Vor ein paar Minuten erreichte mich diese, doch sehr kryptische E-mail.

Betreff: Ein Hilferuf

Hallo Vero

das hier ist sowohl ein Hilferuf als auch eine Warnung. Ich kann dir nicht sagen, wer ich bin. Alles, was ich über mich verrate ist, ich bin ein Blogger wie du. Im Internet bin ich auf etwas gestoßen, vor dem die Menschen schon seit je her Angst haben. ER ist digital. Wir sind nicht sicher. On- und Offline nicht. Glaube mir, die Überwachungsskandale, die noch immer die Medien beschäftigen, sind ein Nichts gegenüber der Sache, der ich auf der Spur bin. ER lauert uns auf, er weiß, dass du am 11. August einen Fallschirmsprung gemacht hast, den deine Freunde dir geschenkt haben.

Er hat seine Fallen aufgestellt. QR-Codes. Keiner von uns ist anonym.
Sei wachsam. Stell nicht so viele Informationen ins Netz. Sei nicht so blöd und verrate ihm, wann Aurea ihre erste Balletaufführung hatte.

Zugegeben, auch ich habe die Gefahr unterschätzt. Mach du nicht denselben Fehler! Alles, was ich tun kann, ist warnen. Glaub mir, selbst das ist schwerer als gedacht. Verrate ich zu viel, laufen sie ihm direkt in die Arme. Die Menschen sind dumm. Versuch mal jemanden vor seiner eigenen Dummheit zu schützen. Die meisten müssen Fehler selber machen, um es zu kapieren. Doch dann ist es zu spät.

Ich werde bereits verfolgt. Es gibt keine sichere Ecke mehr. Fußspuren verwischen. Abtauchen. Warnen. Ich brauche deine Hilfe. Teile diesen
Blog: www.postenundsterben.de, studiere meine Worte und glaube mir. Tue nichts Unüberlegtes. Mache IHN nicht auf dich aufmerksam.

Ein Blogger, der es gut mit dir meint. 

Ganz ehrlich:

Im ersten Moment hatte ich einen richtig Schock. Der Verfasser, ein  Blogger der es gut mit mir meint? Pikante Details aus meinem Leben, woher wissen die das denn?  Es dauerte tatsächlich ein bisschen, bis sich das Mutter-Tier in mir wieder zurückgezogen hat und der Vernunftmensch  die Oberhand gewonnen hat. Natürlich ist das eine PR-Aktion. Ich habe da auch schon so meine Vermutungen von wem und zu welchem Buch, aber das verrate ich mal noch nicht. Nicht, dass ich mich blamiere 😉 Und ja, ich liebe diese Art von Werbung – auch wenn das vielleicht ein bisschen komisch klingt. Ich steh da voll drauf – ARGs, Briefe und Mails von unbekannten Verfassern und bedrohliche Post im Briefkasten. Alles super, vor allem die ganzen Tipp- und Rechtschreibfehler in der Mail und im Blog. Gerade deswegen hätte ich es FAST geglaubt.  Aber lieber Texter: Das nächste mal lass lieber die Kinder außen vor. Mütter können nämlich verdammt gefährlich werden, wenn sie ihren Nachwuchs bedroht sehen. Nicht, dass demnächst eine Horde wütender Halb-Zombie-Mamas die PR-Agenturen stürmt, sich zu rächen. Nein, das ist kein Hilferuf. Aber es ist verdammt nochmal eine WARNUNG!

Jetzt bin ich aber trotzdem gespannt, was uns der Blog noch so alles verraten will und wie es weiter geht. Der Adrenalinspiegel sinkt langsam und lachen kann ich auch schon wieder 😉

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