Inhalt:

Eine junge Frau wird verschleppt.Kurz darauf erhält eine Studentin makabere Post: Die Anfänge einesRomans, geschrieben auf Menschenhaut. Schnell gerät der gescheiterteAutor Christoph Jahn,  dessen Roman auffallende Ähnlichkeiten mit demFall aufweist, ins Visier der Ermittler. Schon einmal wurde seineGeschichte als Vorlage für eine grausige Mordserie missbraucht. Danntaucht die Leiche einer Frau auf und für die Polizei beginnt eingnadenloser Wettlauf gegen die Zeit…

Kritik:

Von der ersten Seite an zieht einen die Geschichte in ihren Bann: Die Qualen der entführten Frau, das ungleiche Ermittlerduo, bestehend aus Hauptkommissarin Andrea Matthiessen und Oberkommissar Stephan Erdmann, Verdächtige, die sich in widersprüchlichen Aussagen verstricken und Polizeiinterne Machtkämpfe sorgen für anhaltende Spannung auf hohem Niveau. Arno Strobel schafft es wieder einmal ohne übertriebene Brutalität den Leser zu fesseln.  Mit feinem Gespür für die richtige Mischung aus enthüllten Details und offenen Fragen führt der Autor den Leser an der Seite der sympathischen Protagonisten durch das Geschehen.

Strobel versteht sich wieder einmalbestens darauf subtile Spannung zu erzeugen. Gleichzeitig liefert erdem Leser genügend Einblicke in das Privatleben der Charaktere, so dass deren Handlungen nachvollzogen werden können, ohne sich in langweiligen und langwierigen Ausschweifungen zu verlieren. Man hat, im Gegensatz zu einigen anderen Romanen, die ich in letzter Zeitgelesen habe, keine Sekunde das Gefühl, dass manche Seiten zwanghaft voll geschrieben wurden, nur um irgend eine Auflage zu erfüllen.

Trotz der permanent vorherrschenden Spannung schafft es der Autor, sich zum Ende hin, noch einmal zusteigern, so dass der ohnehin schon sehr gute Roman auch noch mit einem spektakulären, aber nicht übertrieben, sich gut in die Handlung einfügenden Ende, gekrönt wird. Sprachlich steht „DasSkript“ den Vorgängern (Das Wesen, Der Trakt) in nichts nach. Wie immer sehr angenehm und abwechslungsreich formuliert, flüssig zu lesen und nicht prätentiös

Fazit:

Ich habe dieses Buch in nicht einmal 4 Stunden regelrecht verschlungen. Ein kurzweiliger, spannender, unterhaltsamer, sehr gut zu lesender Thriller für jeden Arno Strobel Fan und für  alle, die gerne sehr gute Bücher lesen. Vor allem auch eine Empfehlung für all jene, die gerne Täter raten. Zwar lag ich persönlich beim Täter richtig, aber aus Gesprächen mit vielen anderen Lesern weiß ich, dass die Meisten doch vom Ende sehr überrascht waren.  Auch dieses mal bin ich restlos begeistert und erwarte mit Spannung das nächste Buch.

5/5 Sterne

(Wenn ich könnte würde ich ja 7 Sterne geben, darunter aber dann ein Sympathiestern für den netten Autor 😉 )

PS: Bleibt zu hoffen, dass die Figur desLektors wirklich reine Fiktion ist 😉

Arno Strobel – Das Skript,
erschienen 01/2012 im Fischer Verlag
382 Seiten
8,99 €

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