dotbooks.de Plakat

Weiter geht’s mit dem Besucherwochenende

Samstag

War es am Mittwoch und Donnerstag noch verhältnismäßig leer, so hatten sich die Hallen am Freitag bereits deutlich mehr gefüllt. Aber auch das war kein Vergleich zum Samstag, dem ersten Publikumstag. Man musste sich buchstäblich von Halle zu Halle schieben, wenn man wirklich versuchen wollte den Ort zu wechseln. Einzig das Freigelände zwischen den Hallen blieb übersichtlich. Trotzdem habe ich es geschafft, zu unserem Facebook Gruppentreffen vor dem dotbooks Stand zu kommen. Neben einigen Usern der Seite, die ich sehr gerne persönlich kennen gelernt habe und der, mir bereits bekannten, Autorin Stefanie Maucher, traf ich dort auf Katja Piel („THE Hunter“), Sylvia Dölger („Hinter deiner Tür“) und die äußerst erfolgreichen Self-Publishing-Autorinnen Emily Bold („TheCurse„) und Martina Gerke („Holunderküsschen“).

Quatsch mit Sylvia und Michael

Auch die Verlagsmitarbeiter Herr Sonderhüsken und Frau Mirschinka fanden Zeit für das ein oder andere interessant-witzige Gespräch mit uns. Nach ein bisschen  – ok, es war eher ziemlich viel – Quatsch in der stickigen Halle, war erstmal ein Kaffee an der frischen Luft nötig. In meinem Fall vor allem der Kaffee, denn die Nächte in Frankfurt waren ziemlich kurz … Draußen ging das fröhliche Geschnatter auch gleich weiter. Zusammen mit meinen lieben Blogger-Kolleginnen Anne (Thoughts of Moon) und Nicole (Cinema in my Head), der Autorin C.M. Singer („… Und der Preis ist dein Leben“) sowie der Nachwuchsautorin Michaela Harich und ein paar anderen Mädels eröffneten wir eine illustre Damenrunde. Wobei wir uns eigentlich doch eher zufällig als geplant über den Weg gelaufen sind. War zwar ein kurzes, dafür aber ein umso lustigeres Vergnügen. Sieben Frauen auf einem Haufen – muss ich da noch was erklären? 😉

Anna, Michaela, C.M. Singer et moi 😉

Im Anschluss an das spontane Sit-in fand das erste LovelyBooks Blogger-, Autoren- und Lesertreffen statt. Etwa 50 buchverliebte Frauen und zwei bis drei Quotenmänner versammelten sich zum gemütlichen Plausch vor dem Nele Neuhaus-Aufsteller. Ausgerüstet mit aufgeklebten Namensschildern wurden, eine Stunde lang, neue Bekanntschaften geschlossen, Online-Freundschaften gefestigt und Informationen ausgetauscht, bevor sich die Gruppe wieder in alle Winde zerstreute. Insbesondere das Gruppenfoto-Shooting entbehrte nicht einer gewissen Komik. Es ist wirklich nicht leicht, eine so große Menge an Frauen dazu zu bringen, gleichzeitig in eine Richtung zu blicken.

Passend zu Lovelybooks, bzw. zu der aktuellen Lesechallenge, verlief auch mein nächster Programmpunkt: Ich konnte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, mir das Buch des Monats Oktober, „Der Architekt“ von Jonas Winner, signieren zu lassen. Jetzt muss ich es eigentlich nur noch lesen, aber der Anfang klingt schon mal vielversprechend.

Dietrich Faber und ich

Im Anschluss daran schaffte ich es am Samstag auch endlich zu meiner ersten Lesung  im Lesezelt: Dietrich Faber („Toter geht’s nicht“) las aus seinem aktuellen (satirischen) Krimi „Der Tod macht Schule“. Was soll ich sagen? Diese Lesung war ein Erlebnis. Auch wenn er sich die Zeit im Zelt mit zwei Kollegen teilen musste, ist bei mir doch nur sein Part im Gedächtnis geblieben. Witzig, sympathisch, charmant und voller Esprit lesend, hat Dietrich es geschafft, dass ich Tränen gelacht habe. Keine Frage also, dass ich dieses Buch a) sofort kaufen und b) auch signieren lassen musste. War natürlich auch hier ein tolles Gefühl, sich dem Autor nicht vorstellen zu müssen, sondern erkannt zu werden. Nicht das übliche „Welchen Namen darf  ich schreiben?“, sondern ein fröhliches „Hallo Vero“. Ich bin gefühlte 20 cm gewachsen in diesen fünf Tagen Messe. Als ich dann vor dem Signierzelt noch auf den Autor wartete, um ein gemeinsames Foto zu machen, traf ich zufällig auf Frau Kaufmann, Pressereferentin, ebenfalls vom Rowohlt Verlag und häufiger E-Mail Kontakt für mich als Bloggerin. Ich weiß, dass ich mich wiederhole, aber es war wirklich ein schönes Gefühl, dass an diesem Samstag so viele virtuelle Kontakte ein reales Gesicht bekommen haben!

Ein echtes Erlebnis an diesem Tag waren auch die  Cosplayer – von abartig (ja, das ist wirklich Geschmackssache), über peinlich (bei aller Liebe zur Individualität, aber 2 – 3 Konfektionsgrößen zu klein getragene Kleider sind peinlich!) oder witzig (Das Fruchtzwergekleid war richtig cool), bis hin zu „echt toll“ war alles dabei. Besonders beeindruckt hat mich dieses (Fuchs?) Tierkostüm (siehe Fotos unten), auch wenn ich keine Ahnung habe wen oder was dieser Mensch darstellen wollte. Das Kostüm war in jedem Fall mit viel Liebe zum Detail hergestellt. Sogar der Kiefer der Maske hat sich bewegt, wenn die Person im Anzug gesprochen hat. Gruselig.

Hörbücher – Argon Verlag

Sonntag

Geronimo Stilton

Und plötzlich war es Sonntag. Der letzte Tag, oder besser gesagt, der letzte halbe Tag auf der Messe. Zusammen mit einem Freund verbrachte ich meine letzten Stunden in Frankfurt mit einer Mischung aus Traurigkeit und Vorfreude auf Daheim. Mein erste Amtshandlung an diesem Tag war, mir zumindest einige der Wunschbücher zu kaufen, die ich in den Tagen zuvor entdeckt hatte. Und natürlich musste ich Geronimo Stilton treffen, den zuckersüßen Helden einer wunderbaren Kinderbuchreihe aus – wie könnte es anders sein – dem Hause Rowohlt. Wer von euch Kinder kurz vor oder im Erstleser alter Zuhause hat (also ab 5 etwa), der sollte diesen Büchern seine Aufmerksamkeit schenken. Meine Tochter liebt Geronimo und seine verrückte Assistentin Pinky Pick und ich kann mich ihr da nur anschließen. Eigentlich hatte ich ja vor gehabt auch noch Simon Beckett zu sehen, aber da waren eindeutig zu viele Menschen. Naja gut, gesehen hab ich ihn immerhin und das mit dem Signieren klappt sicher auch noch irgendwann 😉

Stevan Paul

Nach einem weiteren Lovelybooks Treffen, das leider vom Regen unterbrochen worden ist, ließ ich meinen Messebesuch im Lesezelt ausklingen: Zuerst ein bisschen Harry Rowohlt (jetzt muss ich eigentlich schon fast lachen), dann ging es um kulinarische Genüsse der etwas anderen Art. In „Schlaraffenland“ erzählt der gelernte Koch Stevan Paul 15 kleine Kochgeschichten auf amüsante Weise, z.B. die Geschichte vom Oberkellner Adam, der seinen Beruf liebt und nur die Gäste nicht leiden kann. Ein Buch, das ganz bestimmt von mir gelesen werden muss. Das kleine Schmunzeln für Zwischendurch. Zum Schluss lauschte ich der Schauspielerin Yvonne der Bark (u.a. „Unter Uns“) bei der Lesung ihres Debüt Romans (Sachbücher hat sie schon drei geschrieben) „Mann zu verschenken“. Und da dieser Titel für mich – unabhängig vom Inhalt – ein absolutes Muss gewesen ist und die Geschichte wirklich amüsant zu sein verspricht, wanderte auch dieses Büchlein noch in meine Tasche. Damit war dann aber auch Schluss.

Yvonne de Bark

Die Heimfahrt mit der Deutschen Bahn war nicht ganz so entspannt wie die Hinfahrt – aber wenn man aufgrund einer Signalstörung 30 Minuten Verspätung hat und trotzdem alle Anschlusszüge erreicht werden, weil einfach gefühlt der komplette Bahnverkehr mit zeitlichen Problemen zu kämpfen hatte, war es dann doch gar nicht mehr so schlimm.

Fazit:

Schön war’s. Absolut unglaublich, wahnsinnig, famos, großartig, genial, lustig, … Nein, im Ernst – ich hatte lange nicht mehr so viel Spaß (und vor allem so viel Freiheit) wie in diesen fünf Tagen. Und es war eine riesige Ehre für mich, so viele bekannte Autoren treffen zu dürfen – nicht nur zu offiziellen Anlässen wie z.B Signierstunden, sondern vor allem privat im Zwiegespräch. Viele werden sich jetzt vielleicht fragen, warum ich keine Interviews geführt habe, aber das ist schnell erklärt: Weil ich keine Lust hatte. Ich wollte diese Messe erleben, Menschen treffen, Kontakte knüpfen bzw. vertiefen und die ein oder andere Online-Bekanntschaft auf das echte Leben ausweiten. Ich wollte nicht als rasender Reporter den ohnehin schon gestressten Mitmenschen auf die Nerven fallen. Und ich habe mir nette Gespräche gewünscht, die sich ganz ungezwungen entwickeln und genau das habe ich alles erreicht! Was also könnte ich mir mehr wünschen? Aber ich verspreche euch, dass ich auch künftig hier wieder das ein oder andere Autoreninterview führen werde.

Skyline Frankfurt bei Nacht

Zum Abschluss möchte ich mich jetzt aber auch noch bei meiner Gastgeberin bedanken: DANKE ANNA! Für die Gastfreundschaft und die vielen lustigen Stunden. Kein Hotel könnte das toppen! Es war einfach super. Zum einen war das Essen wirklich lecker 😉 Zum anderen das Zimmer, in einer kleinen WG, mitten in Frankfurt, ganz in der Nähe der Messe. Besser konnte ich es ja gar nicht treffen. Vor allem aber danke, dass ich dich und deine Freunde kennen lernen durfte – ohne euch wären die Abende in Frankfurt wahrscheinlich verdammt einsam geworden 😉

Und ich danke auch allen anderen, die mich in Frankfurt begleitet haben, die ich jetzt nicht namentlich erwähnt, oder einfach vergessen habe, dafür, dass sie diese Tage zu etwas ganz besonderem gemacht haben!

Das tolles Kostüm

Jonas Winner liest aus seinem Buch

Der Oktonaut 🙂

Bühne im Lesezelt:

Bücher …

Schlumpf 🙂

Bücher – Ullstein

Bücher – Blanvalet

Meine Ausbeute 🙂

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