Category: Veros Wortküche


Mal wieder: Nachtgedanken

Gelegentlich passiert es, dass ich ein Wort lese, ein Bild betrachte oder einem Gespräch lausche und plötzlich durchfluten Wortfetzen mein Gehirn, Sätze reihen sich aneinander und wollen geschrieben werden. Nun ist das sicherlich keine große Poesie, keine große Literatur, keine große Kunst – aber es sind meine Gedanken, die sich hin und wieder einen Weg bahnen und in die Welt drängen …

Manchmal, da möchte ich vergessen.

Es gibt Kalender, die uns an alles erinnern. Es gibt Geschichtsbücher, die uns die Vergangenheit erklären. Es gibt Romane, die uns die Schrecken einer jeden Epoche näher bringen wollen. Es gibt Geschichten, die uns zu Tränen rühren, weil sie von Schicksalsschlägen, von Grausamkeiten, von verlorenen Träumen und Hoffnungen erzählen. Es gibt Filme, die uns Bilder vor Augen führen – von Kampf, von Schrecken und von Tod.
Es gibt Dokumentationen, die uns zeigen, was gewesen ist, die uns ermahnen, die selben Fehler nicht noch einmal zu machen. Es gibt Vorurteile und Gerüchte, es gibt Weisheiten und Wissen. Es gibt so vieles dem wir Gedenken können und sollen.

Aber manchmal, manchmal da möchte ich nicht erinnert werden, da möchte ich nichts erfahren, nichts erklärt bekommen, nichts verstehen.

Manchmal, da möchte ich vergessen.

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[Veros Wortküche] Bewältigung

Mal wieder etwas aus meiner eigenen Feder.

Manche werden sagen: Ist das nicht zu persönlich, zu privat? Vielleicht. Aber ist nicht alles was wir sagen, was wir schreiben, was wir tun irgendwo persönlich und privat – ganz egal wie sehr wir versuchen uns hinter irgendwelchen Fassaden zu verstecken? …

Foto: Alwina Bernhardt

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Theobald und die „Goldfisch-Affaire“

Eine kleine Geschichte, die aus einem einfachen, spontan Kommentar zum Thema
„Mord mit Goldfischglas“
geboren wurde. Viel Spaß damit 🙂

Es war einmal ein bedeutender Mann, nennen wir ihn Theobald, der nur ein großes Hobby hatte: Goldfische. Weiterlesen

Verlorenes Herz?

Es ist das Herz, das spricht.

Wehrst du dich es zu hören,
ist es das Herz, das bricht.
Willst du es zerstören?

Hörst du das Rufen nicht?
Gefühl hat was zu sagen.

Es ist kein Land in Sicht…

Kannst du es denn ertragen,
dass Wahrheit dich zerbricht?

Dein Herz hast du verborgen,
verloren ist es nicht.

Machst dir zu viele Sorgen.

Verloren bist du nicht.

Gefühl zeigt dir den Weg,
aus Dunkelheit zum Licht.
Gefühl zeigt dir den Weg…

gehen musst du ihn, für dich.

(Vero Nefas, 2012)

Schriftsteller werden ist nicht schwer… by Vero Nefas

Heute gibt es mal etwas aus der eigenen Wortküche 😉 Willkommen in meiner Welt der „10 Minuten Poesie“.

Was das heißt? Nun, ganz einfach: Die Meisten meiner Werke entstehen in ihrer Grundstruktur in unter 10 Minuten. Danach kommt nur noch ein bisschen Rechtschreibkorrektur und Feinschliff und fertig ist der Spaß.

Den Anfang macht heute ein durchaus sehr persönlicher Text, der…aber lest selbst 🙂

„Ich wollte auch schon immer mal ein Buch schreiben!“. Wer hat diesen Satz noch nicht von dem ein oder anderen lesebegeisterten, bücherfanatischen, oder ganz einfach literaturbesessenen Freund gehört. Und sicher ebenso so oft die Antwort „Dann mach doch!“, auf diese, nicht explizit gestellte Fragen „Soll ich? Kann ich das?“ gegeben. Nun, wer noch nie in dieser Situation gewesen ist, der möge den folgenden Text einfach beiseite legen und sich mit anderen Dingen beschäftigen. Oder ihn, der Neugier halber doch einfach weiter lesen. Alle, die jene Situation schon mehrfach erlebt haben werden sich – auf der einen oder anderen Seite wiederfinden: Entweder als angehender Autor, oder als Motivation spendender Freund.

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Ein Brief an die Muse – und an meine Leser

Liebe Muse,


lass dir sagen, ich will mich wirklich nicht beklagen,
darum – du hast’s dir sicher schon gedacht – wähl ich die Worte mit Bedacht.
Aber ich kann es nicht bestreiten, da gibt es ein paar Kleinigkeiten,
die machen dich, ich sags nicht gern – zu einer Hure vor dem Herrn.
Zum einen find ichs unerhört, von dir fühlt jeder sich betört
und was noch viel schlimmer ist – ein jeder zweite auch geküsst!
Erstaunlich oft träumt jemand hier von einer Liaison mit dir,
merkt eher nie, als viel zu spät, dass du ihm nur den Kopf verdrehst.
Er hält sich deshalb ungehemmt für einen Dichter mit Talent
und fühlt sich dann bisweilen dazu berufen dies mitzuteilen.
Turnt tapsig am Verbaltrapez, ohne doppelten Boden und Sicherheitsnetz,
blickt beifallheischend in die Welt – und fällt.




Drum liebe Muse, sei so nett, lass nicht jeden in dein Bett
Ich sag dir ehrlich wie es ist: mancher bleibt lieber ungeküsst!






Es grüßt dich ergebenst mit dieser Beschwerde


deine Vero,


vom Planeten Erde