Na ihr Lieben,

lange Zeit war es recht ruhig hier, aber heute möchte ich euch eine neue Autorin vorstellen. Im Rahmen einer Blogtour zu „Kaffee mit Biss“, machen das Buch und die Autorin heute Station bei mir. Aufgrund einiger technischer Probleme geht der Beitrag nun ein bisschen später online als geplant aber ich denke ihr habt ja trotzdem noch genug Zeit bis Sonntag die fehlenden Buchstaben zu finden.😉

Falls ihr ein bisschen mehr über das Buch erfahren wollt, dann schaut doch einfach mal bei den vier vorherigen Stationen vorbei. Ich denke das lohnt sich.🙂 Ich für meinen Teil durfte die Autorin mit Fragen löchern und ich muss sagen, dass wir viel Spaß hatten.

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Über die Autorin:

Maria M. Lacroix ist 30 Jahre alt, wurde in Berlin geboren und lebt mittlerweile im sogenannten „Drei Länder Eck“ zwischen Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Da ihre Mutter tunesische Italianisieren ist, lernte Maria erst mit etwa 4 Jahren die Deutsche Sprache und hat sich auch deswegen für ein französisches Pseudonym entschieden.
Maria ist übrigens – passend zu ihren Protagonisten – ein richtiger Nachtmensch, aber sie kocht dann doch lieber, als dass sie sich das Fleisch Roh einverleibt.
Nach einer normalen schulischen Laufbahn studierte sie Biologie, Geologie und Meteorologie und dank der garstigen Chemie- Professoren, die sie zweimal durch die Prüfung rasseln ließen, entwickelte sich beim intensiven Studium des Faches eine Leidenschaft dafür, die im Endeffekt sogar die aktuelle Arbeit beeinflusste. Mittlerweile arbeitet die Autorin nämlich in der Anthropologie, wobei ihre Arbeit u.A Forensik, also die Kooperation mit dem BKA und verschiedenen LKAs umfasst, aber auch historische und prähistorische Fälle.

Und das bring mich natürlich sofort zu meiner ersten Frage – als leidenschaftliche Krimileserin – was genau darf man sich unter „Arbeit in der Anthropologie“ vorstellen?

FotoMaria M. Lacroix: Also, ich habe Bio studiert und arbeite an der Biologischen Anthropologie. Dort befassen wir uns mit prähistorischen, historischen aber auch forensischen Fällen … an dem Fall hab ich bspw. mitgearbeitet. FALL
Aber ich habe auch mit 6000-8000 Jahre alten Gräberfeldern zu tun … oder mit irgendwelchen Schädeln, die in Klosterwänden eingemauert gefunden wurden und man wissen will, wer war das? Und weshalb wurde er in eine Wand eingemauert?

Vero Nefas: Hast du denn vor dein praktisches und theoretischen Wissen auch mal in ein Buch einzubauen (oder hast du das sogar schon gemacht?) oder willst du lieber auf – im weitesten Sinne – fantastischen Wegen bleiben?

Maria M. Lacroix: Um einen richtigen Krimi zu schreiben bin ich wohl zu nah dran … irgendwie … wenn ich schreibe, möchte ich lieber im Fantasy bleiben. Aber Kurzgeschichten habe ich schon geschrieben (auch publiziert)
Die Themen, die ich behandle, sind oft eine Art Therapie. Etwas, das ich in irgendeiner Form erlebt habe oder das mich beschäftigt …

Bei dem Job wird man zwangsläufig regelmäßig mit dem Tod konfrontiert und hinter jedem Skelett steckt eine Lebensgeschichte … da kommt man trotz (oder vielleicht gerade?) all der harten Fakten schon mal ins Grübeln …

Vero Nefas: Ja, das kann ich mir vorstellen, dass man da des Öfteren einiges zum Nachdenken hat und, dass man jede Menge Inspiration für Geschichten findet. Was verarbeitest du z.B. in deinem „Kaffee mit Biss“?

Maria M. Lacroix
: Im Kaffee? Die Einsamkeit … wenn man etwas anders ist, als andere, wenn man viel nachdenkt und irgendwie die Dinge nicht so unbeschwert sehen kann, weil man schon Dinge gesehen hat, die einen Nachts in den Träumen besuchen … 

Klingt jetzt furchtbarer, als es ist …

Vero Nefas: Wie bist du auf die Sache mit dem Kaffee gekommen – das ist zwar mit Sicherheit eine Frage die man dir schon 100 Mal gestellt hat, aber leider auch eine die zwingend notwendig ist.

Maria M. Lacroix: 
Neobooks hat 2011 ein Gewinnspiel gemacht mit dem Thema „Magisches Essen“. Bedingung war: Fantasy, magisches Essen und wenn ein Mensch drin vorkommt, ist das auch nicht schlecht … 

 Ich dachte, naja, das wird eh nie was … Damals habe ich noch in einem Molekularbiologischen Labor gearbeitet und eine der TA´s (Technische Assistentin) und ich haben uns morgens immer Zombie-artig begrüßt …vor dem ersten Kaffee ging nichts! Sie sagte eines Tages: No heartbeat before coffee!
… und so wuchs langsam die Idee , man füge noch eine Skype-Session mit einer Freundin hinzu – und schon war die Idee für den Wettbewerb geboren … Kaffee, der einen am Leben hält … morgens …
Der Rest kam dann irgendwie so nach und nach … und – ich hätte es nie für möglich gehalten – die Story wurde unter über 500 Einsendungen als eine von 3 Gewinnergeschichten gewählt 
Meine erste VÖ … ich war so stolz damals

Der Gewinn!🙂

Vero Nefas
: Jedenfalls coole Idee. Ich hatte viel Spaß beim Lesen. Woher hast du die „Fakten“über Vampire und Co. genommen? Hast du dann richtig recherchiert, oder einfach das Wissen genommen, dass man so im Kopf hat und es mit eigenen Ideen kombiniert?

Maria M. Lacroix:
 Viel Recherche … stundenlang … ich habe mir – halt dich fest – unzählige Youtube-Videos über amerikanische Waffen-Hillbillys angesehen, die die Funktionsweisen genau erklärten … Rückstoß, welche Waffe wie stark, etc. Hohlspitzgeschosse und so weiter … und ich habe die Körpersprache von Wölfen recherchiert und, ja, wie sie sich in Rudeln, je nach rang benehmen ..

Jamie zum Beispiel ist eine ranghohe Nervensäge

. Er respektiert Di, lässt ihr aber mehr durchgehen, weil sie ein Mensch ist … wäre sie ein Wolf, wäre er nicht so geduldig ..




Vero Nefas Eine seeehr anziehende Nervensäge.😉

Maria M. Lacroix
: Ja, deshalb lässt Di *ihm* mehr durchgehen, als sie sollte
Sie ist zwar durchaus eine selbstbewusste Frau und keine Bella … aber sie hat auch Hormone, die ihr dann und wann einen Strich durch die Rechnung machen.

Vero: Die Geschichte, bzw. die Idee dahinter hat ja wirklich viel Potential. Planst du denn das ganze noch etwas weiter zu spinnen, oder bist du mit einem Buch zufrieden? Und wie sehen deinen künftigen Pläne im Bereich der Schriftstellerei aus?

Maria M. Lacroix: Ja, es ist als Reihe in Romanlänge geplant und die ersten 100 Seiten der neuen Story stehen auch schon … die musste ich aber erst einmal parken (leider).

Und ich habe eine Romantasy Story „Das Geheimnis der Feentochter“, die Mitte Mai bei Cora erscheint
Nichts mit Vampiren, dafür mit Feengeschöpfe, die jedoch nicht mit lieben Disney-Feen verwechselt werden sollten. Eher blutrünstige und perverse Geschöpfe.

Vero Nefas: Liebe Maria, ich danke dir für deine Zeit und bin gespannt was wir noch von dir lesen werden. :) 

Zu Gewinnen gibt es natürlich auch etwas. Findet die versteckten Buchstabe, bringt sie in die richtige Reihenfolge und schickt das Lösungswort bis einschließlich Sonntag den 6.4.2014 an bookrecession@gmail.com. Alle Einzelheiten des Gewinnspiels, lest ihr bitte unter den Teilnahmebedingen nach.

Die Teilnehmenden Blogs: