Inhalt (Klappentext)

Grotesk verstümmelte Leichen tauchen aus dem Schneematsch des Frankfurter Winters auf. Zugleich überfluten grauenhafte Videos die sozialen Netzwerke und das Internet, die selbst den hartgesottenen Frankfurter Großstadtsheriff Jim Devcon nicht kaltlassen: Sie zeigen abartige pseudowissenschaftliche Experimente, bei denen eine Versuchsperson die andere mit Stromschlägen foltert und schließlich tötet.

Der Hauptkommissar und sein Team stehen von Tag zu Tag stärker unter Druck, die Polizei präsentiert sich hilflos, bis eine Spur zu einem unaussprechlich bösen Gegner aus Devcons Vergangenheit führt: Dieses mörderische Duell ist nichts für schwache Nerven!

Kritik:

Zu erst einmal: Ich konnte dieses Buch nicht zu Ende lesen. Nachdem ich mich durch 130 Seiten mehr gequält, als gelesen habe, musste ich das Buch einfach zur Seite legen. Ich fand keinen Zugang zur Geschichte. Vielleicht lag das auch daran, dass es sich um den dritten Teil einer Reihe handelt, aber normalerweise sollte so etwas kein KO Kriterium für ein Buch sein.

Die Autorin schreibt sehr kühl, distanziert, fast völlig emotionslos, so dass der Handlung und den Personen jede Tiefe fehlt. Der Protagonist, Jim Devcon, ist ein unsympathischer, arroganter Texaner, der scheinbar gegen alles, außer seine eigene Meinung völlig Immun ist. Gut 50% der von mir gelesenen Seiten handelten von Kleinkriegen und Streitigkeiten zwischen Devcon und seiner Freundin/Kollegin Tatjana Kartan, seinem Vorgesetzten, dem Pathologen sowie gejammer über das Wetter und die Bürokratie.

Des weiteren wurden einige Kapitel wohl aus der Sicht bzw. in Form von Gedanken des Täters geschrieben. Theoretisch eine nette Idee – leider waren sie einfach nur eine Aneinanderreihung zusammenhangloser Wörter bzw. Sätze. Klang nach gewollt, aber nicht gekonnt.

Die Schilderungen der Morde an sich waren trotz der Grausamkeiten reichlich unspektakulär und wenig interessant, für mich völlig absurd und unrealistisch, kaum überzeugend.

Fazit:

Zu diesem Buch muss man sich wohl wirklich seine eigene Meinung bilden. Ich möchte hier sicher keine Leseempfehlung aussprechen, aber auch niemandem davon abraten. Es gibt bestimmt einige Leser, die mit dem Stil der Autorin viel anfangen können. Mein Fall war es leider absolut nicht.

1/5 Sternen

Eva Lirot – Eiskalte Ekstase
erschienen, 2012 im Sutton Krimi Verlag
571 Seiten
12,00 €

Mit bestem Dank an den Sutton Verlag für das  Rezensionsexemplar!