Quelle: randomhouse.de

Inhalt:

Homers Odyssee gehört wohl zu denältesten und beeindruckendsten Werken der abendländischenLiteratur. Der Epos beschreibt die Reisen und Abenteuer des KönigsOdysseus von Ithaka und seiner Gefährten, die Zustände, die nachseiner 20 jährigen Abwesenheit in seinem Königreich herrschen. unddas Leben seines Sohnes Telemachos sowie dessen Suche nach dem Vater.

Die Odyssee selbst ist in 24 Gesängeaufgeteilt. Zuerst wird die Gegenwärtige Situation in Ithaka, umOdysseus Frau Penelope und seinen Sohn Telemachos beschrieben. Im weiterenVerlauf der Geschichte erfährt man die Einzelheiten über OdysseusIrrwege und Abenteuer, bis hin zu seiner Rückkehr nach Ithaka, wodie Geschichte nach einem Kampf zwischen ihm und den Freiern,schließlich zu einem friedlichen Ende kommt.

Meinung:

Das Erste, das einem ins Auge stichtist die wunderschöne und edle Aufmachung des Buches. DerSchutzumschlag zeigt eine schwarz – weiße stilisierte Landkarte, diesehr gut zur Thematik des Werkes passt. Der Gold geprägte Titel,umrahmt von einem Ornamentband, hebt sich angenehm lesbar vomUntergrund ab. Zwei Lesebändchen sorgen für die nötige Übersichtbeim lesen, sowohl in der Geschichte, als auch im Anhang.
Wichtig aber ist vor allem die hiervorliegende Neuübersetzung des Werkes durch Kurt Steinmann. MeinerMeinung nach, im Vergleich zu der bis Dato gängigsten Version vonJohann Heinrich Voß, eine sehr gelungene und gut zu lesendeÜbersetzung. Sie scheint dem Originaltext um eines näher zu kommen,als andere Ausführungen und bleibt dennoch verständlich. Natürlich dauert es eine Weile, bis man sich in dasSprachmuster, das Reim Schema und die Formulierungen eingelesen hat.Etwas befremdlich mag es z.B erscheinen, dass ein Name nicht einfachnur genannt wird, sondern jeweils und bei fast jeder Nennung mit denzugehörigen Adjektiven versehen wird. So spricht Homer z.B von der“funkeläugigen Pallas Athene“, dem „klugenTelemachos“, oder dem „göttergleichen Odysseus“ Zudemist es üblich die Verwandtschaftsverhältnisse zu wiederholen. Alsda wären „Göttin Athene, Tochter des Zeus“, „Telemachos,Sohn des Odysseus“.
Hat man aber die sprachlichen Klippenerst einmal umschifft und sich auf die Geschichte eingelassen, sobereitet das Lesen kaum Probleme. Sehr Hilfreich und vor alleminformativ ist auch der ausführliche Anhang des Buches. Neben jeeinem Nachwort von Walter Burkert und Kurt Steinmann, der eine kurzeInformation zur Übersetzungsgeschichte der Odyssee liefert, gibt esauch ein Namensregister, das sämtliche Personen- und Ortsnamen, samtzugehöriger Erklärungen beinhaltet sowie Anmerkungen bzw.Erläuterungen zu jedem Gesang. Diese erleichtern das Lesen ungemein,da sie, für der Verständnis der Geschichte, notwendigeZusatzinformationen liefern, wie z.B ursprüngliche Wortbedeutungoder Kontext.
Trotz allem ist die Odyssee natürlichkeine Bettlektüre, die man an einem Abend verschlingt, da das Lesendoch sehr hohe Konzentration erfordert. Mir persönlich aber hat sieviel Spaß bereitet und ich bin froh, diesen Klassiker nun doch endlich gelesen zu haben.
 Homer – Odyssee 
Verlag: Manesse Verlag
Erscheinungsjahr: 2011
Übersetzer: Kurt Steinmann
Advertisements