Konsumfasten 2014

Über einen Facebookbeitrag der lieben Alexandra vom Bücherkaffee bin ich auf den Begriff Konsumfasten gestoßen. Klingt erstmal merkwürdig, ist im Prinzip aber doch irgendwie selbsterklärend: Fasten bedeutet in erster Linie, dass man über einen gewissen Zeitraum auf bestimmte Speisen und Getränke oder Genussmittel fast oder komplett verzichtet. Gerade religiöse Menschen nutzen die Zeit zwischen Fasching und Ostern, um sich zu besinnen. Dazu gehört auch, dass man keinen Alkohol trinkt, auf Süßigkeiten verzichtet und sich beim Essen generell zurück hält bzw. auch möglichst gesund isst.

Genau diesen Begriff des Fastens kann man aber auch auf andere Lebensbereiche erweitern, z.B. auf das eigene Konsumverhalten. Wie oft kauft man kleine oder große Dinge, die man eigentlich nicht braucht. Meistens stellt man sich sogar wenige Minuten nach dem Kauf die Frage, warum man das überhaupt getan hat. Musste man wirklich wieder ein paar Euro aus dem Fenster werfen, um etwas zu kaufen, auf das man leicht hätte verzichten können? Bei genauerer Betrachtung ist die Antwort auf die Frage leicht: Nein, muss man nicht. Warum einem das trotzdem ständig passiert hat viele und individuell unterschiedliche Gründe, auf die ich hier nicht näher eingehen kann und will.

Lange Rede kurzer Sinn: Die Idee des Konsumfastens hat mich begeistert und deswegen bin ich dabei. Für die nächsten sieben Woche werde ich auf sämtliche, nicht zwingend notwendige Einkäufe verzichten. Im Prinzip gibt es also nur Lebensmittel, sonst nichts. Keine Bücher (das wird mir richtig schwer fallen), keine neuen Klamotten, Schuhe oder anderen Krimskrams, keine weiteren Pflegeprodukte, denn ich habe mehr als genug zu Hause was aufgebraucht werden will. Und ganz wichtig: Der Verzicht auf die Teilnahme an Gewinnspielen. Einfach und kompromisslos: NICHTS, aber auch gar nichts kaufen oder auch nur ins Haus holen, was man nicht für das tägliche Überleben braucht.

Foto: privat

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Aber ich gehe noch weiter und besinne mich auch auf den eigentlich Sinn des Fastens: Kein Alkohol, keine Süßigkeiten – egal in welcher Form, keine zuckerhaltigen Getränke wie z.B. Cola, Fanta und Co. Statt dessen wieder vermehrt Obst und Gemüse und nach Möglichkeit der Verzicht auf Fleischprodukte aller Art.

Aber wie heißt es so schön, jede Regel braucht ihre Ausnahme. Meine Ausnahmen stehen auch schon fest. Zum einen die Zeit in Leipzig – da werde ich mir gestatten 2 Bücher zu kaufen und in netter Gesellschaft auch ein Glas Bier oder Wein zu genießen.
Außerdem mein Audible Abo, mein Spotify Abo und ein Zeitungsabonnement, dass ich nicht für diese sieben Wochen abbestellen kann. Allerdings werde ich bei Audible keine neuen Hörbücher kaufen, meine 2 Gutschriften also in den sieben Wochen nicht einlösen.

Hinter der Idee des Konsumfastens stecken die zwei Bloggerinnen Katrin von BuchSaiten und Miriam von Pimisbücher und ich schließe mich ihnen dieses Jahr gerne an. Hier geht es übrigens zur Erklärung wie die Idee entstanden ist.🙂 Konsumfasten 2013

Wenn ich es schaffe, dann werde ich euch natürlich gelegentlich über meine Fortschritte (und Fehltritte) auf dem Laufenden halten. Unter #Konsumfasten könnt ihr mir und allen anderen Teilnehmern auch ganz einfach auf Twitter Folgen.