Category: Reviews


Noch ein paar Worte zur Leipziger Buchmesse 2014

Buchmesse Leipzig – LBM14

Nun ist die Buchmesse zwar schon ein paar Tage vorbei, aber ich bin bisher einfach nicht dazu gekommen, meine Eindrücke online zu stellen. Einige von euch werden mitbekommen haben, dass Leipzig und ich nicht gerade die besten Freunde geworden sind (Ich sage nur: Ein Bahnhof ohne Hinweisschilder ist eine sau blöde Idee) und dementsprechend negativ waren auch meine ersten Eindrücke der Messe – zu chaotisch, zu laut, zu voll, zu unorganisiert: die Verlagsstände unübersichtlich angeordnet, die Hallen irgendwie ohne erkennbares Konzept (jedenfalls mir blieb es verborgen) und einfach zu viele Menschen auf zu engem Raum.

Natürlich war nicht alles schlecht – so hat es mich sehr gefreut viele liebgewonnenen Blogger-Freunde wieder zu sehen, neue Literaturjunkies kennenzulernen und natürlich mit dem ein oder anderen Autor, Verleger, Grafiker oder Journalisten zu plaudern. Gerade dafür hat man in Leipzig nämlich viel mehr Zeit als in Frankfurt, da man nicht von Termin zu Termin hetzen muss, sondern alles ein bisschen gemütlicher angehen kann. Man merkt eben doch, dass die Messe generell etwas kleiner ist.

Damit ich nun niemanden vergesse, dürfen sich hier einfach alle angesprochen fühlen, denen ich in diesen Tagen über den Weg gelaufen bin. 🙂 It was a pleasure to meet you! Und ein paar von euch vermisse ich ganz besonders! 

Genug gemeckert!

Bevor nun aber die Aktualität diverser Informationen gänzlich verloren ist und weil ich einfach wirklich im Moment absolut keine Zeit habe, um mich hier lang und breit in den Abläufen meiner Messetage zu verlieren (die auch ehrlich gesagt nicht so sonderlich spannend waren) hier ein paar kleine und hoffentlich interessante Information für euch:

Die Fans und Freunde von Dietrich Faber, bzw. Henning Bröhmann können noch ein bisschen hoffen. Trotz des niederschmetternden Endes des dritten Teils der humorvollen Krimi-Reihe (1. Band: Toter geht’s nicht), müssen wir den etwas anderen Kommissar vielleicht noch nicht ganz aufgeben. Dietrich Faber hat verraten, dass ihm der kauzige Ermittler samt seiner Gurkentruppe doch sehr ans Herz gewachsen ist und er sich widererwartend nur sehr ungern von seinen Figuren trennt. Das lässt das geneigte Leserherz doch höher schlagen! Ob nun mit oder ohne Henning  – auf ein weiteres Buch aus der Feder des Autors darf man sich auf jeden Fall freuen.

Und auch Arno Strobel ist fleißig. Nachdem er nun seinen Job bei der Bank offiziell aufgegeben hat und sich ganz dem Schreiben widmen kann, dürfen wir uns auf viel neuen Stoff freuen – neben dem Psychothriller (an dem er gerade arbeitet) ist auch ein weiterer Jugendthriller geplant. Wann genau die Bücher erscheinen ist noch ungewiss, aber man darf wohl davon ausgehen, dass es Anfang nächsten Jahres soweit ist. Sobald etwas bekannt wird, gibt es natürlich die neusten Informationen!

Wer es lieber etwas sanfter mag und Geschichten mit Gefühl den Vorzug gibt, sollte auf jeden Fall Corina Bomann im Auge behalten. Die gute Frau hat so viele Ideen in sich, dass sie dieses Jahr noch drei weitere Romane veröffentlichen wird. „Die Jasminschwestern“ erscheint schon im Mai und wird im Stil ihrer Bestseller „Die Schmetterlingsinsel“ und „Der Mondscheingarten“ sein.
Fans der „Samuraiprinzessin“ können aufatmen. Die Fortsetzung könnt ihr auch noch dieses Jahr in Händen halten und euch wieder in der exotischen Welt von Tomoe verlieren.
Im Herbstprogramm von Coppenrath steht noch ein weiterer Titel der Autorin. „Der Krähemann“ als Auftakt einer spannenden Reihe.
Daneben gibt es noch viele, viele weitere spannende Projekte, die ich euch natürlich verraten werde, wenn es soweit ist. Aber eins kann ich sagen: Der Lesestoff wird so schnell nicht ausgehen und es gibt das ein oder andere geplante Buch auf das ich persönlich mich schon riesig freue!

Außerdem erscheint im Juni der dritte und sehnsüchtig erwartete letzte Teil von Ursula Poznanskis dystopischer Trilogie. „Die Vernichteten“ wird er heißen und man darf gespannt sein, wie die Autorin die Fäden weiterspinnt und alles zu einem Ende bringt.

Aber nicht nur die großen Verlage, sondern vor allem die kleinen und Nischenverlage durften meine Anwesenheit während der Messe-Tage ertragen. Unter anderem  z.B. Feder und Schwert, deren Autorin Ju Honisch mit ihrem Urban-Fantasyroman „Schwingen aus Stein“ den SERAPH verdient gewonnen und sich gegen harte Konkurrenz durchgesetzt hat. Freunden fantastischer Literatur möchte ich empfehlen sich den Verlag mal näher anzuschauen – viel wunderbare Romane aus Deutscher Feder, aber auch spannendes aus aller Welt .
Daneben der Papierverzierer Verlag, der seine Namen wörtlich nimmt und jedem Buch einen ganz eigenen Charme verleiht. Ein Blick auf und in die Bücher lohnt sich! Kleine Kunstwerke.
Nicht nur hier, auch bei LUZIFER ist der Name Programm – Horror und Crime der etwas härteren Gangart treffen auf fantasievolle und innovative Ideen. Es lohnt sich auch hier einen Blick zu riskieren. Aber Vorsicht: Sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt!

Und last, but not least der Verlag Torsten Low, der sich ebenfalls den mystischen Bereichen der Literatur verschrieben hat. Die Anthologie „Krieger“ sei dem geneigten und probierfreudigen Leser ans Herz gelegt.

Ein Verlag dessen Programm ich mir noch mal näher ansehen muss, ist der „Dresdner Buchverlag“, der  neben regionaler Literatur auch noch so einiges anderes zu bieten  hat.

Natürlich habe ich nicht nur Autoren gelöchert, Freunde getroffen und Lesungen besucht, sondern auch viele schöne Bücher auf der Messe entdeckt, die schon erschienen sind oder noch erscheinen werden und auch hier ist für jeden was dabei.

Fotos gibt es dieses Jahr keine – ich hab nämlich kaum welche gemacht. Aber vielleicht beim nächsten Mal wieder – also Frankfurt, Leipzig wohl eher nicht.;-)

Liebe Grüße

Eure Vero

Ein paar Buchempfehlungen im Überblick:

Spannende Unterhaltung für Jung und Alt

  • Claus Probst – Nummer zwei
  • Inge Löhnig – Deiner Seele Grab
  • B.C. Schiller – Die Fotografin
  • Gina Mayer – In guten wie in toten Tagen
  • Anna Schneider – Bald wird es Nacht, Prinzessin
  • Arno Strobel – Abgründig
  • Ursula Poznanski – Die Verratenen Trilogie (Band 3 erscheint noch dieses Jahr im Sommer und wird „Die Vernichteten“ heißen.)

Kinderbuch

  • Gina Mayer & Frank M. Reifenberg – Die Schattendbande legt los / Die Schattenbande jagt den Entführer (eine wunderbare, spannende neue Kinderbuchreihe die ich hier noch näher vorstellen werde und Gewinner des diesjährigen Leipziger Lesekompass, 10 – 14 Jahre)
  • Annette Moser – Willkommen auf dem Sonnenhof

Romane fürs Herz und zum Nachdenken

  • Sharon Draper – Mit Worten kann ich fliegen
  • Jojo Moses – Weit weg und ganz nah
  • Kate Bornstein – Ein schädlicher Einfluss
  • Priscille Sibley – Ich versprach dir die Liebe
  • Corina Bomann – Die Jasminschwestern (erscheint im Mai)

Phantastische Welten

  • Arthur Gordon Wolf – Katzendämmerung
  • Ann-Kathrin Karschnick – Phönix: Tochter der Asche
  • Ju Honisch  – Schwingen aus Stein (Teil 5 einer recht losen Reihe, aber es lohnt sich alle Bände zu lesen und mit „Das Obisidianherz“ zu beginnen)
  • Tom Daut – Die Sinistra (und ich empfehle euch: Besucht eine Lesung dieses Mannes. Das ist ein Erlebnis!)
  • Stefan Bachmann – Die Seltsamen

„Lesespaß“ für die Kleinsten

  • Susan Nissen – Langsam, lustig, laut und leise – Jeder macht’s auf seine Weise
  • Andrea Schütze – Maluna Mondschein: Die kleine Gute-Nacht Fee / Geschichten aus dem Zauberwald
  • Julia Boehme – Tafiti (…und die Reise ans Ende der Welt /…und das fliegende Pinselohrschwein /…und das Riesenbaby)
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[Review] Lesung mit Simon Beckett am 8.3.2014

Lesung mit Simon Beckett

Günter Krail und Simon Beckett im Gespräch

Günter Keil und Simon Beckett im Gespräch

Am 8.März 2014 war es wieder einmal so weit. Zum 12. Mal fiel der Startschuss für das Münchner Krimifestival und wie jedes Jahr dürfen wir uns auf hochkarätige Autoren und mörderisch gute Unterhaltung an vielen verschiedenen Tatorten freuen. Dieses Mal hatte Simon Beckett die Ehre das, mittlerweile auch international sehr angesehene, Festival zu eröffnen. Nach einer Begrüßung der Besucher und Ehrengäste – die Lesung fand quasi unter Polizeischutz statt – durch Sabine Thomas durfte auch Stadtrat Klaus-Peter Rupp noch ein paar gut gewählte Worte zum Thema sagen und äußerte sich wohlwollend über die Entwicklung und das breite Spektrum des Kriminalromans: vom beschaulichen Regionalkrimi bis hin zur Schlachthausprosa. Ich denke, es besteht kaum eine Gefahr, dass der Krimi wieder in die „Schmuddelecke“ gedrängt wird, in der er bis vor ein paar Jahren noch sein Dasein fristen musste.

Nachdem auch der Hausherr selbst ein paar lobende Worte über die BMW Welt und das Krimifestival an sich geäußert hatte, ging es dann auch endlich los.  Unter großem Applaus wurden  Bestsellerautor Simon Beckett, Günter Keil, der Moderator der uns durch den Abend führen sollte und der Schauspieler und Sprecher Hans Jürgen Stockerl empfangen.

Das Auditorium in der BMW  Welt

Sabine Thomas /Foto: Jasmin Krieger

Sabine Thomas /Foto: Jasmin Krieger

Da dies gestern mein erster Besuch in der BMW Welt war, möchte ich es nicht versäumen, auch über die Location noch ein paar Worte zu verlieren. Im Prinzip ist es ein toller Veranstaltungsort, ein schnörkelloser, großer Raum, der ausreichend Platz für viele Menschen bietet und durch den leichten Anstieg der Sitzreihen für alle Besucher einen guten Blick auf die Bühne garantiert. Wir hatten das Glück, in der zweiten Reihe – direkt hinter den Ehrengästen und der Presse – sitzen zu dürfen und waren somit hautnah dran. (An dieser Stelle ein großer Dank an Jasmin und Stefanie, die schon früh genug da waren und mir den Platz freigehalten haben.)

Das einzige Manko: Es war viel zu hell. Solange der Moderator mit dem Autor gesprochen hat war die relative Helligkeit im Zuschauerraum nicht störend, aber während der insgesamt 3 Lesungen empfand ich die Menge an Licht als sehr irritierend. Da kann man ja vielleicht noch nachbessern. 🙂

Viele Fragen, viele Antworten

Jetzt wollen wir aber endlich zum wichtigen Teil des Abends kommen: Mr. Simon Beckett, der nicht nur erstaunlich schüchtern und zurückhaltend, sondern auch sehr bescheiden wirkt, für einen Erfolgsautor. Günter Keil verlor nur wenig Zeit mit Geplänkel und stieg direkt ein. Schließlich wollten wir alle wissen, warum seit der Veröffentlichung des letzten David Hunter Romans (Verwesung) so viel Zeit vergangen ist – es liegen immerhin drei Jahre zwischen den beiden Büchern. Simon antwortete ehrlich und direkt, dass er zu seinem Leidwesen ein eher langsamer Schreiber ist, der zwar gerne – wie aktuell üblich – ein Buch im Jahr schaffen würde, dieses Tempo aber leider nicht mithalten kann. Es ist ihm wichtiger mit seinem Werk am Ende wirklich zufrieden zu sein und den Leser – hoffentlich – begeistern zu können, statt am Fließband zu produzieren. Sehr löblich, wie ich finde und ein Grundsatz den sich manch einer zu Herzen nehmen sollte.

Impressionen

Impressionen

Zudem hat er längere Zeit versucht den fünften Fall mit David Hunter zu schreiben, hat Ideen gesammelt, begonnen die Handlung zu entwickeln. Jedoch drängte sich ihm während dieses Schreibprozesses immer mehr eine Geschichte auf, deren Idee er schon seit Jahren im Kopf hatte. Und irgendwann beschloss er, dass es an der Zeit wäre jetzt diese Geschichte zu Papier zu bringen. Der Hof. Es war keine leichte Entscheidung David Hunter erstmal beiseite zu legen, aber – wie ich finde – eine gute. Und zur Beruhigung aller Hunter Fans: Simon Beckett schreibt aktuell an Teil Fünf, es kann als höchstens noch 3 Jahre dauern, bis er erscheint. Der Autor hofft natürlich, dass er seine Leser nicht mehr so lang auf die Folter spannen muss. 🙂

„Der Hof“ ist ein klassischer Stand-Alone, ein Buch, welches für sich gelesen werden kann und in keinerlei Zusammenhang mit anderen Werken steht. Natürlich sind auch die Hunter-Romane in sich abgeschlossen und können theoretisch eigenständig gelesen werden, aber dennoch ist es sinnvoll sich an die Reihenfolge zu halten, da der Protagonist eine beständige Entwicklung erfährt. Neben der offensichtlichen Ermittungsebene gibt es auch die unterschwellige Handlungsebene, die sich mit dem Protagonisten und seiner Geschichte beschäftigt. Für den Autor ist so etwas definitiv viel Arbeit, da er es nach Möglichkeit vermeiden sollte sich selbst zu widersprechen, Fakten zu verwechseln oder den Protagonisten entgegen seiner Charakterisierung handeln zu lassen. Dahingegen empfindet Simon Beckett es erfrischend, einen Roman zu schreiben, bei dem er nicht an eine bestimmte Figur gebunden ist. Allerdings bedeutet es natürlich auch mehr Arbeit, wenn alle Zutaten des Buches erst neu entwickelt werden müssen.

Der Hof  –  oder das Dorf?

Kleine Fehler machen sympathisch. :)

Kleine Fehler machen sympathisch. 🙂

Direkt im Anschluss an das Gespräch zwischen Keil und Beckett erfolgte der erste Lesungsteil. Zum Buch selbst möchte ich hier nicht zu viele Worte verlieren. Nur so viel: Mir persönlich hat die Geschichte richtig gut gefallen, clever aufgebaut mit sehr fein gezeichneten Charakteren. Natürlich ist „Der Hof“ ganz anders als ein Hunter-Roman, was der Leser im Hinterkopf behalten sollte, denn wenn man hier Anthropologen oder extreme Gewalt und Leichenproduktion am laufen Band erwartet, so wird die Enttäuschung groß sein.

Auch Hans Jürgen Stockerl, der den deutschen Part der Lesung übernahm, fand viele lobende Worte für den Roman und man merkte ihm bei seiner Lesung durchaus an, wie viel Freude es ihm bereitete. Mit tiefer, angenehmer und ruhiger Stimme, fing er die drückende Atmosphäre und hochsommerliche Hitze gekonnt ein und transportierte die Aussage des Textes nicht nur durch die Worte an sich, sondern vor allem durch seine wunderbare Interpretation zum Zuhörer.

Im Anschluss daran wurde ein wenig über das Buch geplaudert. So spielt „Der Hof“, z.B. nicht wie man es erwarten würde in England, sondern in Frankreich, obwohl der Protagonist Jean Engländer ist. Der Leser begleitet ihn auf seiner Flucht vor einem unbekannten, traumatischen Ereignis der näheren Vergangenheit, welches noch weitere Probleme nach sich ziehen wird. Nach einem Unfall landet Jean auf dem abgelegenen Hof mitten im Nirgendwo, der von einer etwas eigenartigen Familie bewirtschaftet wird. Für Simon Beckett war Frankreich das ideale Setting für den Roman, da dort nicht nur die Atmosphäre (die Hitze wäre in England doch eher unwahrscheinlich) passt, sondern solche abgelegenen Gutshöfe auch tatsächlich existieren. Und gerade diese Abgeschiedenheit, die wunderschöne Landschaft sind wichtige Bestandteile der Geschichte. Einerseits nämlich die fast idyllische Lage des Hofes, die Möglichkeit für Jean sich zu verstecken und in Ruhe zu überlegen, was er tun soll. Andererseits die unterschwellige Bedrohung, das Wissen, dass irgendwas an diesem Hof nicht mit rechten Dingen zu geht und die Möglichkeit, dass man einen Flüchtenden auf einem so entlegenen Hof leicht verschwinden lassen könnte. Dieser Kontrast  sorgt für permanente Spannung beim Lesen, während der Leser versucht herauszufinden, was nicht stimmt. Wobei man auch noch, Stück für Stück, ermitteln muss, warum Jean überhaupt geflohen ist.

Hans Jürgen Stockerl liest.

Hans Jürgen Stockerl liest.

Nach einem zweiten Lesungsabschnitt ist klar, dass es zwar keine menschlichen Leichen gibt, aber durchaus getötet wird. Nämlich die Tiere des Hofes, sog. Sanglochons, eine Kreuzung aus Haus- und Wildschwein, die dort gezüchtet werden. Simon Beckett beschreibt sehr detailliert die Arbeiten auf dem Hof und man könnte fast glauben, dass er mit Schlachtungen seine eigenen Erfahrungen gemacht hat. Stattdessen hat er aber nur viel zum Thema gelesen, sich auch weiter über das Hinaus informiert, was er für sein Buch  brauchte, um dem Leser ein möglichst authentisches Bild dieses Lebens zeichnen zu können. Von der Recherche ist es nur ein kurzer Weg zu der Frage, wie Simon eigentlich schreibt, ob er z.B. einem festen Plan folgt oder eher nicht. An dieser Stelle zeigt sich dann auch einmal mehr der Humor des Autors, der freimütig zugibt, dass er durchaus einen Tagesplan hat, dass er eigentlich versucht von 9 – 18 Uhr zu arbeiten, aber dass er leider sehr oft abgelenkt wird, z.B. durch das Anstarren der Wände. Je weiter ein Roman fortgeschritten ist, desto leichter fällt ihm dann aber die Arbeit und gerade in der Schlussphase gibt es keine festgelegten Bürozeiten mehr, eher viele Überstunden.

Meistens entstehen seine Romane aus einer einzigen Idee, einer einzelnen Szene heraus, die ihm einfällt. Er versucht dann zu überlegen, wie die Geschichte enden soll, setzt er sich hin und schreibt. Die Handlung ist demnach nicht vorher festgelegt, sondern entwickelt sich erst beim Schreiben. Lediglich das Ziel der Reise ist klar. Dabei versucht Beckett, der früher als Reporter gearbeitet hat, sich nicht von Nachrichten oder Schlagzeilen inspirieren zu  lassen. Er zieht für sich eine klare Linie zwischen Fakten und Fiktion. Seine Romane sollen unterhalten, aber nicht auf Grundlage wahrer Tragödien.

Zum Ausgleich für die viele Arbeit am Schreibtisch und das „an die Wand starren“ schwimmt oder wandert der Autor gerne oder spielt Percussion. Früher einmal sogar in einer Band.

Eine Überraschung zum Schluss

Simon Beckett liest aus dem neuen "Hunter-Roman" an dem er gerade arbeitet.

Simon Beckett liest aus dem neuen „Hunter-Roman“ an dem er gerade arbeitet.

Als besonderes Schmankerl des Abends erwartet die Gäste der Lesung dann noch eine richtige Überraschung. Auch Simon Beckett gab sich die Ehre vorzulesen. Aber nicht etwa aus dem aktuell erschienen Roman, sondern aus dem Manuskript an dem er gerade arbeitet. Damit hatten wir gestern nicht nur eine Deutschland- sondern sogar eine Weltpremiere! Richtig! Wir durften schon eine Szene aus dem neuen Hunter-Roman hören und ich für meinen Teil hätte wirklich gerne weiter gelesen. Ich freue mich sehr, dass dieser Roman in Arbeit ist und hoffe – gemeinsam mit dem Autor -, dass es nicht wieder drei  Jahre dauern wird, bis wir ein neues Werk in Händen halten dürfen.

Fazit des Abends: Für mich eine rund um gelungene Veranstaltung, mit einem sympathischen Autor und einem großartigem Sprecher. Zwar gab es wohl anfangs ein paar kleinere Probleme bei der Organisation, aber das war schnell vergessen. Auch die anschließende Signierstunde war gut geplant und trotz der großen Menge an Besuchern hielt sich die Wartezeit in Grenzen. Und zu meiner besonderen Freude erinnerte sich Simon Beckett sogar an mich, oder besser gesagt an meine Kurzgeschichte, die ich 2011 im Rahmen eines Fanfiction Wettbewerbs geschrieben habe.

Simon Beckett signiert mein Buch.

Simon Beckett signiert mein Buch.

An dieser Stelle möchte ich mich wie üblich bei Sabine, Andreas und ihren Komplizen bedanken, dass sie dieses großartige Event jedes Jahr auf die Beine stellen und mit soviel Engagement das Leserherz erfreuen. Außerdem gratuliere ich ganz herzlich zum 3. Platz bei dem, von der Stiftung Lesen verliehenen, 1. Deutschen Leserpreis in der Kategorie „Herausragendes individuelles Engagement“.

Bis zum nächsten Mal

Eure Vero

Wenn Träume wahr werden, erblüht das Herz …

… mein Abend mit Stephen King.  

Stephen King , der Meister des Horrors, und ich

Stephen King , der Meister des Horrors, und ich

Viele von euch werden es ja nun mittlerweile mitbekommen haben: Ich durfte tatsächlich und wahrhaftig, den einen und einzigen Stephen King treffen. Nicht nur aus der Ferne bewundern, wie das bei Lesungen großer Stars der Literaturszene so üblich ist, sondern ihm auf Augenhöhe begegnen, ihm die Hand schütteln und ihn erleben.

Seit Wochen habe ich mich auf den 19.11. 2013 gefreut: Stephen King kommt erstmals (ok, so ganz stimmt das nicht, er war ja tags zuvor schon in Ramstein) nach Deutschland, um hier zu lesen und dann auch noch nach München. Ganz klar, dass ich bei diesem Event dabei sein musste. Zusammen mit vielen anderen King Fans habe ich mich auf die Karten zur Lesung gestürzt und einfach nur dem Abend entgegen gefiebert. Und dann passierte das, was eigentlich nicht passieren kann: Der Heyne Verlag verloste Karten für ein Meet & Greet mit dem Meister des Horrors und ich gewann eine der Karten. Ganz ehrlich, so ganz begriffen habe ich das immer noch nicht, selbst jetzt – fast 24 Stunden später – stehe ich noch ziemlich neben mir. Man kann sich vorstellen, dass das Warten auf den ersehnen Tag mit jeder Minute länger wurde.

Aber endlich, endlich war er soweit. Ich würde nicht behaupten, dass ich an diesem Tag nervös gewesen bin. „Nervös“ beschrieb meinen Zustand noch nicht mal im Ansatz – überdreht, mit den Nerven am Ende und völlig gaga. Das trifft es schon eher. Manch einer mag das das jetzt überzogen nennen, aber es ist wie es ist. Ich habe den ganzen Tag regelrecht gezittert, kaum ein Handgriff hat gesessen und wenn ich für jedes Ding, dass ich auf den Boden fallen lassen habe ein bisschen Geld bekommen hätte, dann könnte ich wahrscheinlich vier Wochen unbezahlten Urlaub nehmen. 😉

Da ich in der Nacht von Montag auf Dienstag ständig geträumt habe, dass ich zu spät zur Lesung komme, bin ich am Dienstag dann natürlich besonders früh los gefahren, so dass ich am Ende fast eine Stunde zu früh da war. Die Fahrt in der Tram erspare ich euch jetzt: Nur so viel: die Leute um mich herum sind wohl ein bisschen wahnsinnig geworden, weil ich einfach keine Sekunde still sitzen konnte.

Das Meet & Greet

Stephen King signiert mein Buch <3

Stephen King signiert mein Buch ❤

Kurz vor 19 Uhr betrat ich – zusammen mit einigen anderen glücklichen Gewinnern – den Circus Krone durch den VIP Eingang. Dort wurde natürlich streng kontrolliert, Gästelistenabgleich inkl. Ausweiskontrolle. Im Foyer des Zirkusgebäudes bekamen wir dann unsere Ehrengast- Karten mit Zugangsberechtigung zu den vordersten Manegeplätzen und ein Namensschild, dass uns als Ehrengäste auswies. Allein das ist schon echt ein geniales Gefühl. Anschließend wurden wir von einer Mitarbeiterin des Heyne Verlags in den Backstage Bereich geführt. Dort wurden wir mit Getränken, leckeren Schnittchen (von denen ich leider vor Aufregung keines herunter gebracht habe, aber sie sahen echt gut aus) und einem Exemplar von „Doctor Sleep“ begrüßt.

Gemeinsam mit vielen anderen Menschen warteten wir Meet & Greet Teilnehmer an Stehtischen verteilt auf Stephen King. Zu meiner großen Freude (als wäre ein M & G mit dem König nicht genug) habe ich dort auch noch Wulf Dorn und Oliver Pötzsch getroffen und natürlich die Wartezeit für nette Gespräche mit vielen der Anwesenden genützt. Gespannte Erwartung lag in der Luft, immer wieder wanderten die Blicke der Gäste zu der Tür, durch die der Autor kommen sollte.

Dann endlich war es soweit: Stephen King betrat den Raum, leger im ausgebleichten T-shirt und Schlabberjeans. Auf unseren Begrüßungsapplaus reagierte er prompt mit einem kleinen Scherz und dann reichte er tatsächlich jedem Anwesenden zur Begrüßung die Hand. Es war richtig genial zu sehen, wie eine Welle glücklich grinsender Gesichter seinen Weg durch die Anwesenden begleitete. Und es war irgendwie allen Teilnehmern unmöglich das glückselige Lächeln aus dem Gesicht zu bekommen. Man hatte das Gefühl, dass jeder im Raum urplötzlich 10, 20 oder 30 Jahre jünger geworden ist – je nachdem wann man Stephen King verfallen ist. Ich jedenfalls fühlte mich wie ein kleines Mädchen dem jegliche Sprachfähigkeit abhanden gekommen ist. Wer mich kennt weiß, dass ich nicht auf den Mund gefallen bin, aber in diesen ersten Sekunden war es mir nicht möglich irgendetwas sinnvolles von mir zu geben. Das nette, fast väterliche Lächeln des Meisters nahm mir dann aber doch die Scheu und ich schaffte es immerhin ein „Pleasure to meet you“ zu stammeln. Klasse Vero – gleich so eloquent!

Bild 6

Denis Scheck im Gespräch mit Stephen King

Nach dieser großzügigen Begrüßungsrunde durften wir unsere Bücher signieren lassen – pro Person ein Buch. Nun, diejenigen unter euch, die wissen wie ich an meine Karte gekommen bin, die wissen auch, dass die liebe Jenny dafür leider von der Veranstaltung ausgeschlossen worden ist. Da wir nun – nach Aussage des Verlags – jeder nur ein Buch signieren lassen durften, habe ich beschlossen auf mein Exemplar zu verzichten und statt dessen für Jenny eine Signatur zu holen. Quasi als kleiner Trost für die herbe Enttäuschung. Zu diesem Zeitpunkt habe ich, Gott sei Dank, meine Sprachfähigkeit wieder gefunden und Stephen King erklärt für wen er das Buch signieren soll. Und scheinbar hat ihm meine Aktion gefallen: er hat nicht nur für Jenny eine ganz besondere Widmung ins Buch geschrieben, sondern auch ohne zu zögern mein eigenes Exemplar signiert! Und sich dann auch noch die Zeit genommen für Fotos zu posieren. Ja, er hatte schon recht: I am a lucky bastard! Spätestens ab diesem Moment schwebte ich in völlig anderen Sphären, weswegen auch meine Aufmerksamkeit bei der Lesung später ein bisschen gelitten hat.

Aber wie soll ich euch, die ihr ihn nicht erleben konntet – weder persönlich, noch auf der Bühne – diesen Mann, diesen Stephen King, diesen Menschen nun beschreiben? Er ist von durchschnittlicher Größe, trägt ausgewaschene Kleidung, das graue Haar ist leicht zersaust, seine Haltung gebeugt. Die Gesichtszüge entgleisen ihm manchmal, er besitzt wenig Mimik, er hinkt beim gehen und ist alles andere als schön. Er ist kein Mensch, den man eines zweiten Blickes würdigen würde, wenn er nicht Stephen King wäre. Das ist das, was man sieht, was auf den Fotos zu erkennen ist. In wie weit seine Haltung, die fehlende Mimik etc. nun dem schweren Unfall oder dem Alkoholmissbrauch zuzuschreiben sind, das wage ich nicht zu beurteilen. Es trägt sicherlich beides in hohem Maße zu seiner Erscheinung bei.

Aber dann ist da auch noch diese andere Seite, das was man nicht sehen, aber sehr wohl fühlen kann. Diese unglaubliche Kraft und Stärke die von ihm aus geht, die Art wie er mit einem spricht, die Art, mit der er seinen Fans zuhört, seine Schlagfertigkeit, der Witz, diese wirklich unerwartete Herzlichkeit, mit der er auf einen zugeht. Dieses WOW Gefühl und vor allem seine Normalität. Keine Starallüren, nichts.

Nein, Stephen King ist nicht schön, er ist unglaublich schön auf seine ganz ureigene Art, von der ich nicht geglaubt hätte sie je entdecken zu dürfen. Ich bin restlos begeistert und ich glaube meine Rezension zu Doctor Sleep wird eine sehr, sehr persönliche Sache. Beeindruckt hat mich auch seine Stärke im Bezug auf den Umgang mit seiner Krankheit – er spricht ganz offen über seine Abhängigkeit, über die Wege aus der Sucht (Doctor Sleep ist wohl seine Art diesen Weg zu verarbeiten) und ich bewundere ihn dafür, dass er die Stärke besessen hat, um Hilfe zu bitten, bevor es zu spät war. Ich bewundere ihn auch für seine Stärke zu diesen Fehlern zu stehen, sie nicht zu verharmlosen oder schönzureden und gleichzeitig niemanden zu belehren.

Die Lesung

Zur Lesung selbst möchte ich diesmal nur ein paar wenige Worte verlieren. Zum einen, weil an allen Ecken und Enden schon darüber berichtet wird, zum anderen weil es die ganze Sache auch Online zu sehen bzw. zu hören gibt. (z.B. Hier und Hier und Hier)

Der großartige David Nathan interpretiert eine Szene aus Doctor Sleep

Der großartige David Nathan interpretiert eine Szene aus Doctor Sleep

Erwähnenmuss ich aber natürlich Denis Scheck, der diesen Abend – bis auf einen kleinen Aussetzer – wirklich sehr souverän moderiert hat. Eine tolle Leistung ist vor allem die Übersetzung von Stephen Kings Antworten im Laufe des Interviews. Zum anderen ist da David Nathan, dessen Lesung einfach – gewohnt – großartig vorgetragen war. Wer nicht weiß, wer dieser geniale Sprecher ist, der möge sich doch einfach mal Doctor Sleep als Hörbuch zulegen. Gänsehaut garantiert. Stephen King jedenfalls hat es sichtlich genossen.

Und last but not least: Stephen King selbst. Schlagfertig, witzig, authentisch präsentierte sich der eigentlich publikumsscheue Bestsellerautor vor dem Münchner Publikum. Etwa 2500 Menschen lachten mit ihm, hingen an seinen Lippen und konnten kaum genug kriegen, von diesem charismatischen Mann. Vor allem seine Ehrlichkeit wirkte erfrischend, auch wenn er behauptete, dass man einem Autor nie glauben dürfe, was er sagt, weil er Lügen würde, sobald er den Mund aufmacht. Außerdem lobte er den Circus Krone als „schönsten Ort an dem er je gewesen ist“. „This is the god damn most beautiful place I’ve been“. Und obwohl man ihm ja eine gewisse Abneigung für moderne Techniken nachsagt, las er vom Ipad, das natürlich auch prompt nicht tat, was es sollte. Sein „Fucking Ipad“ mitten in einer beklemmenden Sterbeszene sorge für ungewollte Lacher. Wusstest ihr übrigens, dass Walt Disney die grusligsten Filme macht – da können Horrorgrößen wie Freddy Krüger und Co einpacken.

Am Ende gab es dann Standig Ovations für den King of Horror und man hatte das Gefühl, dass ihm die Tränen kamen ob so viel Emotionen, Freude und Begeisterung für seine Person. Er hat hier eindrucksvoll bewiesen, dass er den Rummel um seine Person wirklich nicht begreifen kann und genau das macht ihn nochmal so sympathisch.

An Deutschland faszinieren ihn übrigens Deutsches Essen, Schlösser und Autobahnen und da hatte Denis Scheck wohl recht, als er meinte, dass Stephen King da in Bayern im richtigen Bundesland angekommen ist. In diesem Sinne bleibt mir nur noch zu sagen: Kommen Sie bald wieder Mr. King! Und nur keine Scheu, weil Sie unsere Sprache nicht sprechen. Man versteht Ihr Amerikanisch ausgezeichnet!

Stephen King lauscht David Nathan.

Stephen King lauscht David Nathan.

Was bleibt mir jetzt noch zu sagen, außer danke? Ich werde diesen Tag sicher nie vergessen. Es macht die Welt nicht besser, es löst auch keine Probleme, aber mich persönlich hat das alles tief berührt. Danke Welt, dass ich das erleben durfte. Und wenn ich mal wieder zweifeln sollte, an meinem Leben, dann erinnert mich bitte an diesen Tag! Ich danke auch Stephen King dafür, dass er sich auf den weiten Weg nach Deutschland gemacht hat. Ich danke dem Team vom Krimifestival – Sabine und Andi, ihr seid großartig! – und dem Heyne Verlag für die Organisation. Und ich danke meiner persönlichen Glücksfee für dieses Erlebnis.

Fazit des Tages: Wenn ich gestern in den kleinen Laden „Needful Things“ gestolpert wäre, ich hätte nichts gefunden, was sich zu kaufen gelohnt hätte …  Das Dauergrinsen ist immer noch im Gesicht und während ich diese Zeilen getippt habe, konnte ich den gestrigen Abend endlich ein bisschen verarbeiten und begreifbar machen.

und für mich

und für mich

Signatur für Jenny

Signatur für Jenny

Buchmesse Part 2 – Interviews

Liebe Freunde,

Nun hattet ihr gerade einen Tag Zeit um euch von meinem Monsterbericht zu erholen, da haue ich euch schon den nächsten Messebericht um die Ohren! Ich bin aber noch zuversichtlich, dass er nicht ganz so lang wird! 😉 Heute gibt es von mir nämlich nur noch die Zusammenfassung einiger Gespräche und Interviews, die ich aus Gründen der Übersichtlichkeit ausgelagert habe. Stürzen wir uns also voller Elan noch einmal in den Messetrubel und beginnen mit dem Mittwoch und mit Elke Pistor.

Elke Pistor

Kaum am Stand angekommen wurden Bianca und ich von Elke herzlich begrüßt und natürlich auch gleich dem Verleger Ralf Kramp vorgestellt. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön für dein Lob Elke, aber auch an den KBV Verlag für die herzliche Einladung zum Kaffee! Das war wirklich der perfekte Start für eine Messe – gemütlich Koffein zu sich nehmen auf DER Krimi-Couch!  (Leider kein Foto -.-)

Elke Pistor und ich am KBV Stand

Elke Pistor und ich am KBV Stand

Nachdem wir der Buchpräsentation zu „Trattoria Finale“ von Guido M. Breuer und Patrick P. Panahandeh gelauscht haben und dabei gut verköstigt wurden – mit Kaviar! – wurde aber auch endlich geplaudert, z.B. über „Kraut und Rübchen„, den aktuellen Landkrimi von Elke, der gerade im emons: Verlag erschienen ist. Mit diesem Buch begibt sich Elke auf neues Terrain, sie wagt den Versuch einen humorvollen Krimi zu schreiben. Ob und wie ihr das gelungen ist erfahrt ihr demnächst hier, sofern die liebe Post es schafft mir dieses Buch zuzustellen … Daumen dürfen gern gedrückt werden. Aber Elke löst sich nicht gänzlich von ihren Wurzeln, denn auch dieser Roman ist theoretisch irgendwo in der Eifel verortet, spielt aber – im Gegensatz zur Reihe um die Kommissarin Ina Wenzel – in einem fiktiven Ort. Besonders schön finde ich, dass sie ihrem kürzlich verstorbenen Kater Herr Bert mit diesem Roman ein Denkmal setzt! Wie? Na, das findet ihr am Besten selbst heraus indem ihr das Buch lest.

Außerdem findet man eine Kurzgeschichte von Elke Pistor in der aktuellen „Tatort Eifel“ Anthologie, die vom KBV Verlag in Zusammenarbeit mit dem „Tatort Eifel Krimifestival“ herausgegeben wird. Das besondere an dieser Anthologie ist, dass die jeweiligen Autoren zu ganz realen Menschen fahren, die sich darum beworben haben eine Rolle in einem Krimi spielen zu dürfen, und dann um diese Personen und ihrer Arbeitsplätze herum eine Geschichte konstruieren.

Interessiert hat uns natürlich auch, wie Elke ihre Bücher schreibt. Planlos drauf los, oder doch mit Konzept und strenger Disziplin? Ganz klar: Letzteres. Da wird vorab viel konzepiert, Post-Its in verschiedenen Farben – geordnet nach Figuren, Handlungssträngen etc. – werden an Wände tapeziert und dann geht es ans Schreiben. Am Ende bleibt dann eine leere Wand übrig, die Zettel landen im Müll und auf dem PC tummelt sich ein neuer, fertiger Roman.

Am Schluss hat uns Elke noch verraten, dass sie schon wieder fleißig an einem neuen Projekt arbeitet, an Teil 4 ihrer bekannten Eifel-Krimi Reihe. Und vielleicht gibt es ja auch noch eine Fortsetzung von „Kraut und Rübchen“?

Kurz möchte ich noch erwähnen, dass der KBV Verlag wirklich tolle Anthologien herausbringt, z.B. eine für das stille Örtchen „Mördchen fürs Örtchen“ (die wird noch ganz sicher bei mir einziehen) und – ganz besonders witzig – „Küche, Diele, Mord“, eine Krimianthologie über Morde vom Keller bis zum Dachboden! Dieses Buch MUSS man in den Händen gehalten haben, denn das Cover ist ein ganz besonderes Schmankerl, auch wenn der Effekt bei den Fotos leider nicht so deutlich wird!

Sina Beerwald

Wie in meinem vorherigen Artikel schon angekündigt, hatte ich auch die Freude ein kleines, nicht ganz kurzes Gespräch mit Sina Beerwald führen zu dürfen. Ich danke auch dir an dieser Stelle nochmal ganz herzlich dafür, dass du dir die Zeit genommen hast und dich auf mich und meine Fragen eingelassen hast.

Sina Beerwald und ich am Stand von emons:

Sina Beerwald und ich am Stand von emons:

Zu diesem Interview hat es mich an den Stand des emons: Verlag verschlagen, wo ich wiederum mit sehr köstlichem Kaffee bewirtet wurde. In Anbetracht der Plörre die man auf der Messe käuflich erwerben kann (sorry) verstehe ich vollkommen, dass die Verlage ihre eigenen Maschinen dabei haben. Ich hätte es ohne den regelmäßigen Koffeinschub wirklich trinkbaren Kaffees sonst wahrscheinlich nicht geschafft 5 Tage durchzuhalten. *lach* Nach einer lockeren Plauderei über dies und jenes, Bücher und den Messestress ganz allgemein, durfte ich Sina dann noch mit ein paar Fragen löchern.

Zuerst wollte ich wissen, warum sie die Strapazen der Messe auf sich genommen hat. Das ist auch eigentlich ganz schnell gesagt: Sina freut sich darauf Leser, Blogger, Freunde, Verlagsmitarbeiter … zu treffen, neue Bücher zu entdecken und sich mit Autorenkollegen auszutauschen. Außerdem empfindet sie den Besuch auf der Messe als eine Art „Demutsgang“. Nicht nur, dass man sieht was manche Autoren erreicht haben, sondern auch das Wissen darum, dass man „einer von vielen ist“, eine Art Lektion um nicht abzuheben. Aber so wie ich Sina Beerwald kennen lernen durfte besteht da – meiner Meinung nach – bei ihr keine Gefahr.

Sie ist eine wirklich sehr sympathische, herzliche Person mit der ich mich gerne und gut unterhalten habe.

Allerdings bin ich – gerade bei Autoren die ich gerne lese – natürlich immer neugierig, ob ich mich bald auf ein neues Buch freuen kann. Und auch diesmal gibt es eine erfreuliche Nachricht: Die Arbeiten an zweiten Psychothriller sind abgeschlossen, das Erscheinungsdatum steht allerdings leider noch nicht fest. Aber, ich halte euch natürlich auf dem Laufenden, wenn sich daran etwas ändert!

Außerdem freue ich mich, euch erzählen zu dürfen, dass die Verträge für einen zweiten „Möwenkrimi“ unterzeichnet worden sind. Man darf also gespannt einer Fortsetzung der humorvollen Geschichte entgegensehen. „Mordsmöwen“ ist auf der Messe sozusagen bei mir eingezogen und ich freue mich schon darauf die komischen Vögel kennen zu lernen und bei ihren Ermittlungen zu begleiten!

Mit meiner letzten Frage habe ich Sina ein bisschen aus dem Konzept gebracht. Ich wollte gerne von ihr wissen, auf welche Frage sie gerne mal antworten würde, welche Frage ihr noch nie gestellt wurde, die sie aber unbedingt einmal hören möchte. Nach reiflicher Überlegung – oh ja, sie hat laaaange nachgedacht *g* – ist ihr dann aber, im Bezug auf den aktuellen Syltkrimi, doch noch etwas eingefallen. Die Frage auf die sie wartet lautet: „Können wir dieses Buch verfilmen?“, denn sie hatte beim Schreiben des Buches wirklich das Gefühl, dass in ihrem Kopf ein Film abläuft und die ganze Handlung sozusagen bildlich vor sich gehabt. Liebe Sina, ich drücke dir die Daumen, dass die Frage ganz bald kommt! 😉

Bloggertreffen bei dotbooks

Ein weiterer Höhepunkt der Messe, bei dem es zu vielen interessanten Gesprächen gekommen ist, war das Blogger-Treffen bei dotbooks. Das gesamte Team stand uns, nach einer kleinen Vorstellungsrunde, Rede und Antwort und hat sich von neugierigen Leserinnen löchern lassen. Zusammen mit Aygen und Alex vom Bücherkaffee habe ich mir Herren Sonderhüsken geschnappt und ihm viele Fragen gestellt, zum Verlag, zum Verlagsprogramm, …

Ich wollte z.B. wissen, ob dotbooks ein reiner E-book Verlag bleiben wird. Ganz zu Beginn stand ja die Printoption eines Buches noch im Raum. Herr Sonderhüsken hat uns erklärt, dass man sich entschieden hat nur E-books zu veröffentlichen, da der Arbeitsaufwand, Manuskripte nicht nur als eBook zu konvertieren, sondern auch noch professionell für den Buchdruck setzen zu lassen, für einen kleinen Verlag wie dotbooks ein zu großes zusätzliches Arbeitsvolumen ist. Man ist bei dotbooks der Meinung, dass ein Leser, wenn er ein gedrucktes Buch kauft, ein Recht auf vernünftige Verarbeitung hat. (Dem kann ich mich nur anschließen) Daher wurde beschlossen sich auf das Gebiet zu konzentrieren, dass der Verlag am besten kann: Auf die Herstellung qualitativ hochwertiger E-books, bei denen man Spaß am Lesen hat. dotbooks bemüht sich aber die Druckrechte der Bücher an andere Verlage zu kaufen und in einigen Fällen hat dieses Prinzip auch schon geklappt!

Bei dotbooks mit Aygen, Alex und Herrn Sonderhüsken

Bei dotbooks mit Aygen, Alex und Herrn Sonderhüsken

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich die dotbooks Bücher bisher ein bisschen auf das Spannungsgenre beschränkt gesehen habe. Herr Sonderhüsken war so freundlich mich darüber aufzuklären, dass meine Einschätzung da nicht ganz richtig ist und ein Blick auf das Verlagsprogramm bestätigt seine Worte natürlich: Von humorvollen Büchern, historischen Romane und Erotik über Gegenwartsliteratur bis hin zu Guter Unterhaltung – landläufig bekannt als Frauenromane oder Liebesromane, ist alles vertreten. Einzig die Kinder- und Jugendbuch Abteilung ist noch nicht so groß aber genau an diesem Punkt wird derzeit aktiv gearbeitet. Bücher zu bekannten Fernsehserien wie „Haus Anubis“, „Hotel 13″oder „Schloss Einstein“ sind schon im Programm oder kommen demnächst. Darum herum sind Jugendbücher für das Lesealter 12 – 14 Jahre und aufwärts geplant.

Gerade für Autoren ist es natürlich interessant zu erfahren, wie denn die Chancen stehen veröffentlicht zu werden. Dazu hat uns Herr Sonderhüsken verraten, dass wöchentlich etwa 40 unverlangte Manuskripte eingereicht werden, Maximal 4 davon kommen in die engere Auswahl kommen. Zusätzlich zu diesem Manuskriptstrom kommen noch die Bücher, die über Agenturen eingereicht werden. Die Mehrzahl der verlegten Bücher kommt auch über diesen Weg. Der Verlag hat – im Bezug auf die Veröffentlichung eines Romans – entschieden, dass sie nur solche Manuskripte aufnehmen wollen, die das ganze Team begeistern können, um zu gewährleisten, dass auch wirklich der ganze Verlag hinter einem Titel steht und alle mit dem nötigen Eifer und vor allem Spaß bei der Arbeit sind.

Eine witzige Anekdote zum Thema „eingereichte Manuskripte“ gab’s dann auch noch: Ein Autor hat per Mail angefragt, ob der Verlag Lust auf 70 Bücher hätte. Herr Sonderhüsken war so mutig zu antworten, dass er daran Interesse hätte, wenn der Autor denn tatsächlich 70 Bücher geschrieben hat. Tja, er hatte … 😉 Wer genau das war hat er uns leider nicht verraten, aber es klang so, als hätte dieser Schritt zum Erfolg geführt.

Unser Gespräch war zwar noch viel, viel länger und wir haben viel Gelacht, aber ich denke (und hoffe) ich habe die wichtigsten Sachen herausgefiltert. An dieser Stelle möchte ich mich auch noch einmal bei Herrn Sonderhüsken für die Zeit bedanken und bei Aygen und Alex für das Aufnahmegerät! 🙂

Und zum Schluss …

Natürlich könnte ich jetzt noch deutlich mehr schreiben, da ich ja überall und an allen Ecken Gespräche geführt habe, aber irgendwann muss auch mal Schluss sein. Und genau da sind wir jetzt – also ich bin es jedenfalls – am Ende nämlich. Weil ich es aber bei meinem ersten Beitrag vergessen habe, möchte ich doch noch eine Messebegegnung hier nachreichen: Ich hatte das Glück Sven Hannawald, eines meiner Idole aus Kindheitstage, zu treffen und er war so lieb sich mit uns ablichten zu lassen und ein paar Takte zu plaudern. Für mich war das ein wirklich tolles Erlebnis, weil ich mich noch zu gut daran erinnern kann, wie ich gebannt vor dem Fernseher saß, um seine Sprünge zu verfolgen, wie ich gefeiert habe, als er die 4-Chancen Tournee als erster (und ich glaube bis Dato einziger) Springer mit 4 Siegen gewonnen hat und wie tief mich damals sein seelischer Absturz getroffen hat. Auch wenn ich sonst kein Freund von Biographien bin, bzw. wenig dafür übrig habe, dass jeder noch so kleine Promi meint ein Buch über sich uns sein Leben herausbringen zu müssen, seines werde ich definitiv kaufen!

Sven Hannawald mit Carolin Wahl

Sven Hannawald mit Carolin Wahl

Und damit verabschiede ich mich nun von euch in ein arbeitsreiches Wochenende. Ab nächster Woche gibt es dann auch wieder regelmäßig Rezensionen, aber für ein paar Tage möchte ich die beiden Messeartikel doch oben stehen lassen, in der Hoffnung, dass sie auch gelesen werden.

Eure Vero

Monsterbericht: Buchmesse Frankfurt 9.10. – 13.10.2013

Frankfurter Buchmesse 9. – 13. Oktober 2013

Wow, kaum habe ich mich daran gewöhnt meine Tage auf der Messe zu verbringen, schon ist sie wieder vorbei. Anders als im letzten Jahr konnten meine Vorbereitungen dieses Jahr schon recht früh beginnen und ich erspare euch lieber die Strapazen und den Stress der letzten Wochen und komme gleich zum Wesentlichen. Aber – und das ist nun wirklich die große Frage – womit fange ich an? Erzähle ich euch in chronologischer Reihenfolge, was ich gemacht, getan, gesehen habe (soweit ich das noch weiß), oder fange ich mit all den großartigen Menschen an, die ich treffen durfte? Oder mit den Interviews und zumeist kurzen, aber tiefgründigen und interessanten Gesprächen, die geführt wurden? Oder lasse ich Bilder sprechen, ergänze gelegentlich ein paar erklärende Worte und verlasse mich ansonsten darauf, dass es schon genügend andere, ausführliche Berichte zur Messe geben wird? Nein, ganz anders. Ich erzähle einfach alles, irgendwann, irgendwie, wie es mir in den Sinn kommt, aber zumindest ein bisschen nach Messetagen sortiert. Ihr findet übrigens (fast) alle Autoren, Blogger und Verlage in meinem Bericht verlinkt. Traut euch ruhig dort überall zu stöbern. 🙂

Und ganz am Anfang meiner Reise steht (nach dem Aufstehen um 4:30) die liebenswert verrückte Grinsekatze Bianca vom Team Literatwo, mit der ich mir ein Zimmer teilen durfte. Neben Josfine Gottwald und Carolin Wahl (zwei Autorinnen) hat sie mir die Messezeit versüßt, mit mir die Stände unsicher gemacht und wir haben uns großartig unterhalten. An dieser Stelle geht mein ganz besonderer Dank an „mein“ Buchmesseteam:

 

Ihr seid die besten

Ihr seid die besten, größten, verrücktesten, vibrierendsten, standhaftesten Colatrinker der Welt 😀

Mittwoch

Natürlich habe ich Bini auch gleich zu meinem ersten Gespräch mit genommen: Elke Pistor, eine wunderbare Autorin tiefgründiger Regionalkrimis, die Ernsthaftigkeit und Humor in sich vereinen, durfte ich bereits letztes Jahr auf der Messe kennenlernen. Um so größer war meine Freude sie auch dieses Jahr wieder zu treffen. Gerade ist ihr neuer Landkrimi „Kraut und Rübchen“ im Emons Verlag erschienen und natürlich haben wir ein bisschen geplaudert, über sie, das neue Buch, Anthologien, Tatort Eifel und den KBV Verlag. Dort wurden wir nämlich großzügig mit leckerem (wirklich leckerem!) Kaffee bewirtet, durften den Verleger Ralf Kramp sowie einige andere Autoren des Verlags kennen lernen und konnte den Messestress gemütlich auf der Couch im Stand beginnen. Direkt gegenüber hatte der CW Niemeyer Verlag seinen Stand und zu meiner großen Freude hat es diesmal geklappt Nané Lénard persönlich zu treffen und kurz zu plaudern.

Thomas Zorbach in Aktion

Weiter ging es mit Bini über die Messe und nachdem wir von Anna Schneider (auch eine wirklich sympathische Frau, die ich gerne kennen gelernt habe) und der Geschichtenagentin aufgehalten worden sind (*g*) sind wir doch glatt noch Elisabeth Büchle in die Arme gelaufen, einer Autorin von der ich bis zu dem Zeitpunkt – wie ich zu meiner Schande gestehen muss – noch nichts gehört habe, deren Bücher mich aber nun wirklich neugierig gemacht haben. Ein bisschen hier einem Gespräch lauschen, ein bisschen Bücher lesen, ein bisschen stöbern. Natürlich erstmal meine Haus und Hof Verlage 😉 Rowohlt und Fischer unsicher machen und Messeluft schnuppern. Die ersten Stunden waren recht entspannt. Nach einem Treffen mit einem Freund habe ich den Nachmittag dann gemütlich am Stand von Feder & Schwert ausklingen lassen, zusammen mit Oliver Hoffmann und Oliver Graute, den beiden genialen Verlegern. Ganz ehrlich – sind die Cover dieses Verlags nicht unglaublich? Ich liebe sie! Außerdem kann man dort immer was erleben – zum Beispiel Thomas Zorbach in Aktion. Aber was für eine clevere Marketingstrategie sich der Kopf von vm-people hier ausgedacht hat, das wird natürlich nicht verraten. STRENG GEHEIM! 


Nach der Messe ging es noch mit Thomas zur Deat-Book Lesung von Andreas Winkelmann und Gregor Middendorf, dem Regisseur der im Buch integrierten Videos. Eine wirklich schockierende Sache, wenn der lieber Autor so ganz unverblümt aus dem eigenen Leben erzählt! *g* Nein, nicht aus seinem. Aus meinem! Passt ja aber auch wieder super zum Buch. Immerhin gab’s danach noch ein leckeres Essen mit einem Teil der Deathbooks Crew und zwei sympathischen Mitarbeitern aus dem Hause Rowohlt. Anschließend habe ich fix die liebe Carolin Wahl vom Bahnhof abgeholt und der erste Abend in unserem Hostel-Zimmer konnte beginnen. Und wenn ich euch jetzt erzähle, dass wir bis ungefähr 2 Uhr morgens gegackert haben, wie Siebtklässlerinnen im Schullandheim, dann müsst ihr mir das einfach glauben. Irgendwie hatte ich fast damit gerechnet, dass irgendwann ein Lehrer an die Tür klopft und um Ruhe bittet. 😉

Donnerstag

Viel zu schnell war die erste Nacht vorbei (kein Wunder) und am nächsten Tag ging es pünktlich um 9 zum Frühstück mit der lieben Gundel Limberg. Dabei habe ich endlich auch ein paar wirklich schöne Ecken von Frankfurt zu Gesicht bekommen und ganz in der Nähe des Goethe-Hauses gab es ein gesundes Frühstück in gemütlicher Atmosphäre. Um kurz vor 11 waren wir dann wieder auf der Messe und der Tag verging mit Gesprächen und Treffen. Jede Menge Blogger habe ich in den Weiten der Messehallen gefunden, die Lesung von und mit Arno Strobel besucht (ich war ja schließlich nicht zum Vergnüngen auf der Messe, sondern um zu arbeiten :D) und zumindest ein paar Minuten mit der Bestsellerautorin Corina Bomann gequatscht! Dabei hat sie mir dann voller Freude ihr neustes Buch überreicht – die Samuraiprinzessin – und ich habe mich wirklich sehr, sehr, sehr über dieses Geschenk gefreut. Leider war die Zeit für ein Treffen dieses Jahr sehr knapp bemessen, aber liebe Corina, in Leipzig holen wir das nach! Mag sein, dass das jetzt irgendwie komisch klingt, aber es gibt einfach Menschen, da stimmt die Chemie und Corina ist so ein liebenswerter, natürlicher Mensch, dass man sie einfach gern haben muss! Außerdem wissen wir ja, dass ich wirklich ALLES von ihr lese – sie könnte mir sogar beschriebenes Klopapier unter die Nase halten 😀

Auf der Party mit Aygen und Alex

Auf der Party mit Aygen und Alex

Dieses Jahr ist es mir auch endlich gelungen den sympathisch-komischen Claus Vaske (Toter geht’s nicht, Fischer Verlag) persönlich kennenzulernen, nachdem wir nun seit mehr als einem Jahr online kommunizieren. Ich bedanke mich bei dir für die schöne Zeit, die wir auf der Messe hatten und für deine Geduld mit uns zwei Mädels. 😉 Auch er ist eine wirklich interessante Persönlichkeit und von ihm wird im Laufe des nächsten Jahres ein weiteres Buch erscheinen. Ihr dürft also noch ein Weilchen gespannt bleiben, bis ich euch sein neustes Werk und ihn selbst ein wenig näher vorstelle. Bis dahin (REZENSION) lesen! Außerdem ist es mir gelungen am Donnerstag Frau Jones (liebe Blogger, ihr kennt sie bestimmt alle), Leitung der Abteilung Onlinemarketing und Social Media von Rowohlt, in einer kurzen Pause zu treffen. Es ist mir immer wieder in Vergnügen dich zu sehen liebe JJ und ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch in Reinbek! 🙂

Den Abschluss des Messetages bildete dann die Verleihung des Virenschleuderpreises. Der Gewinner in der Kategorie „Persönlichkeit“ Lars Fischer mit seiner „catch the kidney“ Kampagne hat mich sehr gefreut, bei den anderen beiden Kategorien sind meine Favoriten leider leer ausgegangen, aber natürlich gratuliere ich der Agentur Brandsatz und dem Frohmann-Verlag ganz herzlich und freue mich schon auf’s nächstes Jahr.

Das Highlight des Tages war natürlich die legendäre Droemer Knaur Party! Ihr wart da noch nie? Tja … Nein, im Ernst: Auf dieser Party findet man einfach alles was irgendwie Rang und Namen hat, gerne Rang und Namen hätte oder hofft vielleicht irgendwann mal Rang und Namen zu haben (also jemanden wie mich). Vom kleinsten Verlagsmitarbeiter, über Blogger bis hin zu den Autoren sind alle vertreten. Diese Party muss wirklich legendär sein, denn die Karten sind begrenzt, aber begehrt und alle wollen hin! Wir waren da, es war klasse – Flying Buffet, kostenlose Getränke, ein DJ, zwei „Bands“ jede Menge Spaß und .. nein halt STOP. Was auf so einer Party passiert bleibt definitiv auf so einer Party! Aber ich habe mich riesig gefreut dort zufällig über die Damen vom Bücherkaffee zu stolpern – Alex und Aygen- zwei außergewöhnlich tolle Bloggerinnen, Yvonne Keller und Michaela Gruenig kennen zu lernen und viele, viele andere Menschen  deren Namen mir jetzt einfach wieder entfallen sind. Sorry! 

 Freitag

Ich gebe zu, am Freitag wurde es langsam aber sicher anstrengend morgens das Bett zu verlassen, aber natürlich habe ich mich nicht aufhalten lassen und mich pünktlich um 10 wieder ins Messegetümmel gestürzt. An diesem Tag kam es auch gleich zum Treffen mit der unglaublich witzigen Sina Beerwald, einem kleinen Gespräch, dass ein bisschen länger wurde als geplant und für euch gibt es nun brandheiße Neuigkeiten: Es wird einen zweiten Teil von Mordsmöven, dem aktuellen humorvollen Krimi – geben. Diese Info gab es für mich quasi noch bevor die Tinte auf dem Papier richtig getrocknet war. Ich freue mich jetzt auf mein signiertes Exemplar von Mordsmöven und ich wette, dass ich dann Teil 2 kaum noch erwarten kann. Was Sina sonst noch so erzählt hat, das erfahrt ihr in einem gesonderten Bloggbeitrag, in dem ich all meine Interviews und Miniintervies nochmal extra zusammenfasse. Ansonsten würde es wohl echt den Rahmen den sprengend (tut es ja eigentlich eh schon).

Anschließend ging es in großer Runde – und mit groß meine ich RIESIG über die Messe: Katja Piel, Mel Döring, Michaela Harich, Sina Müller, Andi Biel, Carolin Wahl, Nadine Schäfer, Jo Jansen, Michaela Grünig, Jana Oltersdorff und und und … mein Gott, wir waren so viele, dass ich nicht mal mehr weiß wer eigentlich da war, wer wann gegangen ist und wann gekommen. Aber es war ein Fest, so viele fröhliche, liebenswerte Menschen. Das klingt hier alles ein wenig trocken, das weiß ich und trotzdem müsst ihr daran teilhaben 😀 Ich jedenfalls hatte viel, viel Spaß und bin einfach glücklich, dass so viele OnlineFreunde, so viele Menschen deren Namen man in Gruppen und auf FB Seiten ständig liest, nun endlich ein Gesicht haben. Später gab es dann noch ein kleines Blogger-Treffen am LYX Stand, wo ich unseren Blogger-Pressekontakt kurz getroffen habe. Mit ihr und einem Verlagsautor habe ich dieses Jahr auch noch ein bisschen was vor. Und ihr dürft mal wieder ratlos, aber hoffentlich gespannt, der Dinge harren die da kommen. Abends wollte ich eigentlich noch zur Lesung mit Jussi-Adler Olsen, aber leider hat mein Kreislauf sich gegen 16 Uhr von mir verabschiedet und so einen Teil meiner Pläne etwa zunichte gemacht. Gott sei Dank hat selbiger mich im Hostel wieder gefunden, und so konnte ich den Abend noch ganz ungezwungen mit Caro, Michaela, Alex, Aygen, Katrin uva…. verbringen, bevor es dann – wie in den Tagen zuvor – weit nach Mitternach Zeit fürs Bett war. Glaubt mir, das Gegacker aus unserem Zimmer war wahrscheinlich noch bis ins Erdgeschoss zu hören und wir waren im sechsten! Stock. Ich weiß, ich wiederhole mich – aber das Zimmer mit meinen drei Mädels zu teilen, war das Beste was mir passieren konnte (und damit möchte ich nun wirklich niemanden verletzten, also bitte nicht falsch verstehen), aber wir vier haben so wunderbar harmoniert, ständig über die selben Witze gelacht, die selben doofen Gedanken gehabt, gleichzeitig die gleichen blöden Sprüche rausgehauen … Das hat einfach perfekt gepasst und ich vermisse euch drei wirklich jede Sekunde!

 Samstag!

Timothy Sonderhüsken und ich

Timothy Sonderhüsken und ich

Und auf einmal war es schon Samstag. WAS? Echt? Ok, ihr werdet wahrscheinlich schon vor dem Bildschirm hängen und beten, dass ich endlich zum Ende komme, aber sorry – zwei Tage müsst ihr noch schaffen! Und der Samstag hatte es echt in sich. Mittlerweile fast, FAST am Ende der Kräfte ging es zum ersten Publikumstag auf die Messe … und ich habe mir direkt gewünscht, dass wieder ein Fachbesuchertag wäre. Sooo viele Menschen. HILFE! Aber jammern hilft nix und um 10 Uhr startete ich den Tag mit einem Blogger-Treffen bei dotbooks. Oh, es war großartig. Wir wurden super lieb vom gesamten Verlagsteam empfangen, ich habe Alex und Aygen und diverse andere Blogger wiedergetroffen, ein paar neue kennengelernt und hatte Gott sei Dank auch die Gelegenheit mich mit dem sehr charmanten (*Augenzwinker* Sie wissen schon warum!) Herrn Sonderhüsken zu unterhalten, der mich – zu meiner absoluten Überraschung – tatsächlich wiedererkannt hat, obwohl wir uns letztes Jahr auf de Messe kaum drei Minuten unterhalten haben. Balsam für die Seele! Natürlich durfte der gute Mann mir Rede und Antwort stehen und das Ergebnis dieses Interviews gibt es – wie vieles andere – in einem gesonderten Messeartikel. Jedenfalls war es sehr spannend, sehr informativ und wirklich gut für’s Ego *g* Nach einem entspannten Shooting mit Alex, Aygen, Sina und Andi ging es dann ab zum Lovelybooks Treffen mit …ach ich spare mir das jetzt echt – es waren einfach wieder alle da – einschließlich Kai Meyer, Karla Paul und Marcel Koch, die ich auch in den Tagen zuvor schon gelegentlich gesehen habe.

Vom LB-Treffen führte mich mein Weg weiter in Halle 8, zu den Internationalen Verlagen. Dort wartete, neben den Vertreter von Chicken House Deutschland, der charismatische Barry Cunningham auf uns, Verleger und Gründer von The Chicken House UK,  Entdecker von J.K. Rowling und Harry Potter sowie einigen anderen Bestsellerautoren. Der Mann hat eindeutig ein Händchen für Autoren, ist absoluter Fan der Bloggerszene und ich kann nur sagen, dass wir in „England“ sehr herzlich aufgenommen wurden: Englisches Gebäck, Tee, Wasser, Kekse, Saft, Pralinen, … Wahnsinn! Außerdem haben wir viele tolle Sachen erfahren, durften ein lustiges englisches Partyspiel spielen und am Ende gab es dann für jeden der etwa 40 anwesenden Blogger noch ein Geschenk, nämlich ein Buch das Ende November in Deutschland erscheint. Ich war ganz angetan von der familiären Atmosphäre, der Herzlichkeit und Offenheit!

Nach diesem lustigen Event kam es dann zu einem Treffen, auf das ich mich persönlich schon sehr gefreut habe. Timo Kümmel, ein begabter Illustrator holte mich vom Stand ab und wir schlenderten gemeinsam über die Messe. Wie jetzt? Ihr kennt Timo nicht? Das kann ich kaum glauben, ich wette, dass die Meisten von euch irgend einen Kümmel im Regal stehen haben. 😉 Er ist wirklich ein begnadeter Künstler und ein absolut lieber Mensch. Es freut mich sehr, dass er beim Deutschen Phantastik Preis den zweiten Platz in der Kategorie „Bester Grafiker“ erreicht hat. Wir hatten eine großartige Zeit auf der Messe und Timo ist einer der Gründe weswegen ich nächstes Jahr unbedingt auch mal nach Leipzig muss! Nach dem Treffen ging es noch für einen sehr, sehr kurzen Sprung zu Inge Löhnig (die hier eigentlich ums Eck wohnt, aber bei der ich es nie schaffe, auf eine Lesung zu gehen – Asche über mein Haupt) und vor dort direkt zum Meet and Greet mit Arno Strobel. Wie einige von euch wissen betreue ich ja seine Facebook -Fan Seite und daher war dies natürlich ein Pflicht-Termin für mich. Um so mehr hat es mich gefreut dort viele,viele, viele, viele meiner lieben Facebookfreunde endlich persönlich kennenlernen zu dürfen u.a. Katja Kaddel Peters, die hier gelegentlich Rezensionen postet und der ich mit meinem Blog eine kleine Plattform für ihre Buchbesprechungen biete. Neben Kaddel waren da auch noch Bettina, Susi, Ela, Monika, Natalie und viele, viele andere. Sorry, wenn ich hier nicht jeden erwähnen kann.

Nach dem Meet and Greet, bei dem auch Dominik Meißner anwesend war und auch gleich eine kleine Vorführung seiner Falt-Kunst zum Besten gegeben hat, musste ich direkt zum nächsten Termin, dem Gespräch mit Oliver Kern, dessen Buch im Dezember bei LYX erscheinen wird. (Ja, ich hab da vorher schon was angedeutet). Auch ihn kenne ich nun schon eine ganze Weile online, lange bevor irgendwer damit rechnen konnte, dass er bei einem großen Verlag veröffentlichen wird und umso mehr freut es mich natürlich, dass ich sein Buch im Dezember vorstellen darf.

Samstag Abend war es dann Zeit auch einen guten Freund aus Frankfurt zu treffen und ich weiß, dass ich nie wieder Prosecco werde bestellen können, ohne einen Lachanfall zu kriegen. Warum?

Ich: Ich hätte gerne einen Prosecco
Die Bedienung: Also eine Cola?
Ich: Nein, einen Prosecco.
Die Bedienung: Also eine Cola?
Ich: Nein, einen Prosecco.
Die Bedienung: Also eine Cola?
Ich: NEIN! Einen Prosecco! SEKT!
Die Bedienung: Achso, ja, das kenne ich. Das haben wir auch.
Ich: Dann hätte ich da gernen einen.

Aber wenigstens hatte die gute Frau Humor – ich habe nämlich beim zweiten Glas „Noch so eine Cola“ bestellt und dann doch noch ein Glas Prosecco bekommen. 😉 Den Abend habe ich dann mit Bini und Josi an der Hotelbar ausklingen lassen … Oh nein, ihr wollt nicht wissen worüber wir geredet haben. Und ich werde es euch auch nicht erzählen … 😉

 Sonntag

Oha. Schon Sonntag. Egal wie anstrengend die vorangegangen Tage gewesen sein mögen, der letzte Tag kam viel zu schnell. Geplant hatte ich aber nicht mehr viel. Ein kurzer Treffe mit Arthur Gordon Wolf, ein bisschen bummeln mit Bini, Josi und Steve, EIN Buch beim Rowohlt Verlag kaufen und natürlich die Signierstunde mit Daniel Kehlmann, dessen aktueller Roman „F“ in meinen Augen ein Meisterwerk ist. So voller Witz, Esprit, Charme, so klug und … ach, lassen wir das. Die Rezi kommt bald. Jedenfalls war ich ein bisschen nervös, aber der gute Mann war sehr, sehr, sehr nett und freundlich und ich bin jetzt stolzer Besitzer eine siegnierten Kehlmann! YEAH! Danach war noch ein bisschen Bummeln angesagt, man hat das ein oder andere bekannte oder auch neue Gesicht gesehen und gegen 17 Uhr fuhr der Zug nach Hause – mit einem lachenden und einem weinenden Auge ging es zurück in die Heimat. Was mir jetzt noch bleibt ist zu sagen, dass ich mich auf das nächste Jahr freue, dass ich es irgendwie möglich machen werden, dass ich irgendwie dabei sein werde. Ich will auch unbedingt nach Leipzig und ich habe wieder einmal festgestellt: Mein Leben ohne Bücher wäre kein Leben, mein Leben ohne die Menschen, die Freunde, die ich dadurch gewonnen habe, wäre kein Leben. Und ich bin unendlich dankbar, dass es jeden von euch gibt! Und jetzt, jetzt habe ich doch ein paar Tränen in den Augen, bin glücklich und gleichzeitig traurig. Auf Wiedersehen Frankfurt – bis zum nächsten Mal!

Ganz zum Schluss gibt es noch ein Foto meiner Messeschätze – Ausbeute will ich es nicht nennen, weil mich jedes Buch gefreut hat, weil es mich stolz und glücklich macht, wenn mir Verlage und Autoren ihre Bücher anvertrauen und weil ich jeden einzelnen Schatz mit dem Respekt behandeln möchte, den er verdient.

Neues und noch neueres von der Messe :)

Neues und noch neueres von der Messe 🙂

Ich verzichte diesmal darauf hier unzählige Fotos in den Artikel einzubauen, der ist lang genug. Wer trotzdem ein bisschen in Bildern stöbern möchte, der kann das gerne bei Facebook tun: Das Buchmesse Album ist öffentlich und kann von jedem angesehen werden! Außerdem geistern auf diversen Blogs und Profilen bestimmt 1 Million Bilder herum. Stöbert einfach ein bisschen und taucht ein, in die Welt der Bücher!

Und weil einfach nicht alle Menschen in meinem Artikel platz gefunden haben, die ich auf der Messe treffen, kennenlernen, wiedersehen konnte/durfte/musste ,-) Möchte ich mich hier nochmal bei allen entschuldigen,die ich nicht namentlich erwähnt habe! Es hat mich trotzdem gefreut! Sehr!

So, das war’s jetzt. Vielen Dank für’s Lesen und verzeiht mir meine unzähligen Fehler. Der zweite Beitrag mit den angekündigen Interviews kommt morgen im Laufe des Abends! Den muss ich aber erst mal noch tippen 😉

Buchige Grüße von eurer

Vero

Stephan Ludwig, ich und Arno Strobel

Stephan Ludwig, ich und Arno Strobel

Neuer Tag, neue Lesung

Manchmal fühle ich mich direkt vom Glück verfolgt. Na gut, ganz von allein kommt das alles nicht angeflogen und es steckt auch einiges an Arbeit dahinter (auch wenn das von Außen vielleicht nicht so aussieht), aber es ist schon ein schönes Gefühl, wenn man zu einer Lesung fährt und weiß, dass man auf der Gästeliste steht. Nein, ich will damit nicht angeben (höchstens ein klitzekleines bisschen), sondern einfach das Augenmerk darauf richten, dass es eben die kleinen Dingen sind, die glücklich machen. Dass ein kleine Anerkennung, ein kleines Lob, eine kleine Geste die niemanden viel kostet, manchmal mehr wert ist als große, teure aber lieblos verteilte Geschenke. Bevor ich jetzt aber noch gänzlich vor Rührung zerfließe und ihr gelangweilt einen neuen Blog sucht, widme ich mich dem Kern des heutigen Beitrags: der Lesung mit Arno Strobel und Stephan Ludwig aus ihren jeweils aktuellen Thrillern „Der Sarg“ bzw.  „Zorn – Vom Lieben und Sterben“.

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Eine neue Lesung und eine neue Location

Clipboard02Man kennt das ja bereits von mir: Wenn in meiner Nähe Lesungen sind, dann muss ich hin und leider kann ich nicht halb so oft, wie ich gerne wollen würde. Nichts desto trotz hat es diesen Monat zwei Mal geklappt, sogar  an zwei Tagen hintereinander und den Anfang hat Zoë  Beck gemacht, die aus ihrem aktuellen und „letzten“ Thriller „Das zerbrochene Fenster“ gelesen hat. Das Buch kannte ich zwar schon, aber das macht ja nix. Moment mal, werdet ihr euch jetzt fragen: Letzter Thriller? Na, lest selbst …

Veranstaltungsort war diesmal die gemütliche, leicht chaotische aber umso heimeligere Buchhandlung „Buch&Bohne“ in der Münchner Innenstadt, direkt gegenüber der Agentur für Arbeit, fast ein bisschen versteckt zwischen den hohen Häusern. Dieser Laden ist im übrigen perfekt, wenn man einfach mal in Ruhe in Büchern schmöckern und dabei einen Kaffee trinken will, bevor man sich für eine neue Lektüre entscheidet. Die Inhaberin und ihr Gatte sind liebenswert, hilfsbereit und selbst mit Kind ist man hier gern gesehen! In der kleinen Kinderbuchecke steht extra ein Korb mit Büchern zum Anfassen für die Kleinsten! Tolle Sache!

Im Dunkel ist gut munkeln

Jetzt aber zum eigentlichen Grund des Besuchs: die Lesung. Wer Thriller liest, der kennt auch Zoë Beck und wer ihre Bücher kennt, der kann sich doch irgendwie sehr gut vorstellen, dass die Frau mit dem freundlichen Lächeln und den roten Haaren genau solche Bücher schreibt – ihre offene, humorvolle Art mach sie auf den ersten Blick sympathisch und ein bisschen was davon findet man auch in ihren Büchern wieder. Wenn auch nicht unbedingt beim Täter.

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Lesung mit Anthony McCarten

Foto: Vero Nefas

2012 ist das Jahr der Lesungen, wie es scheint, denn gestern war ich schon wieder auf einer – diesmal war es eine ganz besondere Erfahrung, da ich den Autor vorher gar nicht kannte und somit völlig ohne Vorwissen und ohne Erwartungen an die Sache heran gegangen bin. Und was soll ich sagen? Ich war begeistert. Aber der Reihe nach …

Vor ein paar Tagen las ich im Schaufenster meiner Stammbuchhandlung, dass es eine Lesung mit dem Lieblingsautor der Buchhändlerin geben würde. Da bei uns im Ort sonst eigentlich nie irgendwas los ist, war für mich sofort klar, dass ich dort unbedingt hin muss. Schließlich will man sich solche Veranstaltungen ja für die Zukunft erhalten. Das dachten sich wohl auch andere – denn die Veranstaltung war  fast ausverkauft. Mit gut 50 Gästen zwar ein eher kleiner Rahmen, aber dadurch nicht weniger schön. Vor allem die gemütliche Atmosphäre in der Buchhandlung war ein schöner Kontrast zu den Sektionshörsälen der letzten Male.

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Review: Lesung mit Karen Rose

Lesung aus dem Roman „Todesherz“ von und mit Karen Rose

Todesherz

Als ich vor ein paar Wochen davon gelesen habe, dass Karen Rose dieses Jahr zum ersten Mal nach Deutschland kommen und dann auch noch in München gastieren wird, war für mich klar: DA muss ich hin. Voller Vorfreude wurden also die Karten geordert und am Sonntag war es endlich so weit. Frisch gestylt ging es zur Lesung. Der plötzliche Wintereinbruch machte mir zwar einen kleinen Strich durch die Rechnung (meine neue Frisur ist nicht mützentauglich) aber das tat der Freude keinen Abbruch.

Diesmal sollte die Lesung im Institut für Rechtsmedizin stafftinden. Ein anderer Ort, mit ähnlichem Ambiente: Ein Hörsaal, ausgestattet mit einem Sektionstisch, der diesmal allerdings nur der Deko diente. Dahinter eine stimmungsvoll beleuchtet Tafel und natürlich rote Rosen 😉

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[Review] Buchmesse Frankfurt: 10. – 14.10.2012 Part 2

dotbooks.de Plakat

Weiter geht’s mit dem Besucherwochenende

Samstag

War es am Mittwoch und Donnerstag noch verhältnismäßig leer, so hatten sich die Hallen am Freitag bereits deutlich mehr gefüllt. Aber auch das war kein Vergleich zum Samstag, dem ersten Publikumstag. Man musste sich buchstäblich von Halle zu Halle schieben, wenn man wirklich versuchen wollte den Ort zu wechseln. Einzig das Freigelände zwischen den Hallen blieb übersichtlich. Trotzdem habe ich es geschafft, zu unserem Facebook Gruppentreffen vor dem dotbooks Stand zu kommen. Neben einigen Usern der Seite, die ich sehr gerne persönlich kennen gelernt habe und der, mir bereits bekannten, Autorin Stefanie Maucher, traf ich dort auf Katja Piel („THE Hunter“), Sylvia Dölger („Hinter deiner Tür“) und die äußerst erfolgreichen Self-Publishing-Autorinnen Emily Bold („TheCurse„) und Martina Gerke („Holunderküsschen“).

Quatsch mit Sylvia und Michael

Auch die Verlagsmitarbeiter Herr Sonderhüsken und Frau Mirschinka fanden Zeit für das ein oder andere interessant-witzige Gespräch mit uns. Nach ein bisschen  – ok, es war eher ziemlich viel – Quatsch in der stickigen Halle, war erstmal ein Kaffee an der frischen Luft nötig. In meinem Fall vor allem der Kaffee, denn die Nächte in Frankfurt waren ziemlich kurz … Draußen ging das fröhliche Geschnatter auch gleich weiter. Zusammen mit meinen lieben Blogger-Kolleginnen Anne (Thoughts of Moon) und Nicole (Cinema in my Head), der Autorin C.M. Singer („… Und der Preis ist dein Leben“) sowie der Nachwuchsautorin Michaela Harich und ein paar anderen Mädels eröffneten wir eine illustre Damenrunde. Wobei wir uns eigentlich doch eher zufällig als geplant über den Weg gelaufen sind. War zwar ein kurzes, dafür aber ein umso lustigeres Vergnügen. Sieben Frauen auf einem Haufen – muss ich da noch was erklären? 😉

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