Inhalt:

Klappentext:
„Spring in die Zukunft! Rette die Welt!
Ein unscheinbares Gerät mit ungeheurer Macht: Es stellt eine Schleuse in die Zukunft her. Forscherin Paige Cambell wagt als Erste den Blick ins Morgen. Und sieht nichts als eine tote Einöde: Ruinenstädte und Knochenberge. Offenbar steht das Ende der Menschheit schon in wenigen Wochen bevor – es sei denn, Paige und ihr Partner Travis finden heraus, welche Kräfte unsere Zivilisation zu zerstören drohen. Die beiden müssen den Sprung wagen, sie müssen in die Zukunft. Auch auf die Gefahr hin, nicht mehr zurückzukehren.

Kritik:

Ich würde dieses Buch in die Kategorie Science-Fiction (SF) bzw. Endzeit-Thriller einordnen. Mein persönlicher Lesegeschmack geht allerdings eher in Richtung Thriller, Krimi, historische Liebesromane.
Umso erstaunter war ich, dass mich die Leseprobe zu diesem Buch derart angesprochen hat – die Story hat mich quasi angesprungen :o)

Es handelt sich für mich um einen Pageturmer – ich konnte das Buch seit gestern abend nicht mehr aus der Hand legen. Um halb 1 musste ich mich sogar zwingen, das Licht auszumachen, so sehr hatte mich die Story um Paige, Travis und Bethany gefesselt.

Der Autor erzählt diese Zeitreisegeschichte aus der Sichtweise mehrerer Protagonisten, aber hauptsächlich wird auf die drei Hauptfiguren zurückgegriffen.
Ich finde die drei sehr sympathisch und kann mich mit deren Charakteren identifizieren bzw. deren Verhaltensweisen nachvollziehen.

Dieser Endzeit-Thriller bedient sich einer einfachen Schreibweise, obwohl auch nicht darauf verzichtet wird, Fremdwörter für bestimmte Dinge zu verwenden. Hierbei handelt es sich um bekannte Begrifflichkeiten wie „Portal“, worunter sich alle SF-Fans etwas vorstellen können oder unbekannte bzw. ausgedachte wie z.B. „Entitäten“. Diesen Begriff würde ich einfach so umschreiben wollen, dass es sich hierbei um technologisch weiterentwickelte Gegenstände handelt, die vom Portal „ausgespuckt“ werden…

Patrick Lee war bereits als Drehbuchautor für Hollywood tätig, was seinem Schreibstil sehr zugute gekommen ist. Ich konnte mir die einzelnen Szenen im Buch sehr gut bildlich vorstellen und würde mich persönlich über eine Verfilmung von DYSTOPIA freuen.

Das Cover des Buches besticht durch schlichte Eleganz, allerdings wäre mir das Taschenbuch im Buchhandel nicht unbedingt ins Auge gestochen und hätte mich somit auch nicht zum Kauf animiert

Das letzte Buch, das mich derart gefangen genommen hatte, war ILLUMINATI von Dan Brown :o)

Fazit:

Ein Endzeit-Thriller, der von der ersten Seite an fesselt und bis zuletzt spannend ist – Herzrasen und feuchte Hände inklusive :o)
Eine Geschichte, die zum Nachdenken anregt, denn so wie hier beschrieben, kann es wirklich mal in unserer Zukunft aussehen:-/
Sollte diese Reihe von Patrick Lee fortgesetzt werden, werde ich mir mit Sicherheit die nachfolgenden Bücher ebenfalls zulegen, da ich diesen Autor auf meine Lieblingsschriftsteller-Liste gesetzt habe. Absolute Leseempfehlung.

DYSTOPIA ist der Nachfolgeroman zum Erstlingswerk „Die Pforte“ von Patrick Lee und als rororo (Rowohlt) Taschenbuch erschienen. Leider wird dies weder im Klappentext noch im Vorwort erwähnt. Es stellt sich quasi auf den letzten 50 Seiten im Buch für mich als Leser heraus. Ich kann allerdings sagen, dass man den Vorband nicht gelesen haben muss, um diese Geschichte inhaltlich zu verstehen. Für mich persönlich wäre es jedoch hilfreich gewesen, einen Hinweis vorab diesbezüglich zu entdecken, da ich nicht gerne „mitten in einer Reihe“ anfange zu lesen.

5/5 Sternen

Patrick Lee – Dystopia
erschienen, 2012 im Rowohlt Verlag
416 Seiten
9,99 € (Taschenbuch)

Liebe Katja „Kaddel“ Peters. Ich danke dir für deine tolle Rezension und hoffe du verzeihst mir meine Kleinen Änderungen🙂