Quelle:www.diarrhoe-studios.com

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Und schon wieder gibt es eine Premiere auf meinem Blog (wahnsinn, das ist ja zur Zeit fast wöchtenlich was Neues): Meine erste Filmrezension. Ich gebe aber zu, dass ich da noch ein bisschen üben muss. Buchrezensionen liegen mir irgendwie besser. Aber der Film war es echt wert!

Inhalt:

Ein beschaulicher Tag in einem kleinen, unscheinbaren Städtchen .Alles scheint harmonisch und ruhig, bis gegen Mittag plötzlich merkwürdige Geräusche aus einem der Häuser dringen. Gequältes Stöhnen, schmerzerfüllte Schreie und lautes Kreischen dröhnt durch die Straße. Plötzlich erfüllt ein beißender Gestank die Luft.

Was ist nur los in der beschaulichen Kleinstadtsiedlung? Angst macht sich breit und dann nimmt die Katastrophe ihren Lauf.

Kritik:

Ich schreibe sehr selten Filmrezensionen, weil es mir einfach schwer fällt, Filme objektiv zu bewerten. Bei Büchern ist das viel einfacher, jedenfalls für mich. Aber zu diesem Meisterwerk musste ich mich einfach äußern.

Ich habe selten einen Film gesehen, der mich so tief beeindruckt hat, der so unter die Haut ging. Dieser Film ist so authentisch, so aus dem Leben gegriffen und wahrscheinlich gerade deswegen so überaus beängstigend. Allein die Vorstellung, meinen Nachbarn dabei zuhören zu müssen, wie sie ihr Geschäft erledigen und dabei leiden ist kaum zu ertragen.

In diesem Horrorklassiker werden die Darsteller aber genau vor ein solches Problem gestellt. Einer ihrer Nachbarn hat sich einen Magen-Darm- Virus eingefangen und beschallt nun schon seit Stunden die gesamte Siedlung mit diversen Ausscheidungsgeräuschen. Selbst bei geringer Lautstärker und fehlender Dolby-Surround Anlage läuft es einem eiskalt den Rücken herunter.

Richtig schlimm wird es aber erst in dem Moment, in dem ihm das duftende Klopapier ausgeht und er die Papiermarke wechseln muss, kurz bevor auch das Klo verstopft und sich die gesamte Entladung verselbstständigt. Ein riesige Klopapier-Durchfall-Gemisch Welle rollt über die anhnungslosen Kleinstadtbewohner hinweg …

Kritisch finde ich nur, dass die Figuren wieder einmal sämtliche gängigen Horroklischees erfüllen. Der Held ist gutaussehend, gut gebaut und kraftstrotzend, die Frau an seiner Seite eine dümmliche Blondine, die bei jedem Schritt fast in der Kloake versinkt, weil sie auf ihre hohen Absätzen nicht drüber springen kann, Autos springen nicht an, Handynetz ist tot und die Nebendarsteller sterben schneller, als sie auftauchen können. Schade. Das zerstört die Wirkung dieses ansonsten rundherum überzeugenden Werkes.

Auch die Extras dieser Special Edition sind erwähnenswert: Es werden „ein Blick hinter die Kulissen“, sowie diverse Pannen beim Dreh geliefert. Sehr erheiternd. Dazu wirklich informative Interviews mit den Darstellern über ihre Flatulenz und Diarrhö. Für’s ultimative Film-Erlebnis liegt eine Klopapierprobe aus dem Film bei, sowie eine Duftprobe des Hauptdarstellers. Stark!

Fazit:

Wer kennt es denn nicht, das Gefühl, wenn man einfach dringend auf die Toilette muss, wenn man genau weiß, dass es ein verdammt großes Geschäft wird und das passende Klopapier nicht in der Nähe ist? Dieser Film zeigt, was passieren kann, wenn man in einer Notsituation zu Wenig bzw. das falsche Klopapier hat, dass dann zu früh zu Ende geht. Wer sich mal richtig gruseln will, sollte hier zugreifen. Abscheulicher geht es kaum. Bis auf die etwas zu klischeebehafteten Figuren ein wirklich gelungener Streifen.

8/10 Sternen

Titel: Shit Paper – Kraftprobe auf dem Donnerbalken
Originaltitel: Shit Paper
Regie: Clo S. Ett
Drehbuch: Shi T. Storm
Darsteller: Meg Ashit, Defaek Ation, Faeka Lien, Sche Isse
Musik: Dixi Orchestra
FSK: 18
Spieldauer: 180 Minuten
Studio: Diarrhö Studios
Erscheinungsjahr: 3013