Inhalt:

Die, derzeit nur mäßig erfolgreiche, Journalistin Elizabeth Parker trifft bei der Recherche zu einem Artikel über Morden an Jugendlichen auf den Detektive Sergeant Daniel Mason. Um mehr über die Ermittlungen zu erfahren folgt sie ihm in einen Club. Zwischen den beiden funkt es heftig und die Arbeit ist bald vergessen. Als die beiden die Discothek verlassen, werden sie hinterrücks überfallen und Daniel wird getötet. Elizabeth ist am Boden zerstört. Doch dann geschieht das unglaubliche: Sie kann Danny sehen, mit ihm sprechen. Gemeinsam beschließen sie den Tätern auf die Spur zu kommen und das Geheimnis um Daniels Tod zu lüften. Irgendwas ist faul an der Geschichte, denn ein einfacher Raubmord war das nicht und es scheint als sollte etwas von aller höchster Stelle vertuscht werden…

Der erste Teil einer Trilogie, eine Geschichte über die Liebe zwischen einer Frau und einem Geist und der Suche nach der Wahrheit.

Kritik:

Der Roman spielt im heutigen London. Die Protagonisten Daniel und Elizabeth sind einem sofort sympathisch. Elizabeth Parker, geboren und aufgewachsen in Oxford, arbeitet als Journalistin bei einer großen Londoner Klatschzeitung. Sie fühlt sich dort aber sehr unwohl, da sie lieber ernsthaften Journalismus betreiben möchte, statt im Privatleben anderer zu wühlen und sich am Schicksalsschlägen zu bereichern.
Daniel Mason, gebürtiger Londoner, ist geprägt durch seine eher unschöne Kindheit und hat sich der Arbeit mit Jugendlichen verschrieben. Als Polizist hütet er das Gesetz, ist standhaft und unbestechlich, in seiner Freizeit versucht er unterprivilegierten Jugendlichen eine Chance bzw. Lebensinhalt zu geben, damit sie nicht irgendwann in den Fängen der Justiz landen.

Eine Vielzahl an teils witzigen, teils aber auch geheimnisvollen oder völlig unsympathischen Nebenfiguren, z.B der junge Riley, Daniels Kollege Anthony Wood, Sir Thomas Hamilton oder der etwas eigenwillige Geisterforscher Professor Worthing, machen die Geschichte zu einer humorvollen und spannenden Unterhaltung. Man möchte unbedingt weiter lesen, mehr über die Charaktere erfahren und wissen was hinter der merkwürdigen Geschichte und den Morden steckt.

Der Roman ist flüssig und sehr eingängig geschrieben und dadurch wunderbar leicht zu lesen. Man kann mit den Charakteren richtig mitfiebern und wird in die Geschichte geradezu hineingezogen. C. M. Singer schafft eine tolle Atmosphäre, mit romantischer und gefühlvoller, aber auch gefährlicher Grundstimmung. Die Dialoge wirken wenig gekünstelt, der Humor kommt nicht zu kurz. Man muss sich nicht erst vorstellen, was die Figuren empfinden könnten, man fühlt mit ihnen.

Fast schon ungewöhnlich ist, dass er Roman in personale Erzählstil, komplett aus der Sicht von Elizabeth geschrieben ist und nicht in den Perspektiven wechselt. Liest man – meinem Empfinden nach – mittlerweile nicht mehr oft, aber es passt hier sehr gut.

Es ist sowohl in der Bussi-Bussi Gesellschaft von Klatschreportern, als auch in England gängig die Gesprächspartner mit Kosenamen zu betiteln. Ist Der häufige Gebraucht von „Süße“, „Schatzi“ kitschig? Vielleicht. Störend? Manchmal wäre weniger tatsächlich mehr gewesen, aber die Geschichte wird dadurch sicher nicht zerstört.

Fazit:

Unbedingt lesen. Ein sehr schönes Buch, angenehmer Schreibstil, liebevoll gezeichnete Charaktere, spannende Geschichte und eine große Portion Fantasie und Romantik. Ich würde es nun vielleicht nicht unbedingt „harten Kerlen“ ans Herz legen, aber für die gefühlvolle Frau, die gerne mal ein bisschen träumen möchte ist es genau das richte. Ich bin gespannt wie es in Teil 2 und 3  weiter geht. Ich werde auch in jedem Fall weiter lesen – und berichten!

5/5 Sternen

C.M. Singer – Und der Preis ist dein Leben (Teil 1)
erschienen, 2012 im AAVAA Verlag
319 Seiten
11,95 €