Erotische Fantasy – nicht nur für Gay geeignet!

Kurzbeschreibung lt. amazon
Magische Flügel, kaum sichtbar, mehr ein Glitzern in der Luft. Durch Zufall entdeckt der junge Feyk, ein Leibeigener, der die Schulden seines Vater abarbeiten muss, seine Fähigkeit, die Magie der Pegasus zu erwecken. Vor Jahrhunderten hat ein gewaltiger Krieg das große Reich und die Völker entzweit. Seither herrscht Feindschaft zwischen dem Südosten und Nordwesten. Ein Zwist, der auf dem Rücken dieser magischen Geschöpfe ausgetragen wird. Unversehens findet sich Feyk hineingezogen, denn jeder der Herrscher will ihn für sich gewinnen. Vigar, der große Custor aus dem Südosten verspricht ihm die Freiheit, doch sie haben die Rechnung ohne den eiskalten Nordmann Thyon gemacht, der Feyk um jeden Preis zum Herrscher des Nordwestreiches bringen will. Zwischen Vigar und Thyon besteht weitaus mehr als nur Feindschaft wie Feyk bald erkennen muss. Seine eigenen Gefühle hingegen werden nicht nur von Vigar, sondern auch durch den seltsamen Stalljungen Aldjar durcheinander gebracht und bald schon weiß Feyk nicht, wem er vertrauen, wen er fürchten muss und wer sich hinter einer Maske versteckt..

Kurze Zusammenfassung
Als Feyk noch klein war, hat sein armer Vater für sich und seine kleine Familie einst Zuflucht in einem Gasthaus gesucht, da die Mutter schwer krank war. Leider konnte ihr nicht geholfen werden und sie verstarb dort. Die Rechnung konnte nicht bezahlen werden und daher wurde der Junge als Chiad dort gelassen, um die Schulden zu begleichen. Fortan verrichtet Feyk dort die niedersten Arbeiten und muss – so wie die jungen Mägde – sich auch männlichen Gästen für „besondere Dienste“ zur Verfügung stellen. Ein Entkommen aus seiner Situation sieht der junge Mann leider nicht, denn die Schuld seines Vaters ist erst getilgt, sobald der Gastwirt es für richtig hält und die bisherigen, misslungenen Fluchtversuche wurden auch hart und schmerzvoll bestraft.

Ein Lichtblick am Horizont ist für Feyk die Ankunft von Vigar, einem ansehnlichen, männlichen Reiter, zu dem sich der Chiad hingezogen fühlt. Als sich der Stallbursche um Vigars Pferd kümmert, erblickt er Ungewöhnliches: dieser Vierbeiner besitzt Flügel. Feyk ist erschrocken und verwundert über diesen Anblick. Vigar gibt sich als Custor aus dem Südosten des Reiches zu erkennen und erklärt Feyk, dass er ein Pegasuscitar ist, d.h. er erkennt die Veranlagung der Pferde und erweckt den Pegasus in ihnen. Vigar verspricht dem jungen Mann wieder zukommen und mit in die Freiheit zu nehmen.

Nachdem der Custor abgereist ist, erscheint wiederum bezahlungsfreudiger Besuch in der Gaststätte. Dieser kommt aus dem verfeindeten Nordwesten und wird von Thyon angeführt, der den Südosten verraten hat. Auch er erkennt die Veranlagung von Feyk und verschleppt ihn kurzerhand.

Vigar bietet sich ein Bild der Zerstörung, als er den jungen Pegasuscitar abholen will und macht sich mit seinen Begleitern auf die Suche nach ihm. Zwei starke Gegner treffen nun aufeinander und bekämpfen sich bis aufs Blut. Wird das Gute gewinnen und Feyk mit in eine schöne, erstrebenswerte Zukunft nehmen? Oder wird das Böse siegen und den jungen Mann auf die dunkle Seite ziehen?…

Meine Meinung
Am Anfang der Geschichte lernen wir Feyk kennen, der sympathisch und stolz auf den Leser wirkt. Er ergibt sich mittlerweile in sein Schicksal und fristet ein unwürdiges Dasein zwischen harter, körperlicher Arbeit und ungewollten Liebesdiensten, die er bei bezahlender, männlicher Kundschaft verrichten muss.

Der Hauptteil des Buches wird aus Sicht einer dritten Person erzählt. In einigen Sequenzen tauchen auch in kursiv geschriebene Gedanken von Feyk auf, die den Fantasy-Roman auflockern, sowie Dialoge zwischen den Personen um den jungen Pegasuscitar.

Chris P. Rolls versteht es sehr gut, die Landschaft, Kampfszenen und erotische Liebesspiele dem Leser hautnah, bildlich und leidenschaftlich nahe zu bringen. Ich habe bemerkt, dass die Autorin sich sehr gut auf den Umgang mit Pferden versteht, da sie die Bewegungen, das Verhalten und die Reaktion dieser Tiere plastisch darzustellen vermag.

Die Hauptperson ist eindeutig Feyk. Vigar und Thyon spielen eine große Rolle in seinem Leben und seiner weiteren Entwicklung. Es wird hierbei u.a. mit der körperlichen Anziehungskraft der Akteure gekonnt „gespielt“. Aber auch der geheimnisvolle und wortkarge Aldjar hat es Feyk angetan.

Der Roman wurde in 20 Kapitel eingeteilt. Ich habe die eBook-Version gelesen und muss sagen, dass ich nach Beendigung gedacht habe, ich hätte ungefähr 400 Seiten einer Printausgabe gelesen, aber nein, diese beinhaltet „lediglich“ 252 Blätter, was mich nun doch etwas verwundert hat. Aber das auch nur am Rande, denn es handelte sich wirklich um einen schönen, schnellen Lesegenuss😉 Die einzelnen Abschnitte sind mit Überschriften und einem kleinen Emblem versehen, auf dem der Kopf eines Pegasus abgebildet ist.

Ich habe mich sehr schnell in die Geschichte und die Ortschaften einfinden können und ich danke der Autorin von Herzen, dass sie zwar ungewöhnliche Namen für die Protagonisten ausgewählt, aber dafür unterschiedliche Anfangsbuchstaben benutzt hat. Hierdurch und durch die recht unterschiedliche Darstellung der Charaktere war es mir mühelos möglich, die Personen nicht zu verwechseln.

Am Anfang des Buches befindet sich anscheinend eine Skizze der Ortschaften. In meiner eBook-Version bzw. auf meinem Reader konnte ich diese allerdings nicht besonders gut erkennen, was ich aber auch nicht wirklich als störend empfunden habe.

Es handelt sich bei diesem Roman hauptsächlich um eine Fantasy-Geschichte mit Hauptaugenmerk auf die Ausbildung des Pegasuscitar und die verfeindeten Gebiete des Reiches, hierbei stehen Vigar und Thyon im Fokus. Für mich nicht ganz neu in diesem Genre ist die Gay-Darstellung der Hauptpersonen, wobei dies die erste Geschichte ist, die auch die erotische bzw. sexuelle Seite etwas in den Vordergrund rückt. Diese Szenen sind sehr bildlich beschrieben und daher spricht die Autorin (zu Recht!) auch eine Leseempfehlung ab 16 aus. Es geht da schon sehr heiß her und gut zur Sache😀 Allerdings wird hier nichts plump und pornografisch dargestellt! Erotik und Lust zwischen zwei Menschen wird hier empfindsam und real dargestellt.

Angenehm fand ich auch den Schluss, denn eine Geschichte im Buch wird hier tatsächlich abgeschlossen, obwohl es auch einen Cliffhanger für den Fortsetzungsroman gibt. Natürlich steht Pegasuscitar II schon auf meiner Geburtstags-Wunschliste und ich bin sehr gespannt, wie es mit Feyk und seinen Freunden/Feinden weitergeht!

Das Cover wurde sehr schön ausgewählt. Leider sehe ich es nur in schwarzweiß auf meinem Reader, aber ich konnte das Bild auf der Verlagsseite und dem Blog von Chris P. Rolls bewundent. Es wurde in hellen freundlichen Farben gehalten. Zu erkennen sind ein fliegender Pegasus sowie ein attraktiver, gutgebauter Mann mit nacktem Oberkörper.

Dies war das erste Buch der Schriftstellerin, das ich gelesen habe und ich bin schwer begeistert. In dem eBook ist einfach alles enthalten, was ich mag: Action, Leidenschaft sowie positive, als auch negative Gefühle. Die Schreibweise passt sich den einzelnen Situationen an und wechselt von schnellen, blutigen Kämpfen gekonnt zu beruhigenden Beschreibungen der Flugversuche neu erweckter Pegasus und anregenden Liebesszenen. Der Name Chris P. Rolls steht jetzt auf meiner Lieblingsautoren-Liste und ich werde mit Sicherheit nach Pegasuscitar II auch noch andere Werke von ihr lesen, z.B. Die Anderen (da gibt es bereits vier Bände à ich LIEBE Reihen!!), Bruderschaft der Küste.

– Ich danke der Autorin für dieses Rezi-eBook-Exemplar. –

Fazit
Pegasuscitar 1 – Auf magischen Schwingen ist eine gelungene, fantastische, erotische Geschichte rund um Feyk, der einfach nur frei sein und die Liebe entdecken möchte.

Ich vergebe von Herzen 5 von 5 Sternen und fiebere sehnsüchtig dem Lesen der Fortsetzung im April/Mai entgegen!

Infos zum gelesenen Buch
eBook: 1577 KB (8,95 EUR)
ASIN: B0086G31YW
Taschenbuch: 254 Seiten (15,95 EUR)
ISBN-13: 978-3942539319
Verlag: Fantasy Welt Zone (25. Mai 2012)
Sprache: Deutsch
Genre: Fantasy, Gay