Na ihr Lieben,

zuerst wünsche ich euch natürlich noch von Herzen ein „Frohes Neues Jahr“ (laut Knigge darf man das ja heute noch) und  hoffe ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet. Mein Blog- und PC-Arbeit Urlaub ist rum und somit starte ich heute frohen Mutes mit den neuen Beiträgen.

Neues Jahr – neues Design? 

Seit einiger Zeit spiele ich mit dem Gedanken meinem Blog ein neues Gesicht zu geben, aber bisher scheiterte dieses Vorhaben irgendwie am Zeitmangel und an Ideenlosigkeit. Also meine Frage an euch: Was braucht mein Blog unbedingt? Ich selbst bin kein Fan von Neuzugangspostings – das poste ich gelegentlich bei  FB und das reicht glaube ich auch – oder irgendwelchen Monatsrückblicken. Es interessiert mich ja auch bei anderen Leuten nur bedingt wie viele neue Bücher sie auf ihren SUB gestapelt haben und welche 5 Bücher davon im Monat gelesen wurden  – allen voran wenn ich einem Blog folge. Dann weiß ich das ja sowieso. Für manch andere Dinge bin ich schlichtweg zu faul.

Aber ich habe festgestellt, dass gerade meine Berichte über Lesungen, Messen und sonstige Themen große Resonanz hervorrufen, während die meisten Rezensionen unkommentiert bleiben. Daher werde ich wohl versuchen noch ein bisschen mehr aus meinem literarischen Leben zu erzählen und mich nicht nur auf Rezensionen zu beschränken. Allerdings möchte ich euch auch nicht mit irgendwelchen Beiträgen langweilen, also verrate mir doch einfach mal – gerne auch per Mail – was ihr lesen wollt, was euch am Meisten interessiert. Rezensionen? Reviews und Berichte? Interviews? …

Mit den Gewinnspielen werde ich es ähnlich halten wie 2013 – so gut wie keine. Nicht, weil ich nicht gerne was schenke, oder weil ich geizig wäre, sondern weil ich a) keine Lust habe Verlage anzubetteln, damit ich Bücher verschenken darf (Ich kaufe meine Gewinne alle selbst, aber Geld wächst halt nicht auf Bäumen) und weil ich b) keine Lust habe nur Gewinnspielgeier anzuziehen. Meine Stammleser aber, also die, die diesen Blog hier wirklich lesen, die werden feststellen, dass sich das durchaus lohnt.😉 Euch schenke ich nämlich wirklich sehr gerne was – aber halt in der Regel ohne große Ankündigung, sondern so wie im letzten Jahr – einfach mal zwischendurch.

Was aber auf jeden Fall kommen wird sind vermehrte Gastrezensionen. Ich werde auf dem Blog in unregelmäßigen Abständen Bücher anbieten, auf die man sich dann bewerben kann. Ein eigener Blog ist dafür natürlich NICHT nötig, denn schließlich stelle ich meine Plattform zur Verfügung. Rezensionserfahrung muss auch nicht zwingend vorhanden sein und es bleibt EURE Rezension, die ihr auch gerne bei LB oder FB oder Amazon oder wo auch immer veröffentlich dürft. Einzige Bedingung: Es darf auf keinem anderen Blog erscheinen (außer dem eigenen, falls vorhanden). Aber dazu an geeigneter Stelle mehr.

Neues Farbkonzept … ja, das kommt auf jeden Fall bzw. neues Design, wenn ich es endlich geschafft habe eine eigene Domain anzumelden und mich für einen Anbieter zu entscheiden. Lila wird allerdings die Hauptfarbe bleiben, einfach weil es mir gefällt.😉

Abschaffung des Bewertungssystems

Die Wichtigste Änderung aber wird sein, dass ich künftig auf Sterne-Bewertungen verzichte. Die alten Rezensionen bleiben wie sie sind, aber alle neuen Texte werden künftig kein Bewertungssystem mehr haben.

Die Gründe für diesen Schritt sind vielfältig. Zum einen mag ich es nicht Bücher in Schubladen zu quetschen, in die sie vielleicht gar nicht gehören. Meine 5 oder 4 oder 3 Sterne bedeuten ja etwas ganz anderes als die selbe Bewertung zum selben Buch auf einem anderen Blog.  Zudem sind Meinungen so subjektiv, dass eine 5 Sterne Bewertung von mir noch lange nicht bedeutet, dass auch automatisch jeder von euch das Buch gut finden muss.

Außerdem ist es manchmal schwierig zu entscheiden, wann ich 3 oder 4 oder 5 Sterne gebe. Eine Geschichte gefällt mir sehr gut, die Umsetzung aber ist Mangelhaft – sind das nun 5 Sterne für die Geschichte aber 1 für die Umsetzung – also im gesamten 3? Oder sind das nicht eher 4 Sterne, weil vielleicht die mangelnde Umsetzung gar nicht so schwer wiegt? Und wird das dem Buch und der Kritik daran überhaupt gerecht, wenn ich irgendwelche Kritikpunkte gegeneinander aufrechne? Was für mich schwer wiegt, kann dem nächsten Leser vielleicht sogar ganz egal sein. Nach fast 2 Jahren bloggen komme ich zu dem Schluss, dass ich mir genau diese Fragen beim Rezensieren nicht mehr stellen will.

Ich möchte ein Buch lesen, ich möchte euch sagen was mir gefallen hat, was mich gestört hat und im Prinzip ist es aus dem Tenor jeder Rezension deutlich herauszulesen, ob der Leser bzw. Rezensent begeistert war, oder eben nicht. Dafür brauche ich am Ende keine Sterne, Herzen oder sonstige Bildchen, die dann vielleicht sogar verwirren, wenn die halbe Rezension lang gelobt wird und am Ende nur 3 Sterne stehen, weil der eine Kritikpunkt eben doch sehr schwerwiegend war.

Statt dessen will ich versuchen ein Buch dahingehend zu lesen und zu rezensieren, dass ich mir überlege wem dieses Buch gefallen könnte. Ist es eine Geschichte wie „Ein ganzes halbes Jahr“, die man eigentlich fast uneingeschränkt jedem in die Hand drücken kann? Oder ist es vielleicht etwas spezieller, wie z.B. Geschichten über wahre Verbrechen oder Schicksalsschläge, die vielleicht nur jemand lesen sollte, der sich mit diesen Themen auch wirklich auseinander setzen will. Sind es vielleicht sogar Bücher, die man entdecken sollte, auch wenn man „sowas eigentlich nicht liest“. Ich glaube, dass ihr, liebe Leser meines Blogs, mehr davon habt, wenn ich euch manchmal auch ein Buch „ausrede“, obwohl es bei mir eine hervorragende Kritik bekommen hat, oder wenn ich euch quasi dazu nötige ein Buch zu kaufen, dass ihr sonst vielleicht nie gefunden hättet.

Vor allem aber stelle ich immer wieder fest, dass ich diese Vergabe von Punkten irgendwie verletzend und abwertend finde- für den Autor, für die Geschichte und für die Mühe die dahinter steckt. Ja klar, für Plattformen wie Amazon oder Lovelybooks mag das nötig sein, aber für meinen eigenen Blog künftig nicht mehr! Ich möchte ein Buch in Worten bewerten und einzig und allein in Worten, nicht in Zeichen. 

Und sonst? 

So, das war es jetzt erstmal wieder von mir – glaube ich. Morgen Abend erwartet euch dann die erste Rezension des Jahres, Mitte Januar gibt es auf jeden Fall einen Bericht zur Premierenlesung von Arno Strobels „Das Rachespiel“ und bald darauf eine „Feder & Schwert“ Woche in der ich euch den Verlag selbst und ein paar der Bücher vorstellen werde.🙂 Ansonsten werde ich mal sehen, was mir das Jahr über so einfällt. Mit zwei Jobs und Kind ist man ja doch meistens schon recht gut beschäftigt. 

Einen schönen Abend wünscht euch

Eure

Vero