Inhalt:

Venezia a Cupola, kurz CupolaV, im Jahr 2066.  Die einstige Lagunenstadt wurde von dem Medienkonzern Globe4Kic! zu einem Freizeitpark umfunktioniert, in dem das ganze Jahr Karneval gefeiert wird. Aber auch hier schläft das Verbrechen nicht, ein Mord wird verübt. Der Täter ist schnell identifiziert: Aldo Farouche, ein Meisterdieb. Aber er kann im letzten Moment nach Hanseapolis fliehen. Louann Marino und Elias Kosloff werden auf den Fall angesetzt. Kurz darauf wird Aldo ermordet, sein gesamter Körper ist kristallisiert, sein Appartment verwüstet, in seinem Rachen befindet sich ein seltsamer Kristall.

Die Ermittler stehen vor einem Rätsel: Was hat es mit den Jeanne- Kristall auf sich? Wo befinden sich die mysteriösen Präludien und wie hängen diese Dinge zusammen?  Eine atemlose Jagd beginnt  …

Kritik:

Wer meinen Blog regelmäßig verfolgt der weiß, dass ich seit dem ersten Hanseapolis Roman ein großer Fan dieser Autorin bin. Miriam Pharo schreibt fesselnd, ist  absolut sicher im Umgang mit der Sprache und kennt den Unterschied zwischen notwendigen Details und unnötigen Schnickschnack. Auf Letzteren verzichtet sie gänzlich und gerade das verleiht ihren Büchern einen unverwechselbaren Charme.

Die beiden Protagonisten, der unnahbare, aggressive und introvertierte Kosloff und seine sensible, manchmal etwas unsichere aber intelligente Kollegin Louann sind mir vom ersten Momant an ans Herz gewachsen. Auch im dritten Teil der Reihe kann man wieder herrlich mit den Figuren mitfiebern, miterleben und versuchen die Hintergründe und Zusammenhänge selbst zu ermitteln.

Der Roman ist in 24 Kapitel – in Anlehnung an die 24 Präludien von Chopin – aufgeteilt und beschreibt aus wechselnden Perspektiven die Handlung. Intelligente Dialoge und ein absolut gelungener Aufbau zeichnen diesen Thriller aus. Geschickt gelegte Spuren und Verwirrungen sorgen für atmelose Spannung.

Selbstverständlich sind auch die erklärenden „Info Breaks“ und das nützliche Glossar wieder im Buch inbegriffen. Und auch das Herz kommt auch nicht zu kurz 😉 Eine in jeder Hinsicht stimmige Geschichte, Überraschungen, unerwartete Wendungen und ein phänomenales Ende fesseln bis zum letzten Satz an das Buch. Allerdings ist auch diesmal „mitdenken“ angesagt, um das clevere Spiel zu durchschauen.

Fazit:

Absolute Leseempfehlung! Wer Miriam Pharo NICHT liest hat eindeutig etwas verpasst. Spannend, authentisch – trotz der unüberhörbaren Zukunftsmusik -, sprachlich überzeugend, interessante Charaktere sowie eine geniale Geschichte voller unerwarteter Wendungen machen diesen Roman zu einem einzigartigen Leseerlebnis.  „Präludium“ kann man unabhängig von den beiden Vorgängern lesen – sollte man aber nicht! Wieder einmal ein toller Thriller, bei dem man durchaus nachdenken muss, um die Zusammenhänge und Wechsel zu begreifen. Genial gemacht. Ich will mehr von diesen beiden Ermittlern lesen.

5/5 Sternen

Miriam Pharo – Präludium
erschienen, 2012 Acabus Verlag
314 Seiten
13,90€ ( noch nicht als E-book erschienen)

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