Endlich ein kleines Wort zum Urlaub

IMG_4871Nun bin ich schon wieder zwei Wochen  Zuhause und immer noch nicht dazu gekommen über meinen Urlaub zu bloggen. Das muss wirklich schnellsten nachgeholt werden. Mit den Details will ich euch natürlich nicht langweilen aber einen groben Abriss sollt ihr schon bekommen. Am 12. Mai ging es früh Morgens um 7:30 los Richtung Hamburg. Nach nur gut 6 Stunden Zugfahrt (ohne Umsteigen) und mit schlappen 20 Minuten Verspätung haben wir – meine Tochter und ich – unser Ziel erreicht. Nachdem wir die Koffer bei unserer charmanten Gastgeberin abgeladen und uns durch den Bahnhofsdschungel geschlagen haben, wurde es dann auch erst einmal entspannt, bei einem kleinen, aber nötigen Kaffee mit der überaus reizenden Rona Walter.

Wie ihr kennt Rona Walter nicht? Noch nicht! Möchte ich sagen. „Kaltgeschminkt“, ihr Debüt Roman wurde als zweite beim „Vincent Preis 2013“ in der Kategorie „Roman National“ geehrt  und sie tourt auch fleißig durch’s Land. Ich habe übrigens gerade ihr zweites Buch„Gläsern“gelesen, das am 20.6.13 im Luzifer Verlag erscheinen wird (und als E-book bereits verfügbar ist). Ihr solltet euch den Termin schon mal merken😉 Aber, ich schweife ab.

IMG_4917Nach Kaffee und anschließendem Besuch im Irish Pub samt Fußballspiel (irgendwie geht es halt echt nicht ohne das runde Leder) ging es nach Hause zu Claudia und Heiko, in ein gemütliches Heim am Rande der Großstadt. An dieser Stelle möchte ich mich auch nochmal ganz herzlich bei den Beiden für ihre Gastfreundschaft bedanken! So viel Herzlichkeit erlebt man wirklich nicht alle Tage!

Der Montag stand ganz im Zeichen des Sightseeing und Hamburg hat sich auch direkt von seiner besten Seite gezeigt – mit flüssigem Sonnenschein. Herrlich authentisch. Die Schifffahrt auf der Elbe und die anschließende Stadtrundfahrt im Touri-Doppeldecker haben wir uns natürlich trotzdem nicht entgehen lassen. Und Spaß hatten wir auch ganz viel. Zuerst im Büchereck Niendorf Nord (ich kann den Hamburgern nur empfehlen sich mal dorthin zu verirren. Sehr schöner Laden, eine nette Besitzerin und viele tolle Veranstaltungen) und danach mit der liebenswert-sympathischen Bloggerkollegin Mel (Books). Den Abend haben wir dann wieder gemütlich ausklingen lassen mit witzigen Gesprächen, großen Haien und kleinen Fischen.

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Am Dienstag ging es auch schon wieder weiter – von Hamburg in die Lüneburger Heide zu dem guten Freund (und Autor) Stephan M. Rother und seiner Frau, samt ihren fünf Katzen: Max, Micky, Monty, Maddy und Minnie. Seiner Initiative ist auch zu verdanken, dass ich mir am folgen Tag einen großen Traum erfüllen konnte. Wie ja einige von euch schon wissen durfte ich dem Rowohlt Verlag (der nun wirklich einer meiner  Lieblingsverlage ist) einen Besuch abstatten. Was soll ich sagen? Ich war natürlich ein bisschen Nervös, habe mich aber sehr gefreut. Mittwoch, kurz vor 11 standen wir dann auch bei strahlendem Sonnenschein im Foyer des Verlags – also an dem Ort, an dem für unangemeldete Besucher dann normalerweise Schluss ist. Zu meinem Glück wurden wir aber von Jennifer Jones (Digital Managerin des Verlags) abgeholt und in die heiligen Hallen geführt. Im Prinzip besteht so ein Verlag natürlich aus nicht viel mehr als  Büroräumen, in denen gearbeitet wird. Erstmal klingt das vielleicht nicht sonderlich spektakulär, aber dennoch ist es ein tolles Gefühl für einen Bücherjunky wie mich, an einem Ort zu sein, an dem die ganz großen Geschichten geboren werden. Und ein paar Besonderheiten gibt es dann ja doch. Zum  Beispiel den Nato-Saal, der große Sitzungssaal im Verlagsgebäude, in dem von jedem Werk, das bisher im Rowohlt-Verlag heraus gegeben wurde, ein Exemplar steht. Oder den Ledig-Raum, (wahrscheinlich benannt nach Heinrich Maria Rowohlt – Ledig, dem Sohn von Ernst Rowohlt, dem Gründer des Verlags), in dem diese Tradition aufgrund Platzmangels weitergeführt wird. Schon beeindruckend, wenn man dort die ganzen alten Werke sieht. Und ich kann euch versichern, da stehen eine ganze Menge Bücher.

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Außerdem versteckt sich im besagten Ledig-Raum noch eine Wand bzw. ein Stück Tapete auf dem die Unterschriften vieler Verlagsautoren verewigt wurden. Und ein Stück weiter gibt es eine Fotowand zu Ehren der großen Rowohlt Namen – anlässlich des 100jährigen Jubiliums vor 3 wurden diese Bilder aufgehängt.

Im Verlag stehen übrigens auch diese überaus genialen Regal-Sessel (ich will auch so einen) und überall liegen und stehen Bücher. Auf jedem Tisch, auf jeder Kommode, in jedem Regal. Alles voller Bücher. Ein Traum – wirklich! Da könnte man mich echt mal für 4 Wochen vergessen und mir würde gar nicht auffallen, dass keiner mehr da ist😀

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Das verrückte Haus Bispingen

Am Ende meiner kleinen Führung, bei der ich von der Sachbuch – bis zur Jugendbuchabteilung, über das Lektorat und die Pressestelle alles zu sehen bekommen habe, was einen Verlag so ausmacht kam das große Highlight des Tages: Das Handlager! Darin liegen nämlich von jedem Buch, das derzeit im Rowohlt Verlag erhältlich ist, etwa zwei bis drei Exemplare aus, für den Fall, dass man mal schnell eines braucht (der Hauptteil der Bücher ist natürlich beim Großisten ausgelagert).  Ein Paradies auf Erden. Und ich war dankenswerter weise nicht nur zum schauen verdammt😉

Noch ein Grund mehr – neben den wirklich guten Büchern – warum dieser Verlag einfach mein Leserherz erobert hat ist, dass sie mir diesen schönen Tag ermöglicht haben. Ich finde das nämlich nicht selbstverständlich! Außerdem arbeiten da eine ganze Menge sehr sympathische Menschen. (Schön zu wissen wer da am PC sitzt und die Social-Media Seiten des Verlags pflegt und wer eigentlich für all das verantwortlich ist, was so im Verlag passiert ;)) An dieser Stelle bedanke ich mich auch nochmal herzlich bei allen Beteiligten. Ich durfte übrigens sogar mein Töchterchen mitnehmen (auch hierfür ein Danke!) und auch wenn sie zwischendrin etwas unleidlich wurde, ist meine Leseleidenschaft doch ein bisschen bei ihr angekommen😉

Fotos? Nein, sorry ihr Lieben. Fotos gibt’s keine😉 Ich hab zum einen auch echt nicht daran gedacht welche zu machen und zum anderen gibt es doch Dinge die eben hinter verschlossenen Türen bleiben😉 Für alle, die aber trotzdem wissen wollen wie es im Verlag aussieht, gibt es eine kleine virtuelle Führung🙂

http://www.rowohlt.de/rundgang/index.html

IMG_5047Der Donnerstag war für die Erkundung der Heide vorgesehen – vom verrückten Haus in Bispingen bis zur Iserhatsche haben wir alles gesehen und mit dem Wetter auch richtig Glück gehabt – Sonnenschein, über 20 Grad und höchstens Abends mal ein Gewitter. Wunderbarere Tage bei guten Freunden. Was will man mehr? Am Freitag war aber auch diese Etappe meiner Reise zu Ende und es ging wieder ein Stückchen weiter in den Norden – nach Neumünster. Auch dort habe ich eine liebe Freundin besucht, diesmal aber gänzlich unliterarisch, und mir einen weiteren Traum erfüllt. Ich hab es nämlich endlich mal bis zu einem der beiden Deutschen Meere geschafft. Genauer gesagt an die Ostsee. War zwar bewölkt und natürlich sehr windig, aber wirklich schön mal ein Stündchen gemütlich am Strand zu sitzen. Nächstes Mal ist dann aber die Nordsee dran😉

Am Sonntag Mittag ging es nach sieben wenig erholsamen, aber dafür ereignisreichen Tagen wieder in die Heimat – und wie das am Ende einer Reise immer so ist: Mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

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PS: Wie man sehen konnte hatte mich der Alltag auch sehr schnell wieder – schließlich kam ich noch nicht mal zum bloggen seither.😉

PPS: Sämtliche Fehler gehen natürlich wie immer alle auf meine Kappe😉