau erklärten … Rückstoß, welche Waffe wie stark, etc. Hohlspitzgeschosse und so weiter … und ich habe die Körpersprache von Wölfen recherchiert und, ja, wie sie sich in Rudeln, je nach rang benehmen ..

Jamie zum Beispiel ist eine ranghohe Nervensäge

. Er respektiert Di, lässt ihr aber mehr durchgehen, weil sie ein Mensch ist … wäre sie ein Wolf, wäre er nicht so geduldig ..




Vero Nefas Eine seeehr anziehende Nervensäge. 😉

Maria M. Lacroix
: Ja, deshalb lässt Di *ihm* mehr durchgehen, als sie sollte
Sie ist zwar durchaus eine selbstbewusste Frau und keine Bella … aber sie hat auch Hormone, die ihr dann und wann einen Strich durch die Rechnung machen.

Vero: Die Geschichte, bzw. die Idee dahinter hat ja wirklich viel Potential. Planst du denn das ganze noch etwas weiter zu spinnen, oder bist du mit einem Buch zufrieden? Und wie sehen deinen künftigen Pläne im Bereich der Schriftstellerei aus?

Maria M. Lacroix: Ja, es ist als Reihe in Romanlänge geplant und die ersten 100 Seiten der neuen Story stehen auch schon … die musste ich aber erst einmal parken (leider).

Und ich habe eine Romantasy Story „Das Geheimnis der Feentochter“, die Mitte Mai bei Cora erscheint
Nichts mit Vampiren, dafür mit Feengeschöpfe, die jedoch nicht mit lieben Disney-Feen verwechselt werden sollten. Eher blutrünstige und perverse Geschöpfe.

Vero Nefas: Liebe Maria, ich danke dir für deine Zeit und bin gespannt was wir noch von dir lesen werden. 🙂 

Zu Gewinnen gibt es natürlich auch etwas. Findet die versteckten Buchstabe, bringt sie in die richtige Reihenfolge und schickt das Lösungswort bis einschließlich Sonntag den 6.4.2014 an bookrecession@gmail.com. Alle Einzelheiten des Gewinnspiels, lest ihr bitte unter den Teilnahmebedingen nach.

Die Teilnehmenden Blogs:

 

Kleine Rückmeldung

Hallo ihr Lieben,

keine Sorge, ich habe euch nicht vergessen, aber ich bin im Moment ohne Rechner, da mein Laptop repariert wird. Und vom Handy aus posten ist furchtbar anstrengend. Aber keine Sorge, der Buchmesse Bericht  – der diesmal wirklich klein ausfallen wird – steht in den Startlöchern und diverse Rezensionen haben sich auch angesammelt.

Außerdem war ich so frei und ich habe ein kleines Interview gegeben. 🙂 Wer meine Antworten nachlesen möchte, sollte mal bei Gesine von Prittwitz Blog SteglitzMind vorbeischauen.

So, das war es erstmal wieder von mir. Aber nicht für lange – hoffentlich. Auf Facebook bin ich natürlich hin und wieder aktiv. Da ist die Bedienung vom Handy auch wirklich deutlich einfacher. 😉

Liebe Grüße

Eure Vero

Äh … hä?

Wie das auf Buchmessen eben so ist, man trifft Menschen und Autoren und Verleger (ja, diese Formulierung ist Absicht^^), man quatscht und tratscht und kommt auf die großartigsten, absurdesten, dämlichsten Ideen, z.B. wenn der Herr Autor sich dezent gereizt äußert, weil man das längst gelesene Buch – welches man gar nicht rezensieren wollte – noch nicht rezensiert hat. Oder wenn man einfach gemütlich bei einem Bier, Wein, Wasser, Cola, … zusammensitzt. Oder. Egal. Jedenfalls habe ich versprochen „Katzendämmerung“ auf angemessene Weise zu besprechen und das werde ich nun auch tun: View full article »

[Review] Lesung mit Simon Beckett am 8.3.2014

Lesung mit Simon Beckett

Günter Krail und Simon Beckett im Gespräch

Günter Keil und Simon Beckett im Gespräch

Am 8.März 2014 war es wieder einmal so weit. Zum 12. Mal fiel der Startschuss für das Münchner Krimifestival und wie jedes Jahr dürfen wir uns auf hochkarätige Autoren und mörderisch gute Unterhaltung an vielen verschiedenen Tatorten freuen. Dieses Mal hatte Simon Beckett die Ehre das, mittlerweile auch international sehr angesehene, Festival zu eröffnen. Nach einer Begrüßung der Besucher und Ehrengäste – die Lesung fand quasi unter Polizeischutz statt – durch Sabine Thomas durfte auch Stadtrat Klaus-Peter Rupp noch ein paar gut gewählte Worte zum Thema sagen und äußerte sich wohlwollend über die Entwicklung und das breite Spektrum des Kriminalromans: vom beschaulichen Regionalkrimi bis hin zur Schlachthausprosa. Ich denke, es besteht kaum eine Gefahr, dass der Krimi wieder in die „Schmuddelecke“ gedrängt wird, in der er bis vor ein paar Jahren noch sein Dasein fristen musste.

Nachdem auch der Hausherr selbst ein paar lobende Worte über die BMW Welt und das Krimifestival an sich geäußert hatte, ging es dann auch endlich los.  Unter großem Applaus wurden  Bestsellerautor Simon Beckett, Günter Keil, der Moderator der uns durch den Abend führen sollte und der Schauspieler und Sprecher Hans Jürgen Stockerl empfangen.

Das Auditorium in der BMW  Welt

Sabine Thomas /Foto: Jasmin Krieger

Sabine Thomas /Foto: Jasmin Krieger

Da dies gestern mein erster Besuch in der BMW Welt war, möchte ich es nicht versäumen, auch über die Location noch ein paar Worte zu verlieren. Im Prinzip ist es ein toller Veranstaltungsort, ein schnörkelloser, großer Raum, der ausreichend Platz für viele Menschen bietet und durch den leichten Anstieg der Sitzreihen für alle Besucher einen guten Blick auf die Bühne garantiert. Wir hatten das Glück, in der zweiten Reihe – direkt hinter den Ehrengästen und der Presse – sitzen zu dürfen und waren somit hautnah dran. (An dieser Stelle ein großer Dank an Jasmin und Stefanie, die schon früh genug da waren und mir den Platz freigehalten haben.)

Das einzige Manko: Es war viel zu hell. Solange der Moderator mit dem Autor gesprochen hat war die relative Helligkeit im Zuschauerraum nicht störend, aber während der insgesamt 3 Lesungen empfand ich die Menge an Licht als sehr irritierend. Da kann man ja vielleicht noch nachbessern. 🙂

Viele Fragen, viele Antworten

Jetzt wollen wir aber endlich zum wichtigen Teil des Abends kommen: Mr. Simon Beckett, der nicht nur erstaunlich schüchtern und zurückhaltend, sondern auch sehr bescheiden wirkt, für einen Erfolgsautor. Günter Keil verlor nur wenig Zeit mit Geplänkel und stieg direkt ein. Schließlich wollten wir alle wissen, warum seit der Veröffentlichung des letzten David Hunter Romans (Verwesung) so viel Zeit vergangen ist – es liegen immerhin drei Jahre zwischen den beiden Büchern. Simon antwortete ehrlich und direkt, dass er zu seinem Leidwesen ein eher langsamer Schreiber ist, der zwar gerne – wie aktuell üblich – ein Buch im Jahr schaffen würde, dieses Tempo aber leider nicht mithalten kann. Es ist ihm wichtiger mit seinem Werk am Ende wirklich zufrieden zu sein und den Leser – hoffentlich – begeistern zu können, statt am Fließband zu produzieren. Sehr löblich, wie ich finde und ein Grundsatz den sich manch einer zu Herzen nehmen sollte.

Impressionen

Impressionen

Zudem hat er längere Zeit versucht den fünften Fall mit David Hunter zu schreiben, hat Ideen gesammelt, begonnen die Handlung zu entwickeln. Jedoch drängte sich ihm während dieses Schreibprozesses immer mehr eine Geschichte auf, deren Idee er schon seit Jahren im Kopf hatte. Und irgendwann beschloss er, dass es an der Zeit wäre jetzt diese Geschichte zu Papier zu bringen. Der Hof. Es war keine leichte Entscheidung David Hunter erstmal beiseite zu legen, aber – wie ich finde – eine gute. Und zur Beruhigung aller Hunter Fans: Simon Beckett schreibt aktuell an Teil Fünf, es kann als höchstens noch 3 Jahre dauern, bis er erscheint. Der Autor hofft natürlich, dass er seine Leser nicht mehr so lang auf die Folter spannen muss. 🙂

„Der Hof“ ist ein klassischer Stand-Alone, ein Buch, welches für sich gelesen werden kann und in keinerlei Zusammenhang mit anderen Werken steht. Natürlich sind auch die Hunter-Romane in sich abgeschlossen und können theoretisch eigenständig gelesen werden, aber dennoch ist es sinnvoll sich an die Reihenfolge zu halten, da der Protagonist eine beständige Entwicklung erfährt. Neben der offensichtlichen Ermittungsebene gibt es auch die unterschwellige Handlungsebene, die sich mit dem Protagonisten und seiner Geschichte beschäftigt. Für den Autor ist so etwas definitiv viel Arbeit, da er es nach Möglichkeit vermeiden sollte sich selbst zu widersprechen, Fakten zu verwechseln oder den Protagonisten entgegen seiner Charakterisierung handeln zu lassen. Dahingegen empfindet Simon Beckett es erfrischend, einen Roman zu schreiben, bei dem er nicht an eine bestimmte Figur gebunden ist. Allerdings bedeutet es natürlich auch mehr Arbeit, wenn alle Zutaten des Buches erst neu entwickelt werden müssen.

Der Hof  –  oder das Dorf?

Kleine Fehler machen sympathisch. :)

Kleine Fehler machen sympathisch. 🙂

Direkt im Anschluss an das Gespräch zwischen Keil und Beckett erfolgte der erste Lesungsteil. Zum Buch selbst möchte ich hier nicht zu viele Worte verlieren. Nur so viel: Mir persönlich hat die Geschichte richtig gut gefallen, clever aufgebaut mit sehr fein gezeichneten Charakteren. Natürlich ist „Der Hof“ ganz anders als ein Hunter-Roman, was der Leser im Hinterkopf behalten sollte, denn wenn man hier Anthropologen oder extreme Gewalt und Leichenproduktion am laufen Band erwartet, so wird die Enttäuschung groß sein.

Auch Hans Jürgen Stockerl, der den deutschen Part der Lesung übernahm, fand viele lobende Worte für den Roman und man merkte ihm bei seiner Lesung durchaus an, wie viel Freude es ihm bereitete. Mit tiefer, angenehmer und ruhiger Stimme, fing er die drückende Atmosphäre und hochsommerliche Hitze gekonnt ein und transportierte die Aussage des Textes nicht nur durch die Worte an sich, sondern vor allem durch seine wunderbare Interpretation zum Zuhörer.

Im Anschluss daran wurde ein wenig über das Buch geplaudert. So spielt „Der Hof“, z.B. nicht wie man es erwarten würde in England, sondern in Frankreich, obwohl der Protagonist Jean Engländer ist. Der Leser begleitet ihn auf seiner Flucht vor einem unbekannten, traumatischen Ereignis der näheren Vergangenheit, welches noch weitere Probleme nach sich ziehen wird. Nach einem Unfall landet Jean auf dem abgelegenen Hof mitten im Nirgendwo, der von einer etwas eigenartigen Familie bewirtschaftet wird. Für Simon Beckett war Frankreich das ideale Setting für den Roman, da dort nicht nur die Atmosphäre (die Hitze wäre in England doch eher unwahrscheinlich) passt, sondern solche abgelegenen Gutshöfe auch tatsächlich existieren. Und gerade diese Abgeschiedenheit, die wunderschöne Landschaft sind wichtige Bestandteile der Geschichte. Einerseits nämlich die fast idyllische Lage des Hofes, die Möglichkeit für Jean sich zu verstecken und in Ruhe zu überlegen, was er tun soll. Andererseits die unterschwellige Bedrohung, das Wissen, dass irgendwas an diesem Hof nicht mit rechten Dingen zu geht und die Möglichkeit, dass man einen Flüchtenden auf einem so entlegenen Hof leicht verschwinden lassen könnte. Dieser Kontrast  sorgt für permanente Spannung beim Lesen, während der Leser versucht herauszufinden, was nicht stimmt. Wobei man auch noch, Stück für Stück, ermitteln muss, warum Jean überhaupt geflohen ist.

Hans Jürgen Stockerl liest.

Hans Jürgen Stockerl liest.

Nach einem zweiten Lesungsabschnitt ist klar, dass es zwar keine menschlichen Leichen gibt, aber durchaus getötet wird. Nämlich die Tiere des Hofes, sog. Sanglochons, eine Kreuzung aus Haus- und Wildschwein, die dort gezüchtet werden. Simon Beckett beschreibt sehr detailliert die Arbeiten auf dem Hof und man könnte fast glauben, dass er mit Schlachtungen seine eigenen Erfahrungen gemacht hat. Stattdessen hat er aber nur viel zum Thema gelesen, sich auch weiter über das Hinaus informiert, was er für sein Buch  brauchte, um dem Leser ein möglichst authentisches Bild dieses Lebens zeichnen zu können. Von der Recherche ist es nur ein kurzer Weg zu der Frage, wie Simon eigentlich schreibt, ob er z.B. einem festen Plan folgt oder eher nicht. An dieser Stelle zeigt sich dann auch einmal mehr der Humor des Autors, der freimütig zugibt, dass er durchaus einen Tagesplan hat, dass er eigentlich versucht von 9 – 18 Uhr zu arbeiten, aber dass er leider sehr oft abgelenkt wird, z.B. durch das Anstarren der Wände. Je weiter ein Roman fortgeschritten ist, desto leichter fällt ihm dann aber die Arbeit und gerade in der Schlussphase gibt es keine festgelegten Bürozeiten mehr, eher viele Überstunden.

Meistens entstehen seine Romane aus einer einzigen Idee, einer einzelnen Szene heraus, die ihm einfällt. Er versucht dann zu überlegen, wie die Geschichte enden soll, setzt er sich hin und schreibt. Die Handlung ist demnach nicht vorher festgelegt, sondern entwickelt sich erst beim Schreiben. Lediglich das Ziel der Reise ist klar. Dabei versucht Beckett, der früher als Reporter gearbeitet hat, sich nicht von Nachrichten oder Schlagzeilen inspirieren zu  lassen. Er zieht für sich eine klare Linie zwischen Fakten und Fiktion. Seine Romane sollen unterhalten, aber nicht auf Grundlage wahrer Tragödien.

Zum Ausgleich für die viele Arbeit am Schreibtisch und das „an die Wand starren“ schwimmt oder wandert der Autor gerne oder spielt Percussion. Früher einmal sogar in einer Band.

Eine Überraschung zum Schluss

Simon Beckett liest aus dem neuen "Hunter-Roman" an dem er gerade arbeitet.

Simon Beckett liest aus dem neuen „Hunter-Roman“ an dem er gerade arbeitet.

Als besonderes Schmankerl des Abends erwartet die Gäste der Lesung dann noch eine richtige Überraschung. Auch Simon Beckett gab sich die Ehre vorzulesen. Aber nicht etwa aus dem aktuell erschienen Roman, sondern aus dem Manuskript an dem er gerade arbeitet. Damit hatten wir gestern nicht nur eine Deutschland- sondern sogar eine Weltpremiere! Richtig! Wir durften schon eine Szene aus dem neuen Hunter-Roman hören und ich für meinen Teil hätte wirklich gerne weiter gelesen. Ich freue mich sehr, dass dieser Roman in Arbeit ist und hoffe – gemeinsam mit dem Autor -, dass es nicht wieder drei  Jahre dauern wird, bis wir ein neues Werk in Händen halten dürfen.

Fazit des Abends: Für mich eine rund um gelungene Veranstaltung, mit einem sympathischen Autor und einem großartigem Sprecher. Zwar gab es wohl anfangs ein paar kleinere Probleme bei der Organisation, aber das war schnell vergessen. Auch die anschließende Signierstunde war gut geplant und trotz der großen Menge an Besuchern hielt sich die Wartezeit in Grenzen. Und zu meiner besonderen Freude erinnerte sich Simon Beckett sogar an mich, oder besser gesagt an meine Kurzgeschichte, die ich 2011 im Rahmen eines Fanfiction Wettbewerbs geschrieben habe.

Simon Beckett signiert mein Buch.

Simon Beckett signiert mein Buch.

An dieser Stelle möchte ich mich wie üblich bei Sabine, Andreas und ihren Komplizen bedanken, dass sie dieses großartige Event jedes Jahr auf die Beine stellen und mit soviel Engagement das Leserherz erfreuen. Außerdem gratuliere ich ganz herzlich zum 3. Platz bei dem, von der Stiftung Lesen verliehenen, 1. Deutschen Leserpreis in der Kategorie „Herausragendes individuelles Engagement“.

Bis zum nächsten Mal

Eure Vero

[Rezension] Gillian Flynn – Gone Girl

Inhalt



Nick und Amy sind ein Traumpaar, seit drei Jahren verheiratet und glücklich. Dann verlieren sie fast zeitgleich ihren Job und müssen umziehen. Da Nicks Mutter todkrank ist, ziehen sie in seine Heimatstadt nach Missouri. Nick verwirklicht sich dort einen Traum, in dem er mit seiner Schwester eine Bar eröffnet, Amy brilliert als etwas übereifrige, aber einsame Hausfrau, bis sie an ihrem fünften Hochzeitstag spurlos verschwindet …

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Konsumfasten 2014

Konsumfasten 2014

Über einen Facebookbeitrag der lieben Alexandra vom Bücherkaffee bin ich auf den Begriff Konsumfasten gestoßen. Klingt erstmal merkwürdig, ist im Prinzip aber doch irgendwie selbsterklärend: Fasten bedeutet in erster Linie, dass man über einen gewissen Zeitraum auf bestimmte Speisen und Getränke oder Genussmittel fast oder komplett verzichtet. Gerade religiöse Menschen nutzen die Zeit zwischen Fasching und Ostern, um sich zu besinnen. Dazu gehört auch, dass man keinen Alkohol trinkt, auf Süßigkeiten verzichtet und sich beim Essen generell zurück hält bzw. auch möglichst gesund isst.

Genau diesen Begriff des Fastens kann man aber auch auf andere Lebensbereiche erweitern, z.B. auf das eigene Konsumverhalten. Wie oft kauft man kleine oder große Dinge, die man eigentlich nicht braucht. Meistens stellt man sich sogar wenige Minuten nach dem Kauf die Frage, warum man das überhaupt getan hat. Musste man wirklich wieder ein paar Euro aus dem Fenster werfen, um etwas zu kaufen, auf das man leicht hätte verzichten können? Bei genauerer Betrachtung ist die Antwort auf die Frage leicht: Nein, muss man nicht. Warum einem das trotzdem ständig passiert hat viele und individuell unterschiedliche Gründe, auf die ich hier nicht näher eingehen kann und will.

Lange Rede kurzer Sinn: Die Idee des Konsumfastens hat mich begeistert und deswegen bin ich dabei. Für die nächsten sieben Woche werde ich auf sämtliche, nicht zwingend notwendige Einkäufe verzichten. Im Prinzip gibt es also nur Lebensmittel, sonst nichts. Keine Bücher (das wird mir richtig schwer fallen), keine neuen Klamotten, Schuhe oder anderen Krimskrams, keine weiteren Pflegeprodukte, denn ich habe mehr als genug zu Hause was aufgebraucht werden will. Und ganz wichtig: Der Verzicht auf die Teilnahme an Gewinnspielen. Einfach und kompromisslos: NICHTS, aber auch gar nichts kaufen oder auch nur ins Haus holen, was man nicht für das tägliche Überleben braucht.

Foto: privat

Foto: privat

Aber ich gehe noch weiter und besinne mich auch auf den eigentlich Sinn des Fastens: Kein Alkohol, keine Süßigkeiten – egal in welcher Form, keine zuckerhaltigen Getränke wie z.B. Cola, Fanta und Co. Statt dessen wieder vermehrt Obst und Gemüse und nach Möglichkeit der Verzicht auf Fleischprodukte aller Art.

Aber wie heißt es so schön, jede Regel braucht ihre Ausnahme. Meine Ausnahmen stehen auch schon fest. Zum einen die Zeit in Leipzig – da werde ich mir gestatten 2 Bücher zu kaufen und in netter Gesellschaft auch ein Glas Bier oder Wein zu genießen.
Außerdem mein Audible Abo, mein Spotify Abo und ein Zeitungsabonnement, dass ich nicht für diese sieben Wochen abbestellen kann. Allerdings werde ich bei Audible keine neuen Hörbücher kaufen, meine 2 Gutschriften also in den sieben Wochen nicht einlösen.

Hinter der Idee des Konsumfastens stecken die zwei Bloggerinnen Katrin von BuchSaiten und Miriam von Pimisbücher und ich schließe mich ihnen dieses Jahr gerne an. Hier geht es übrigens zur Erklärung wie die Idee entstanden ist. 🙂 Konsumfasten 2013

Wenn ich es schaffe, dann werde ich euch natürlich gelegentlich über meine Fortschritte (und Fehltritte) auf dem Laufenden halten. Unter #Konsumfasten könnt ihr mir und allen anderen Teilnehmern auch ganz einfach auf Twitter Folgen.

Inhalt

Henning Bröhmann verschlägt es – samt Familie und Hunden – in die Großstadt, nach Berlin. Eigentlich wollte er nur den Besuch der Beerdigung des ehemaligen Kollegen seines Vaters mit einem günstigen Familienurlaub verbinden, aber da schlägt das Schicksal auch schon wieder zu. Am Grab fallen Schüsse, ein Mann wird getötet. Und während Henning noch versucht das erlebte zu verarbeiten, verschwindet sein Vater spurlos. Zusammen mit Kollege Markus ermittelt er quasi fieberhaft und lässt sich nur gelegentlich durch Fußballturniere, Frauen oder Hunde ablenken. Und eben die sterben dann auch plötzlich, die Hunde.