Guten Abend ihr Leseratten,

es ist mir eine ganz besondere Freude, euch heute dieses wunderbare Jugendbuch meiner lieben Freundin Carolin Wahl vorstellen zu dürfen: „Mondscheinküsse halten länger“ ist ihr Print-Debüt, aber der ein oder andere von euch kennt sie vielleicht unter ihrem Pseudonym.  Und bevor wir uns jetzt dem Buch zuwenden, möchte ich euch erstmal die Autorin selbst vorstellen, oder noch besser: Schaut sie euch doch einfach mal an.


Carolin Wahl – MONDSCHEINKÜSSE HALTEN LÄNGER

Neugierig geworden? Dann geht es  weiter mit meinen Gedanken zum  Buch – garantiert Spoilerfrei –  und am Ende der Besprechung findet ihr noch ein Interview mit der Autorin!

Inhalt:

Die 16 jährige Lene ist ein ganz normaler Teenager – Liebesprobleme, ein nerviger älterer Bruder und diverse Probleme in der Schule gehören einfach dazu. Nachdem ihre Freundin Bea für ein Jahr in die USA verschwindet,  lässt sie sich von Pia breitschlagen, bei dem, von der Schule organisierten, GPS Wochenende mitzumachen. Tobias, in den sie heimlich verliebt ist, ist mit von der Partie und sie hofft, mit ihm in eine Gruppe zu kommen. Leider meint das Schicksal es nicht gut mit ihr. Statt ein romantisches Wochenende mit ihrem Schwarm zu verbringen, muss sie sich mit dem arroganten Schnösel Ferdinand herumschlagen. Zu allem Überfluss hat Tobias auch noch eine hübsche Begleiterin an seiner Seite. Für einen Rückzieher ist es jetzt zu spät, aber irgendwie wird sie die Tage schon überstehen …

Kritik:

Zu allererst muss ich hier einfach mal die liebevolle Gestaltung des Buches erwähnen.  Auf jeder Seite – passend zu Titel und Cover – gibt es Sternchen, die Kapitel sind mit individuellen Zeichnungen versehen und auch das Cover ist einfach wunderschön. Die Mond Thematik zieht sich durch das gesamte Buch und allein das Design macht schon richtig Lust aufs Lesen. An dieser Stelle eine 1* an die Grafik-Abteilung des Verlags. Ich war von der ersten Sekunde an verliebt.

Aber nicht nur das äußere Erscheinungsbild des Buches kann punkten, auch der Roman selbst ist einfach zuckersüß. Witzige, spritzige, ehrliche Dialoge gepaart mit einer schlagfertigen und liebenswert sympathischen Protagonistin machen einfach Spaß. Und Lene ist wirklich etwas ganz besonderes: Ein ganz normales Mädchen, mit Ecken und Kanten, keine Überfliegerin in der Schule, keine Sportskanone, keine Schönheitskönigin. Erfrischend authentisch! Sie schafft es problemlos, dass man sich in seine eigene Schulzeit zurückversetzt fühlt, auch wenn ich zugeben muss, dass im Buch (wie in der persönlichen Erinnerung) die schönen Momente des Schulalltags deutlich überwiegen. Lene und ihre Freundinnen sind, wie normale Teenager eben sind: Sie reden über Schule, über die Liebe, über den ersten Freund, das erste Mal, … und für mich war es eine schöne Abwechslung solche Gespräche mal wieder aus Sicht einer 16-jährigen zu lesen, nicht einer überreifen 12-jährigen. Auch hierfür gibt es von mir „Daumen hoch“.

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Die Sprache des Buches ist sehr jugendlich, sehr lebendig, wirkt aber nicht gekünstelt oder gewollt. Da kam der erst 21 -jährigen Autorin sicher auch das Alter zu Gute. Ist ja noch nicht so lange her, dass sie selbst die Schulbank gedrückt hat, aber es gibt einige etablierte Autoren, die wunderbare Geschichten erzählen können, an den Dialogen aber regelmäßig scheitern. Hier wirkt keine Figur unecht, kein Gespräch hölzern. Man kann sich ohne weiteres vorstellen, dass es genau so irgendwo passiert.  Die Geschichte ist aber nicht nur spannend und mitreißend erzählt, sie besticht auch durch eine große Portion Humor.  An vielen Stellen musste ich nicht nur schmunzeln, sondern lauthals lachen, weil die Situationen einfach urkomisch waren. Kopfkino garantiert!

Kaum waren die Jungs verschwunden, ergriff Pia meine Hand und starrte mich schockiert an.
„Er.Hat.Mit.Dir.Geredet!“
„Ja. Wahnsinn, oder? Er kann tatsächlich sprechen“, erwiderte ich ironisch. (Seite 51)

Und hin und wieder kamen mir dann sogar die Tränen, weil ich so in die Welt des Buches abgetaucht war, dass ich fast das Gefühl hatte dabei zu sein und mit meinen Freundinnen zu fühlen. Genau so muss lesen sein.

Fazit:

„Mondscheinküsse halten länger“ ist ein absolut süßes, romantisches Jugendbuch, das, mit der nötigen Prise Humor, die  bezaubernde Geschichte eines Mädchens erzählt, das erwachsen wird. Die Protagonistin Lene ist eine Figur, die man wirklich gerne selbst zur Freundin hätte – ehrlich, direkt, natürlich, sympathisch. Ihre Geschichte wird sicher nicht die Welt verändern, mir aber hat sie eine wunderschöne, vergnügte Lesezeit beschert und mich knapp 3 Stunden von allen Sorgen ferngehalten. Vor allem aber wurde meine Erinnerung an die Schulzeit sanft wiedererweckt.  Wer von euch Jugendbüchern nicht abgeneigt ist, der sollte hier auf jeden Fall zugreifen. Nicht nur wegen dem zauberhaften Design und der charmanten Geschichte, sondern auch weil die Autorin es schafft, die Handlung und die Protagonisten sprachlich wunderbar einzufangen.

5/5 Sternen

Carolin Wahl – Mondscheinküsse halten länger
erschienen, 2013 im Schwarzkopf&Schwarzkopf Verlag
220 Seiten
14,95€ (Klappenbroschur
ISBN 978-3-86265-290-7

Na, könnt ihr noch? Ich hoffe doch! Die liebe Carolin kann nämlich nicht nur wunderbare Bücher schreiben, sondern ist einfach eine liebenswerte Person! Und ja, heute bin ich mal ein bisschen subjektiv (im Bezug auf den Autor, nicht im Bezug auf das Buch), aber das wird hoffentlich gestattet sein😉

Interview

Carolin Wahl / Foto: Privat

Carolin Wahl / Foto: Privat

Vero: Liebe Carolin, natürlich freue ich mich, dass du dich für ein kleines Interview zur Verfügung stellst und dir die Zeit nimmst, meine Fragen zu beantworten. Nun, wir zwei kennen uns ja schon ganz gut😉 aber meine Leser wüssten gerne noch ein bisschen was über dich, also fangen wir ganz klein an, stell dich doch einfach mal kurz vor. (Kleiner Richtwert: Name, Alter, Wohnort, Hobbies)

Carolin: Also ich heiße Carolin Wahl, komme ursprünglich aus Stuttgart und lebe mich so langsam in Bayerns Hauptstadt München ein. Ich bin bald 21 Jahre alt und studiere an der LMU Lehramt. Meine Hobbies sind relativ überschaubar: Ich treffe gerne Freunde, mache einen gemütlichen Filmabend, koche für mein Leben gern und treibe ein bisschen Sport. Bücher lesen und das Schreiben stehen für sich

Vero: Eine gern genommene Frage ist die, nach dem Werdegang zum Autor. Nun ist das bei langjährigen Bestsellerautoren vermutlich nicht mehr so interessant, wie bei einer Jungautorin wie dir. Also erzähl, wie ist es passiert? Hattest du plötzlich eine Geschichte im Kopf, die unbedingt erzählt werden musste, oder schreibst du eigentlich schon immer? Hast du schon Bücher/ Geschichten veröffentlicht und wenn ja, wo?

Carolin: Ich habe, wenn ich ganz ehrlich sein soll, schon immer irgendwelche Geschichten geschrieben. Es waren aber viele Stories, die ohne Ende – okay, unter uns – sogar ohne Mittelteil waren. Ausschlaggebend war für mich letztendlich die Schreibseite „Hierschreibenwir.de“, auf der ich viel Rückmeldungen bezüglich meiner Geschichte bekam. Dadurch war ich doppelt motiviert immer wieder neue Abschnitte hochzuladen und am Ende waren es 210 Normseiten, die ich vollgemacht hatte.
Veröffentlich sind ein paar Kurzgeschichten bei diversen Schreibwettbewerben und noch ein etwas anderer Fantasyroman als Ebook, allerdings unter Pseudonym.

Vero: „Mondscheinküsse halten länger“ ist also quasi dein Print-Debüt😉 Wie fühlt es sich an das erste mal ein eigenes Buch in den Händen zu halten?

Carolin: Das kann ich noch nicht sagen, weil ich das Buch noch nicht in den Händen gehalten habe. Meine besten Freunde haben mir zu meinem 18. Geburtstag eine meiner unfertigen Geschichten gebunden drucken lassen: Ich habe das Geschenk gesehen und bin in Freudentränen ausgebrochen. Ich denke, das wird mir dieses Mal nicht anders ergehen!

Vero: Wie lange hast du an dem Roman geschrieben/gearbeitet. Hast du dafür recherchiert oder verarbeitest du eher persönliche Erfahrungen gepaart mit viel Fantasie?

Carolin: Geschrieben und gearbeitet habe ich ungefähr sechs Monate an dem Roman. Hinzu kommen noch die Wartezeit und die Bearbeitungszeit des Verlags – also insgesamt 1 ½ Jahre. Ich habe, was das Erzgebirge betrifft, viele alte Urlaubsfotos ausgegraben und mich über GPS-Tracking informiert. Alles andere ist eine Mischung aus Fantasie und Erfahrung.

Vero: Lene ist ja – in meinen Augen – ein ganz großartiger Charakter. Herrlich natürlich, liebenswert, sympathisch, aber nicht zu perfekt, sondern einfach ein ganz normales Mädchen mit Ecken und Kanten. Und jetzt mal Hand aufs Herz:  Wie viele Lene steckt in dir? Oder bist du eher ein Typ wie Pia oder Bea oder gar Ellie?

Carolin: Danke für die Blumen! Deine Worte freuen mich jetzt wirklich sehr, weil ich genau das versucht habe, zu vermitteln. Lene soll natürlich sein, aber gleichzeitig auch ihre Fehler machen und daraus lernen. Sie ist ein bisschen so, wie ich gerne mehr in dem Alter gewesen wäre! Aber direkt vergleichen würde ich mich mit keinem der Charaktere

Vero: In deinem Buch spielt ja das „Ranking“ der heißesten Jungs an der Schule eine große Rolle. Gab es sowas bei dir an der Schule auch, oder hast du dich da von Teenie-Filmen aus Hollywood inspirieren lassen? Und vor allem: Wer der heißeste Typ der Schule dann wirklich so toll, oder war dann nicht doch eher die Vorstellung, die man von ihm hatte, überwältigender als der eigentliche Mensch?

Carolin: Habe gerade meine beste Freundin gefragt (weil ich mich nicht mehr wirklich daran erinnern konnte…) – sie meinte: Ja. Wir haben also tatsächlich ein Ranking aufgestellt.
Ich glaube, du hast es mit deiner Aussage treffend auf den Punkt gebracht: Es war eher eine Art Wunschvorstellung eines perfekten Freundes, als der wirkliche Mensch dahinter. Bestes Beispiel dafür ist der Kerl auf der Position 2😉

Vero: Das Buch ist ja, obwohl es eigentlich eine ganz alltägliche Geschichte erzählt, doch irgendwie emotional und rührend. Hast du beim Schreiben irgendwann auch mal mit den Tränen gekämpft?

Carolin: Es gab zwei Szenen im Buch, die mir persönlich sehr nah gingen. Das liegt zum einen daran, dass ich eine große Empathie für meine Figuren empfinde und deswegen häufig sehr mit ihnen mitfühle. Zum anderen bin ich einfach wahnsinnig nah am Wasser gebaut – da braucht es nur eine traurige Musik mit der passenden Story und ich breche ich Tränen aus!

Vero: Und abschließend meine persönliche Lieblingsfrage: Auf welche Frage wolltest du schon immer mal antworten, sie wurde dir aber noch nie gestellt?

Carolin: Oh, das finde ich sehr schwierig. Vielleicht auf die Frage, ob ich jeweils eine Figur nach realem Vorbild gestaltet habe, nur, um ihr eins auszuwischen. *lach* (Ja, habe ich gemacht, um die Person gleich darauf wieder aus dem Text zu löschen…)

Vero: Gibt es etwas, dass du deinen Lesern noch sagen möchtest, auf den Weg geben willst?

Carolin: Viel Spaß beim Lesen. Es gibt nichts Schöneres, als sich ganz auf eine Geschichte einzulassen und nach zwei Stunden wieder in der realen Welt anzukommen!

Finale

Für alle, die bis hier hin durchgehalten haben (ich gebe zu, der Artikel ist irgendwie etwas länger geworden als geplant) gibt es jetzt noch ein besonderes Zuckerl. Ich verlose nämlich eine signierte Ausgabe der Mondscheinküsse. Wer also jetzt neugierig geworden ist (und wehe, wenn nicht), der kann ganz leicht mitmachen. Erzählt mir doch einfach euer lustigstes, peinlichstes, traurigstes, romantischstes, … kurzum: euer denkwürdigstes Erlebnis aus der Schulzeit. Einfach bis einschließlich 15.10. 2013  einen Kommentar unter den Beitrag posten und schon seid ihr dabei Ich bin gespannt auf eure Geschichten. Ihr dürft diesen Beitrag natürlich gerne verbreiten und teilen, aber extra-Lose gibt es dafür nicht.😉

ACHTUNG: EINSENDESCHLUSS FÜR DAS GEWINNSPIEL BIS 20. OKTOBER VERLÄNGERT! Danke🙂

Teilnahmebedinungen: Teilnahmeschluss ist der 15.10.2013, Teilnehmen darf jeder mit einer Anschrift in Deutschland, Für verloren gegangene Sendungen übernehme ich keine Haftung.  Die Teilnehmer erklären sich bereit, im Gewinnfall, namentlich genannt zu werden. Falls sich der Gewinner nach der Auslosung nicht innerhalb einer Woche meldet, wird neu verlost. Sofern eine E-mail Adresse hinterlegt wird, informiere ich den Gewinner per Mail. Gewinnen kann nur, wer die Gewinnspielfrage auch wirklich beantwortet. Pro Teilnehmer zählt ein Kommentar. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.