Liebe Freunde,

Nun hattet ihr gerade einen Tag Zeit um euch von meinem Monsterbericht zu erholen, da haue ich euch schon den nächsten Messebericht um die Ohren! Ich bin aber noch zuversichtlich, dass er nicht ganz so lang wird!😉 Heute gibt es von mir nämlich nur noch die Zusammenfassung einiger Gespräche und Interviews, die ich aus Gründen der Übersichtlichkeit ausgelagert habe. Stürzen wir uns also voller Elan noch einmal in den Messetrubel und beginnen mit dem Mittwoch und mit Elke Pistor.

Elke Pistor

Kaum am Stand angekommen wurden Bianca und ich von Elke herzlich begrüßt und natürlich auch gleich dem Verleger Ralf Kramp vorgestellt. An dieser Stelle nochmal ein herzliches Dankeschön für dein Lob Elke, aber auch an den KBV Verlag für die herzliche Einladung zum Kaffee! Das war wirklich der perfekte Start für eine Messe – gemütlich Koffein zu sich nehmen auf DER Krimi-Couch!  (Leider kein Foto -.-)

Elke Pistor und ich am KBV Stand

Elke Pistor und ich am KBV Stand

Nachdem wir der Buchpräsentation zu „Trattoria Finale“ von Guido M. Breuer und Patrick P. Panahandeh gelauscht haben und dabei gut verköstigt wurden – mit Kaviar! – wurde aber auch endlich geplaudert, z.B. über „Kraut und Rübchen„, den aktuellen Landkrimi von Elke, der gerade im emons: Verlag erschienen ist. Mit diesem Buch begibt sich Elke auf neues Terrain, sie wagt den Versuch einen humorvollen Krimi zu schreiben. Ob und wie ihr das gelungen ist erfahrt ihr demnächst hier, sofern die liebe Post es schafft mir dieses Buch zuzustellen … Daumen dürfen gern gedrückt werden. Aber Elke löst sich nicht gänzlich von ihren Wurzeln, denn auch dieser Roman ist theoretisch irgendwo in der Eifel verortet, spielt aber – im Gegensatz zur Reihe um die Kommissarin Ina Wenzel – in einem fiktiven Ort. Besonders schön finde ich, dass sie ihrem kürzlich verstorbenen Kater Herr Bert mit diesem Roman ein Denkmal setzt! Wie? Na, das findet ihr am Besten selbst heraus indem ihr das Buch lest.

Außerdem findet man eine Kurzgeschichte von Elke Pistor in der aktuellen „Tatort Eifel“ Anthologie, die vom KBV Verlag in Zusammenarbeit mit dem „Tatort Eifel Krimifestival“ herausgegeben wird. Das besondere an dieser Anthologie ist, dass die jeweiligen Autoren zu ganz realen Menschen fahren, die sich darum beworben haben eine Rolle in einem Krimi spielen zu dürfen, und dann um diese Personen und ihrer Arbeitsplätze herum eine Geschichte konstruieren.

Interessiert hat uns natürlich auch, wie Elke ihre Bücher schreibt. Planlos drauf los, oder doch mit Konzept und strenger Disziplin? Ganz klar: Letzteres. Da wird vorab viel konzepiert, Post-Its in verschiedenen Farben – geordnet nach Figuren, Handlungssträngen etc. – werden an Wände tapeziert und dann geht es ans Schreiben. Am Ende bleibt dann eine leere Wand übrig, die Zettel landen im Müll und auf dem PC tummelt sich ein neuer, fertiger Roman.

Am Schluss hat uns Elke noch verraten, dass sie schon wieder fleißig an einem neuen Projekt arbeitet, an Teil 4 ihrer bekannten Eifel-Krimi Reihe. Und vielleicht gibt es ja auch noch eine Fortsetzung von „Kraut und Rübchen“?

Kurz möchte ich noch erwähnen, dass der KBV Verlag wirklich tolle Anthologien herausbringt, z.B. eine für das stille Örtchen „Mördchen fürs Örtchen“ (die wird noch ganz sicher bei mir einziehen) und – ganz besonders witzig – „Küche, Diele, Mord“, eine Krimianthologie über Morde vom Keller bis zum Dachboden! Dieses Buch MUSS man in den Händen gehalten haben, denn das Cover ist ein ganz besonderes Schmankerl, auch wenn der Effekt bei den Fotos leider nicht so deutlich wird!

Sina Beerwald

Wie in meinem vorherigen Artikel schon angekündigt, hatte ich auch die Freude ein kleines, nicht ganz kurzes Gespräch mit Sina Beerwald führen zu dürfen. Ich danke auch dir an dieser Stelle nochmal ganz herzlich dafür, dass du dir die Zeit genommen hast und dich auf mich und meine Fragen eingelassen hast.

Sina Beerwald und ich am Stand von emons:

Sina Beerwald und ich am Stand von emons:

Zu diesem Interview hat es mich an den Stand des emons: Verlag verschlagen, wo ich wiederum mit sehr köstlichem Kaffee bewirtet wurde. In Anbetracht der Plörre die man auf der Messe käuflich erwerben kann (sorry) verstehe ich vollkommen, dass die Verlage ihre eigenen Maschinen dabei haben. Ich hätte es ohne den regelmäßigen Koffeinschub wirklich trinkbaren Kaffees sonst wahrscheinlich nicht geschafft 5 Tage durchzuhalten. *lach* Nach einer lockeren Plauderei über dies und jenes, Bücher und den Messestress ganz allgemein, durfte ich Sina dann noch mit ein paar Fragen löchern.

Zuerst wollte ich wissen, warum sie die Strapazen der Messe auf sich genommen hat. Das ist auch eigentlich ganz schnell gesagt: Sina freut sich darauf Leser, Blogger, Freunde, Verlagsmitarbeiter … zu treffen, neue Bücher zu entdecken und sich mit Autorenkollegen auszutauschen. Außerdem empfindet sie den Besuch auf der Messe als eine Art „Demutsgang“. Nicht nur, dass man sieht was manche Autoren erreicht haben, sondern auch das Wissen darum, dass man „einer von vielen ist“, eine Art Lektion um nicht abzuheben. Aber so wie ich Sina Beerwald kennen lernen durfte besteht da – meiner Meinung nach – bei ihr keine Gefahr.

Sie ist eine wirklich sehr sympathische, herzliche Person mit der ich mich gerne und gut unterhalten habe.

Allerdings bin ich – gerade bei Autoren die ich gerne lese – natürlich immer neugierig, ob ich mich bald auf ein neues Buch freuen kann. Und auch diesmal gibt es eine erfreuliche Nachricht: Die Arbeiten an zweiten Psychothriller sind abgeschlossen, das Erscheinungsdatum steht allerdings leider noch nicht fest. Aber, ich halte euch natürlich auf dem Laufenden, wenn sich daran etwas ändert!

Außerdem freue ich mich, euch erzählen zu dürfen, dass die Verträge für einen zweiten „Möwenkrimi“ unterzeichnet worden sind. Man darf also gespannt einer Fortsetzung der humorvollen Geschichte entgegensehen. „Mordsmöwen“ ist auf der Messe sozusagen bei mir eingezogen und ich freue mich schon darauf die komischen Vögel kennen zu lernen und bei ihren Ermittlungen zu begleiten!

Mit meiner letzten Frage habe ich Sina ein bisschen aus dem Konzept gebracht. Ich wollte gerne von ihr wissen, auf welche Frage sie gerne mal antworten würde, welche Frage ihr noch nie gestellt wurde, die sie aber unbedingt einmal hören möchte. Nach reiflicher Überlegung – oh ja, sie hat laaaange nachgedacht *g* – ist ihr dann aber, im Bezug auf den aktuellen Syltkrimi, doch noch etwas eingefallen. Die Frage auf die sie wartet lautet: „Können wir dieses Buch verfilmen?“, denn sie hatte beim Schreiben des Buches wirklich das Gefühl, dass in ihrem Kopf ein Film abläuft und die ganze Handlung sozusagen bildlich vor sich gehabt. Liebe Sina, ich drücke dir die Daumen, dass die Frage ganz bald kommt!😉

Bloggertreffen bei dotbooks

Ein weiterer Höhepunkt der Messe, bei dem es zu vielen interessanten Gesprächen gekommen ist, war das Blogger-Treffen bei dotbooks. Das gesamte Team stand uns, nach einer kleinen Vorstellungsrunde, Rede und Antwort und hat sich von neugierigen Leserinnen löchern lassen. Zusammen mit Aygen und Alex vom Bücherkaffee habe ich mir Herren Sonderhüsken geschnappt und ihm viele Fragen gestellt, zum Verlag, zum Verlagsprogramm, …

Ich wollte z.B. wissen, ob dotbooks ein reiner E-book Verlag bleiben wird. Ganz zu Beginn stand ja die Printoption eines Buches noch im Raum. Herr Sonderhüsken hat uns erklärt, dass man sich entschieden hat nur E-books zu veröffentlichen, da der Arbeitsaufwand, Manuskripte nicht nur als eBook zu konvertieren, sondern auch noch professionell für den Buchdruck setzen zu lassen, für einen kleinen Verlag wie dotbooks ein zu großes zusätzliches Arbeitsvolumen ist. Man ist bei dotbooks der Meinung, dass ein Leser, wenn er ein gedrucktes Buch kauft, ein Recht auf vernünftige Verarbeitung hat. (Dem kann ich mich nur anschließen) Daher wurde beschlossen sich auf das Gebiet zu konzentrieren, dass der Verlag am besten kann: Auf die Herstellung qualitativ hochwertiger E-books, bei denen man Spaß am Lesen hat. dotbooks bemüht sich aber die Druckrechte der Bücher an andere Verlage zu kaufen und in einigen Fällen hat dieses Prinzip auch schon geklappt!

Bei dotbooks mit Aygen, Alex und Herrn Sonderhüsken

Bei dotbooks mit Aygen, Alex und Herrn Sonderhüsken

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich die dotbooks Bücher bisher ein bisschen auf das Spannungsgenre beschränkt gesehen habe. Herr Sonderhüsken war so freundlich mich darüber aufzuklären, dass meine Einschätzung da nicht ganz richtig ist und ein Blick auf das Verlagsprogramm bestätigt seine Worte natürlich: Von humorvollen Büchern, historischen Romane und Erotik über Gegenwartsliteratur bis hin zu Guter Unterhaltung – landläufig bekannt als Frauenromane oder Liebesromane, ist alles vertreten. Einzig die Kinder- und Jugendbuch Abteilung ist noch nicht so groß aber genau an diesem Punkt wird derzeit aktiv gearbeitet. Bücher zu bekannten Fernsehserien wie „Haus Anubis“, „Hotel 13″oder „Schloss Einstein“ sind schon im Programm oder kommen demnächst. Darum herum sind Jugendbücher für das Lesealter 12 – 14 Jahre und aufwärts geplant.

Gerade für Autoren ist es natürlich interessant zu erfahren, wie denn die Chancen stehen veröffentlicht zu werden. Dazu hat uns Herr Sonderhüsken verraten, dass wöchentlich etwa 40 unverlangte Manuskripte eingereicht werden, Maximal 4 davon kommen in die engere Auswahl kommen. Zusätzlich zu diesem Manuskriptstrom kommen noch die Bücher, die über Agenturen eingereicht werden. Die Mehrzahl der verlegten Bücher kommt auch über diesen Weg. Der Verlag hat – im Bezug auf die Veröffentlichung eines Romans – entschieden, dass sie nur solche Manuskripte aufnehmen wollen, die das ganze Team begeistern können, um zu gewährleisten, dass auch wirklich der ganze Verlag hinter einem Titel steht und alle mit dem nötigen Eifer und vor allem Spaß bei der Arbeit sind.

Eine witzige Anekdote zum Thema „eingereichte Manuskripte“ gab’s dann auch noch: Ein Autor hat per Mail angefragt, ob der Verlag Lust auf 70 Bücher hätte. Herr Sonderhüsken war so mutig zu antworten, dass er daran Interesse hätte, wenn der Autor denn tatsächlich 70 Bücher geschrieben hat. Tja, er hatte …😉 Wer genau das war hat er uns leider nicht verraten, aber es klang so, als hätte dieser Schritt zum Erfolg geführt.

Unser Gespräch war zwar noch viel, viel länger und wir haben viel Gelacht, aber ich denke (und hoffe) ich habe die wichtigsten Sachen herausgefiltert. An dieser Stelle möchte ich mich auch noch einmal bei Herrn Sonderhüsken für die Zeit bedanken und bei Aygen und Alex für das Aufnahmegerät!🙂

Und zum Schluss …

Natürlich könnte ich jetzt noch deutlich mehr schreiben, da ich ja überall und an allen Ecken Gespräche geführt habe, aber irgendwann muss auch mal Schluss sein. Und genau da sind wir jetzt – also ich bin es jedenfalls – am Ende nämlich. Weil ich es aber bei meinem ersten Beitrag vergessen habe, möchte ich doch noch eine Messebegegnung hier nachreichen: Ich hatte das Glück Sven Hannawald, eines meiner Idole aus Kindheitstage, zu treffen und er war so lieb sich mit uns ablichten zu lassen und ein paar Takte zu plaudern. Für mich war das ein wirklich tolles Erlebnis, weil ich mich noch zu gut daran erinnern kann, wie ich gebannt vor dem Fernseher saß, um seine Sprünge zu verfolgen, wie ich gefeiert habe, als er die 4-Chancen Tournee als erster (und ich glaube bis Dato einziger) Springer mit 4 Siegen gewonnen hat und wie tief mich damals sein seelischer Absturz getroffen hat. Auch wenn ich sonst kein Freund von Biographien bin, bzw. wenig dafür übrig habe, dass jeder noch so kleine Promi meint ein Buch über sich uns sein Leben herausbringen zu müssen, seines werde ich definitiv kaufen!

Sven Hannawald mit Carolin Wahl

Sven Hannawald mit Carolin Wahl

Und damit verabschiede ich mich nun von euch in ein arbeitsreiches Wochenende. Ab nächster Woche gibt es dann auch wieder regelmäßig Rezensionen, aber für ein paar Tage möchte ich die beiden Messeartikel doch oben stehen lassen, in der Hoffnung, dass sie auch gelesen werden.

Eure Vero