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Ein Ende … und ein Neuanfang?

Liebe Leserinnen und Leser,

über viele Monate habt ihr nun Geduld mit mir gehabt und ich habe auch wirklich sehr, sehr, sehr lange mit mir gerungen, aber ich glaube, dass es für mich Zeit ist mich von euch zu verabschieden. Im letzten Jahr ist in meine Leben viel passiert was mich Kraft gekostet hat, vieles, was mich nachdenklich gestimmt hat und letztendlich wenig, das mir wirklich Freude bereiten konnte. Meine letzte Bastion der Ruhe, das Lesen, ist auch kein Ort der Entspannung mehr, da ich ständig den Druck „du müsstest eigentlich rezensieren“ im Hinterkopf hatte und so kam zu all dem Druck von Außen noch die innere Anspannung dazu.

Nun passiert in meinem Leben immer noch vieles, vor allem Dinge die mich nicht glücklich machen können. Auf mich wartet ein langer und anstrengender Kampf, in den ich all meine Energie (die mittlerweile sowieso schon sehr erschöpft ist) werde stecken müssen. Dazu brauche ich zum einen die innere Ruhe, zum anderen aber auch wieder einen Ort an den ich mich flüchten kann, wenn alles zuviel wird. Um diesen Kampf zu kämpfen und bestehen brauche ich meine Bücher – und ich brauche sie wieder als das was sie einmal waren: Freunde, die mir in harten Zeiten zur Seite stehen, ohne mich daran zu erinnern, was noch alles zu tun ist. Ich brauche die Reisen in ferne Länder und fremde Zeiten, um mich der Gegenwart zu stellen. Ich brauche meinen Felsen im Meer.

Nun ist es an der Zeit euch, die ihr mich fast drei Jahre lang begleitet habt, Lebewohl zu sagen und mich zu bedanken. Dafür, dass ihr diesem kleinen Projekt eure Aufmerksamkeit geschenkt habt, für das nette Feedback, für wunderbare Menschen, die ich durch meinen Blog kennen lernen durfte (und ich hoffe doch, dass wir trotzdem in Kontakt bleiben werden) und für wunderschöne Erlebnisse und Treffen. Ich danke dafür, dass ihr mit mir mitgefiebert habt, wie ihr euch für mich gefreut und manchmal auch mit mir gelitten habt und ich danke euch dafür, dass es euch gibt.

Es fällt mir nicht leicht diese Zeilen zu schreiben, da der Blog, wenn auch nicht so überragend und mit so viel Engagement geführt wie viele andere, sehr wichtig war und er zu einem großen Teil meiner Selbst geworden ist. Aber ich weiß, dass diese beständige Mahnung an unerledigtes mir nicht helfen wird. Vielleicht komme ich eines Tages wieder, vielleicht nicht. Im Moment steht vieles auf wackligen Füßen und noch mehr in den Sternen.

Noch liegen hier einige Bücher die ich rezensieren muss und ich werde diese letzten Rezensionen auch noch liefern, keine Frage! Außerdem wird meine Facebook Seite bestehen bleiben und vielleicht werde ich dort sogar viel aktiver werden und euch zeigen, was ich gerade lese oder tue. Denn ich lebe und liebe Bücher, das wird sich nicht ändern. Und ich liebe es mit anderen Menschen über Bücher zu sprechen oder zu erzählen in welchen Welten ich gerade umherstreife. Aber den Blog als solches wird es nur noch „auf dem Papier“ geben.

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Ich wünsche euch, liebe Leser, lieber Freunde, ein wunderschönes und gesegnetes Weihnachstfest, ein paar Erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Möge 2015 mehr Freude und weniger Leid bringen als dieses Jahr. Ich wünsche euch allen nur das Beste und hoffe, dass wir uns irgendwann und irgendwo wieder über den Weg laufen!🙂

Alles Liebe

Eure Vero

And the Winner is …

Heute mach ich es wirklich ganz kurz und schmerzlos, bevor ich wieder im Plätzchenteig versinke.🙂 Aber ich danke euch, für die zahlreiche Teilnahme und hoffe, dass der ein oder andere diesen wunderbaren Roman trotzdem lesen wird. Wer sich noch nicht sicher ist, der sollte mal kurz im ARD-Buffet Lesetipp  vorbei schauen. Die wunderbare Karla Paul ist nämlich auch ganz begeistert von diesem Buch!

Jetzt aber: Gewonnen hat „Denise“. Ich hoffe natürlich, dass sie das nun hier liest. Bitte schick mir deine Adresse an dreigroschenpoesie@gmx.de.🙂 Sollte ich innerhalb der nächsten drei Tage nichts von der Gewinnerin hören, dann verlose ich das Buch noch einmal unter den Teilnehmern.
Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß beim Lesen.
Alle Anderen: Seid nicht traurig, ihr wisst ja, dass ich immer Mal wieder hier was verlose oder verschenke. Und wenn ich nicht all zu KO bin, dann kriegt ihr die nächsten Tage auch wieder ein paar Lesetipps von mir!🙂

 

Wenn die „Welt in Flammen“ steht …

Mai 1940

Deutsche Panzer rollen westwärts, Hitlers Armee scheint übermächtig und Frankreich steht kurz vor der Kapitulation. Krieg herrscht in Europa und ein letztes Mal soll der berühmte Orient Express seine Reise antreten, von Paris über Venedig bis nach Istanbul. Die Plätze für diese Fahrt sind ebenso begrenzt wie begehrt, aber Eva, eine Deutsche Jüdin, setzt alles daran, um an Board zu kommen. Neben ihrem Geliebten, dem karpathischen König, befinden sich auch eine russische Fürstenfamilie sowie ein amerikanischer Millionär und deutscher Spion und einige weitere elitäre Reisende im Zug. Jeder von ihnen hat seinen ganz eigenen Grund diese Fahrt anzutreten, aber nicht nur die Passagiere sondern auch der Zug selbst birgt ein großes Geheimnis. Eine spannende, dreitägige Reise quer durch Europa beginnt. Eine Reise voller Angst, Ungewissheit und Hoffnung.

Schon oft habe ich euch nun von diesem wunderbaren Buch berichtet, das ich vom ersten Tag an bei seiner Entstehung begleiten durfte – werft ruhig einen Blick in die Danksagung – und das mich tief in seinen Bann gezogen hat. Eine spannende Reise ins Ungewisse, packende Schicksale, widerstreitende Gefühle und herausragende Figuren vor einer historischen Kulisse, die man zwar schon oft, aber kaum je so kennen gelernt hat.

Hoffentlich konnte ich euren Lesehunger anregen, denn jetzt habt ihr die Möglichkeit ein signiertes Exemplar von Benjamin  Monferats „Welt in Flammen“ zu gewinnen. Mehr Informationen zum Buch, zum Autor, zum Simplon Orient Express und Leseproben findet ihr auf der Homepage zum Buch. Stöbert doch einmal ein bisschen und begebt euch auf die Reise … http://www.welt-in-flammen.de

Aber wer ist eigentlich dieser Benjamin Monferat? Es ist das Pseudonym eines erfolgreichen Deutschen Autors, der neben spannenden Thrillern („Ich bin der Herr deiner Angst“), auch zahlreiche Fantasyromane (Das Geheimnis des Dorian Grave) veröffentlich hat. Monferat  –  besser bekannt als Stephan M. Rother – lebt und arbeitet, zusammen mit seiner Frau Katja und 5 Katzen, am Rande der Lüneburger Heide, deren Landschaft in seinen Romanen auch gerne Mal eine Rolle spielt. Neben seiner Liebe zur Literatur interessiert er sich von frühester Kindheit an für Eisenbahnen und Züge. Diese Leidenschaft merkt man seiner Arbeit auch an, da er nicht nur detailgetreu recherchiert, sondern auch eloquent formuliert. Er kreiert Welten zum Abtauchen und Eintauchen und gestaltet seine Romane zum Genuss für den Leser.

Welt in Flammen

Paris – die Stadt der Liebe, die Stadt, in der dieser Roman seinen Anfang nimmt, die Stadt, die die Schicksale sämtlicher Reisender des Orient Expresses miteinander verbindet. Die Stand, in der eine große Geschichte beginnt, noch bevor das Signal zur Abfahrt ertönt und sich die Räder des Zuges in Bewegung setzen.

Sacre Coeur

Sacre Coeur

Ich selbst war vor über 10 Jahren in Paris (Und habe für euch ein paar alte Fotos ausgegraben :D) und war von der Stadt sowohl begeistert als entsetzt – der Kontrast zwischen Prunk und Elend, zwischen Fassade und dem Dreck auf den Gassen abseits der Touristenrouten ist beängstigend. Dennoch ist diese Stadt wunderschön: Der Eiffelturm, der Louvre, Sacré-Coeur, Notre Dame, das Centre Pompidou oder die kleinen Straßencafés, … vor allem aber die Größe ist beeindruckend. Für all das hatte die junge Eva Heilmann natürlich keinen Blick, also sie in wilder Hast durch die Straßen von Paris hetzt. Aber ich hoffe, dass IHR einen Blick dafür habt.

Arc de Triomphe

Arc de Triomphe

Centre Pompidou

Centre Pompidou

Blick vom Eifelturm

Blick vom Eiffelturm

Blick vom Eifelturm

Blick vom Eiffelturm

Centre Pompidou

Centre Pompidou

Louvre

Louvre

Champs Élysées

Champs Élysées

Avenue la Grande Armée

Avenue la Grande Armée

Blick auf den Eifelturm

Blick auf den Eiffelturm

Gewinnt ein Buch!

Wer von euch war schon Mal in Paris? Was hat euch daran am Meisten fasziniert, begeistert oder entsetzt? Wollt ihr wieder hin? Und falls ihr noch nicht dort wart: Wäre Paris für euch eine Reise wert? Was würdet ihr dort am liebsten sehen? Beantwortet mir einfach die Fragen in den Kommentaren (gerne auch ein bisschen ausführlicher, aber minimum drei Sätze) und gewinnt mit etwas Glück ein Exemplar von „Welt in Flammen“.

Teilnahmebedingungen:
Teilnehmen darf jeder mit Postadresse in Deutschland. Teilnahmeschluss ist der  16.11.2014. Die Teilnehmer erklären sich einverstanden im Falle eines Gewinns namentlich genannt zu werden. Für, auf dem Postweg, verloren gegangene Sendungen übernehme ich keine Haftung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Zauberhafte Unterhaltung hoch drei aus dem Rowohlt Verlag

Meine lieben Poeten,

wie angekündigt, werde ich euch heute ein paar ganz wunderbare Geschichten ans Herz legen. Gerade das trübe Herbstwetter lädt dazu ein, sich mit einem guten Buch und einer Tasse dampfendem Tee oder Kaffee aufs Sofa zu kuscheln und zwischen den Seiten abzutauchen. Oder aber, sich wunderbare Bücher vorlesen zu lassen, während man die lästige Hausarbeit erledigt. Dabei habe ich alle drei Hörbücher aus der Not heraus gehört, weil ich gerade nichts anderes zur Hand hatte und bin prompt von zwei mir empfohlenen Büchern überzeugt und auf eine Perle gestoßen worden. Fangen wir aber mit dem Buch an, dass mich sowohl am meisten begeistert als auch am meisten überrascht hat. An dieser Stelle übrigens mein großer Dank an die Verlage, die diese und andere Schätze bei Spotify zur Verfügung stellen! Das hat mich nun schon so oft gerettet.

Mary Ann Shaffer – Deine Juliet: Club der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf

Argon Verlag; Laufzeit: 7 Stunden, 29 Minuten Autorisierte Lesefassung,                                            12,95 € (6 CD Multibox),                                   erschienen am 20. Februar 2014                                     ISBN: 978-3-8398-9200-8

Ein Titel*, der erstmal wenig erfolgversprechend klingt aber durch seine Skurilität natürlich neugierig macht. Was steckt dahinter? Wer ist Juliet? Was sind die Guernseyer Freunde von Dichtkunst und vor allem: Was ist ein Kartoffelschalenauflauf? Diese und viele andere Fragen werden in diesem bezaubernden Briefroman beantwortet. Gemeinsam mit der liebenswerten Journalistin und angehenden Autorin Juliet Ashton lernt man den Bauern Dawsay Adams kennen, der auf einer der Kanalinseln lebt und liest bzw. hört dort zum erstem Mal etwas von oben genannter Vereinigung. Die gemeinsame Liebe zur Literatur ist es, die eine herzliche Freundschaft zwischen Juliet, Dawsay und den anderen Mitgliedern des Bücherkreises entstehen lässt. Je mehr Juliet über die Freunde, deren Leid in Kriegszeiten und ihren Umgang damit erfährt, desto neugieriger wird sie – und mit ihr der Leser. Gefühlvoll erzählt die Autorin in ihrem Debütroman von Land und Leuten und zeigt einen Blickwinkel auf den Krieg, wie man ihn vielleicht noch nicht kennt. Kein Fokus auf das Leid und die Gewalt, obwohl diese natürlich nicht verschwiegen oder beschönigt werden, statt dessen der Fokus auf das alltägliche Leben, auf Entbehrungen und Angst, aber auch auf die Wunder, die geschehen können, auf Herzlichkeit und Liebe und die Kraft einer Freundschaft die ohne den Krieg gar nicht entstanden wäre.

Fazit: Eine Liebeserklärung an die Literatur, an den Beruf des Buchhändlers und an das Leben.  Gefühlvoll ohne kitschig zu sein, authentisch und man bekommt richtig lust Sturmhöhe und andere Klassiker zu lesen oder mal wieder einen Brief zu schreiben. Denn was kann es schöneres geben, als von der Arbeit nach Hause zu kommen und liebevoll verfasster Zeilen eines Freundes zu lesen? Absolut lesens- und vor allem hörenswert, da das Hörbuch von namhaften Sprechern vertont wurde u.a. David Nathan, Oliver Rohrbeck, Dietmar Wunder, Luise Helm, Tanja Geke und Johannes Steck. Ich jedenfalls muss dieses Buch unbedingt auch noch einmal lesen. Ungekürzt!

Tragisch ist, dass die Autorin, die ihren Debütroman erst in einem hohen Alter verfasst hat, die Reaktionen der Leser darauf nicht mehr miterleben konnte. Sie verstarb wenige Wochen vor der Veröffentlichung ihres Werkes.

* Man muss anmerken, dass der Titel des Buch lediglich „Deine Juliet“ lautet und der Zusatz (der für mich auch tatsächlich ausschlaggebend war zu dem Hörbuch zu greifen) wohl nur auf der Hörbuch-CD zu finden ist.

Eine Leseprobe findet ihr HIER! Wer sich lieber von der Qualität des Hörbuches überzeugen möchte, der kann es mal bei Spotify versuchen oder HIER, zu hören u.a der erste Brief von Dawsey Adams an Juliet und ihre Antwort.

Maria Goodin – Valerie Kocht

Argon Verlag; Laufzeit: 5 Stunden, 31 Minuten, Autorisierte Lesefassung;                                            19,95 € (5 CD Multibox),                                    erschienen am 26.September 2013                           ISBN 978-3-8398-1286-0

Und wieder ein Titel der doch eigentlich so gar nicht nach rührendem Roman, nach gefühlvoller Lektüre oder nach großen Emotionen klingt. Und wieder ein Buch in dem sich genau das alles verbirgt. Im Gegensatz zu „Deine Juliet“, bin ich über dieses Buch aber an allen Ecken und Enden gestolpert und habe mich gerade deshalb wohl auch so dagegen gewehrt. Überpräsenz eines Buches löst bei mir ja gelegentlich einen Fluchtreflex aus. Tja, in diesem Fall wohl ein großer Fehler, denn auch diesmal wurde ich positiv überrascht. Die Grundidee des Buches, eine junge Frau, die an die Seite ihrer sterben Mutter reist und versucht letzte Geheimnisse ihrer Herkunft zu klären, könnte bekannter nicht sein. Aber wie so oft ist es die Umsetzung, die aus einer scheinbar einfachen Idee eine großartige Geschichte macht. Nell, eine brillante Naturwissenschaftler und angehende Forscherin hat alles was man sich wünschen kann: beruflichen Erfolg und einen gutaussehenden, begehrenswerten Partner. Wäre da nicht ihre Mutter Valerie, die ihr zeitlebens Fantasiegeschichten über ihre Geburt, ihre frühste Kindheit und ihr Heranwachsen erzählt hat. Die Mutter, die eigentlich nie etwas anderes getan hat als den ganzen Tag zu kochen und zu backen.  Als nun die Mutter an Krebs erkrankt, beschließt Nell, dass es an der Zeit ist, das Geheimnis ihrer Vergangenheit zu lüften. Sie stellt ihren Beruf hinten an und verbringt einen letzten Sommer an der Seite der Frau, die ihre Mutter ist und von der sie doch eigentlich nichts weis. Denn egal was Nell fragt, Valerie antwortet nicht, nie. Valerie kocht! Und dann steht sie vor der großen Frage, ob es manchmal nicht doch besser ist eine Lüge zu glauben, statt die Wahrheit zu kennen.

Fazit: Zu Tränen rührend und einfach schön. Eine Geschichte über die Liebe einer Mutter, die bereit ist alles aufzugeben, um ihrem Kind ein farbenfrohes Leben zu schenken, über die Stärke einer unscheinbaren Frau. Eine Geschichte, die uns auffordert nicht immer alles nach dem zu bewerten was wir zu wissen glauben. Valerie kocht! ist aber vor allem auch als Hörbuch absolut zu empfehlen, da die Sprecherin hier großartige Arbeit leistet. Mit ruhiger Stimme, an den richtigen Stellen emotional und aufgewühlt begleitet Ulrike C. Tscharre den Leser durch einen Sommer voller Wunder. Eine Sprecherin die mir bisher unbekannt ist, der ich aber gerne mehr Aufmerksamkeit schenken will.

Eine Leseprobe findet ihr HIER! Den Appetit anregen kann man  HIER mit den ersten 3 Minuten des Hörbuchs.

Lena Gorelik – Die Listensammlerin

Argon Verlag, Laufzeit 7 Stunden 32 Minuten, Autorisierte Lesefassung,                                             19,95 € (6 CD Klappdeckelschachtel),                erschienen am 26. September 2013,                          ISBN 978-3-8398-1283-9

Das dritte Buch im Bunde, wieder Rowohlt, wieder ein ungewöhnlicher Titel und wieder einmal eine Geschichte, die so ganz anders ist als erwartet. Sofia, Mutter einer schwer kranken Tochter, ist schon seit frühster Kindheit mit dem Leben überfordert. Um sich zu beruhigen schreibt sie Listen – viele Listen. Über alles, Noten, Freunde, filmreife Momente in ihrem Leben, Sätze die man von Ärzten hören will, Sätze die man von Ärzten nicht hören will, … und sie führt diese Listen akribisch. Sie werden umgeschrieben, neu geschrieben, erweitert, zusammen gelegt oder getrennt. Als ihre Großmutter ins Heim kommt und allen klar wird, dass sie dieses nicht mehr verlassen wird, fällt der ehemaligen Weltenbummlerin die Aufgabe zu den Haushalt der alten Frau aufzulösen. Dabei fällt ihr ein Kästchen in die Hand und darin findet sie eine große Sammlung von Listen, Listen über alles mögliche und zu jedem Thema. Wer war der mysteriöse Verfasser und warum gerät ihre Mutter so derart aus der Fassung als Sofia ihr den Fund zeigt? In zwei Zeitlinien erzählt die Autorin hier von Sofia, aus München, ihrem Leben und ihren Problemen, und von ihrem eigenwilligen Onkel Grischa und seinem Leben in der Sowjetunion, das Land aus dem Ihre Mutter und Großmutter einst zusammen mit ihrem Stiefvater geflohen sind. Auch hier geht es um Geheimnisse, um Vergangenheit, um die Liebe von Mutter und Kind, aber auf ganz andere Weise wie in „Valerie kocht“, denn Sofias Mutter hat keine Märchen erzählt, sie hat geschwiegen. Eine spannenden Reise in die Vergangenheit beginnt, aus der man eigentlich als Leser bzw. Hörer gar nicht auftauchen möchte, da einem die bisweilen sehr egoistische Sofia durchaus  – vor allem in der Anfangsphase des Buches – auf die Nerven geht.

Fazit: Lese- und Hörempfehlungen mit kleinen Einschränkungen. Die Geschichte um Grischa, das Leben in der Sowjetunion und seine Kämpfe im Untergrund sind großartig, fesselnd und herzerweichend. Sofia hingegen geht einem manchmal schon gehörig auf den Keks, München mag sie nicht, vor allen Problemen läuft sie weg, beschuldigt alles und jeden an irgendwas Schuld zu sein und versteckt sich hinter ihren Listen. Mein Mitleid mit der Tochter war – gerade zu Anfang – grenzenlos. Die Entwicklung der Figur ist jedoch wunderbar herausgearbeitet und so mancher Charakterzug lässt sich im Nachhinein erklären und verstehen. Allerdings bleibt meine Meinung, dass mir die Geschichten um Grischa besser gefallen haben und mich mehr berühren können, was aber u.U. auch an der obligatorischen Hörbuchkürzung gelegen haben kann. Eva Meckbach hingegen überzeugt auf ganzer Linie bei der Interpretation der Geschichte und verleiht jedem Charakter einen ganz unverwechselbaren Charme.

Eine Leseprobe findet ihr HIER! Und wer doch dem Hörbuch den Vorzug gibt wird HIER! fündig.

Zu den Büchern:

Mary Ann Schaffer – Deine Juliet
erschienen, 2009 im Rowohlt Verlag (Originalausgabe)
304 Seiten
8,99 € (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-499-24593-0

 Auch als e-book und in Großdruck erhältlich.

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Maria Goodin – Valerie kocht 
erschienen, 2013 im Rowohlt Verlag
352 Seiten
19,95 € (Hardcover)
ISBN 978-3-463-40635-0

Auch als e-book erhältlich.

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Lena Gorelik – Die Listensammlerin
erschienen, 2013 im Rowohlt Verlag
352 Seiten
19,95 € (Hardcover)
ISBN: 978-3-87134-606-4

Auch als e-book erhältlich.

Libropolis, bibliomantische Prüfungen und ein geheimnisvoller Brief

Liebe Leserinnen und Leser, 

IMG_7588heute erreichte mich ein geheimnisvoller Brief eines gewissen Cornelius Kyriss, seines Zeichens Direktor des bücherduftenden Libropolis. Ein Ort, für alle jene die Bücher und den Duft der gebundenen Seiten über alles Lieben und eine geheime Gabe besitzen, sogenannte Bibliomanten. Ein Ort, voller Bücher, verschwundenen Buchhandlungen und vor allem lebendig gewordenen Figuren aus der Welt der Literatur. Ein Paradies? Was auf den ersten Blick so erscheinen mag, muss nicht unbedingt der Wahrheit entsprechen, denn wo Licht ist, ist auch Schatten und so hat auch Libropolis seine Kriege zu führen und Schwierigkeiten, die es zu überwinden gilt.

Ihr glaubt ihr habt diese Gabe? Ihr glaubt, dass eure Liebe zu Büchern groß genug ist, um Zugang zu diesem geheimen Universum zu erlangen? Ihr glaubt, dass ihr dem gewachsen seid? Es gibt nur eine Möglichkeit das herauszufinden: Ihr müsst den Beweis erbringen, dass ihr Geheimnisträger seid und die geheime Gabe besitzt.

Stellt euIMG_7590ch der Prüfung und mit etwa Glück  – und Talent – könnt ihr schon bald in das sagenhafte Land der Bücher eintauchen, euch mit den Exlibris  auseinandersetzen und durch die Ghettos streifen. Seid ihr bereit?

Mehr über Bibliomanten, Exlibris, Seitenherzen, Seelenbücher und lebendige Möbel erfahrt ihr auf den Seiten der Welt.

Ich habe meine Prüfung bereits abgelegt und hoffe natürlich sehr, dass ich zu den Auserwählten gehören werde, die sich in das geheimnisvolle Libropolis aufmachen dürfen.

Vergessen – Die Gewinner

Na, da hab ich es aber nochmal richtig spannend gemacht, oder? Aber: was lange währt, wird endlich gut.

Zwei glückliche Gewinner habe ich gekürt – Schade, dass nur so wenige mitmachen wollten. Scheinbar war die Aufgabe mal wieder zu schwer ^^ Nun, umso größer waren die Chancen für all jene die mitgemacht haben und bevor ich die Namen verrate zeige ich euch erstmal die Bilder (sollte jemand dagegen sein, dass sein Bild hier gezeigt wird, dann bitte einfach eine kurze Nachricht an mich!)

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Foto: Angi S.

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Foto: Monika A.

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Foto: Jasmin K.

Foto: Jasmin K.

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Foto: Verena K.

Foto: Jasmin K.

Foto: Anne P.

Foto: Sandra H.

Foto: Sandra H.

Und nun *trommelwirbel* Gewonnen haben Angi S. und Anne P.  Ich danke allen für die Teilnahme und hoffe (und denke), dass ich bald mal wieder eine Kleinigkeit für meine Leser haben werden. Also bleibt einfach dabei. Beim nächsten Mal habt ihr hoffentlich mehr Glück! :) 

Die Gewinner werden natürlich wie immer von mir informiert! :) 

[Gewinnspiel] Elke Pistor – Vergessen

Na ihr Lieben,

im Moment ist es wirklich sehr still um mich und umso mehr freue ich mich, dass ich mich mit einem kleinen Gewinnspiel zurückmelden darf.

Anlässlich der Veröffentlichung ihres aktuellen Kriminalromans „Vergessen“, hat Elke Pistor es einigen Bloggern ermöglicht das Buch vorab zu genießen und die Lesefreude an die Leser des jeweiligen Blogs weiterzugeben. Zu meiner großen Freude darf ich zwei von euch mit diesem spannenden Roman beglücken.

Wie, ihr kennt Elke Pistor nicht?

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Elke Pistor / Foto: Barbara Hentschel

Berühmt wurde die Frohnatur aus der Eifel mit ihren Eifelkrimis um die Ermittlerin Ina Weinz – Gmünder Blut, Luftkurmord, Eifler Zorn und Eifler Neid -, einer toughen und cleveren Kommissarin, die sich in der Männerdomaine Polizei zu behaupten weiß. Neben einem spannenden Fall stehen bei den Eifelkrimis aber vor allem Land, Leben und Leute im Mittelpunkt der Erzählungen.

Vor kurzem wagte sich Elke Pistor erfolgreich an ihren ersten humorvollen Landkrimi „Kraut und Rübchen“, den ich euch hier auch schon vorgestellt habe.

Aber sie kann nicht nur Romane – in zahlreichen Anthologien (u.a beim KBV Verlag) mordet sie sich munter durch alle Gesellschaftsschichten und Themen, wobei die Eifel und das Umland ihre bevorzugten Schauplätze sind.

Neben ihrer Liebe zur Literatur zeichnet sich Elke Pistor als liebevolle Katzenmama und fröhlicher Familienmensch aus. Eine wahrhaft sympathische Person.
Wer mehr über die Autorin und ihre Werke erfahren möchte, der sollte sich einmal auf ihrer Homepage umsehen, oder der Facebook Seite einen Besuch abstatten.

Zur Einstimmung auf das Buch, werft doch einfach mal einen Blick in das Video!

Zum Buch „Vergessen“

Auch mit ihrem aktuellen Roman bleibt Elke Pistor ihren Wurzeln treu, entfernt sich aber deutlich vom „Regionalkrimi“. Die Kölner Kommissarin Verena Irlenbusch wird zu einem absonderlichen Tatort gerufen. Ein Zahnarzt hat seinen Patienten gefoltert und ist dann aus dem Fenster in den Tod gesprungen. Zusammen mit dem wenig umgänglichen Kollegen Kommissar Christoph Todt macht sie sich auf die Suche nach verwertbaren Spuren und nur wenig später taucht eine zweite Leiche auf. Die Todesfälle scheinen in Verbindung zu stehen, aber die Zusammenhänge sind unklar. Zwischen der Sorge um ihre, an Alzheimer erkrankte Großmutter und den Problemen mit ihrem neuen Kollegen muss Verena ein Geheimnis lüften, dass 40 Jahre lang verborgen geblieben ist und einen hochintelligenten Mörder fangen, der ein perfides Spiel treibt – geboren aus Schuld und Hass.

Gleich zu beginn taucht der Leser hier in eine wahrhaft verwirrende Geschichte ein – viele Handlungsstränge die auf den ersten Blick keine Gemeinsamkeit erkennen lassen: eine Kommissarin die an mehreren Fronten zu Kämpfen an – mit ihrem Privatleben, ihren Gefühlen, einem undurchschaubaren Kollegen und einem knallharten Fall, ein Mädchen, das verschwindet, ein Mörder der einen perfiden Plan verfolgt und ein Kommissar, der ebenso rätselhaft wie spannend erscheint, auch wenn man selbst kaum mit ihm zusammenarbeiten wollen würde.

Von der ersten Seite an kann man mitfiebern, mitfühlen und ermitteln und erlebt die Geschichte somit hautnah. Hochspannung garantiert. Denn man muss sich nicht nur an den Fall und die Fakten herantasten, sondern auch an die beiden Ermittler. Zwei Kommissare, die durch ihre ungewöhnlichen Biographien fesseln können, aber dennoch mit Problemen zu kämpfen haben, die aus dem Leben gegriffen sind. Der personale Erzählstil tut sein übriges, um den Leser ganz nah an die Geschichte zu bringen. Das Vergessen spielt dabei nicht nur im Titel eine große Rolle, sondern zieht sich als Leitthema, als eine Art roter Faden durch die ganze Geschichte.

Wer Elke Pistor kennt, der kennt auch ihren Schreibstil – eingängig aber nicht einfach, sondern sprachlich hochwertig und angenehm zu lesen. Die Art von Lektüre in die man problemlos versinken kann, um den Alltag ein paar Stunden auszublenden.

Fazit: Dieses spannende Verwirrspiel rund um ungesühnte Schuld, schwelenden Hass und verlorene Träume solltet ihr unbedingt lesen. Die beiden Kommissare Verena Irlenbusch und Christoph Todt machen definitiv Lust auf mehr und versprechen auch zukünftig nervenaufreibende Unterhaltung.

Elke Pistor – Vergessen
erschienen, 2014 im Ullstein Verlag
304 Seiten
9,99 € (Taschenbuch)
ISBN 9783548286105

Gewinnspiel:

Kommen wir nun zu eurer Chance ein Exemplar dieses Buches zu gewinnen. Ich musste eine Weile überlegen, was ich als Aufgabe stellen könnte und bin letztendlich zu einer Entscheidung gelangt. Ich war der Meinung, dass es etwas sein muss, dass zum Buch passt. Das Vergessen spielt eine große Rolle für die Geschichte – nicht nur im Titel, sondern auch im Bezug auf viele Figuren. Daher war schell klar, dass „Vergessen“ ein Teil der Aufgabe sein muss.
Viele von euch kennen bestimmt die sogenannten „Lost Places“,  verfallene Häuser, eingestürzte Gemäuer – längst vergessene Orte. Ich bin mir sicher, dass jeder von euch einen solchen Ort irgendwo in der Nähe hat – ein altes Fabrikgelände vielleicht, ein verlassener Bauernhof oder ein abgebranntes Lagerhaus, ein überwucherter Rest eines Gemäuers irgendwo? Macht ein Foto von einem dieser Orte und schickt es mir entweder per Mail an dreigroschenpoesie@gmx.de, hinterlasst es hier unter dem Beitrag als Kommentar (sofern das funktioniert) oder postet es mir bei Facebook an die Pinnwand. Der künstlerische Wert zählt nicht. Aus allen Einsendungen werde ich – per Losverfahren – zwei Gewinner ziehen, die sich dann über ein signiertes Exemplar von „Vergessen“ freue dürfen. Teilnahmeschluss ist der 23.8.2014, die Gewinner werden am 24.8.2014 ausgelost und informiert.
Teilnehmer nur aus Deutschland oder mit Deutscher Versandadresse, da die Portokosten ins Ausland leider zu hoch sind. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Drei auf einen Streich mit Horst Evers

Hallo meine Lieben,

die letzten Wochen war es um mich sehr still und es tut mir leid, dass ich so sang und klanglos verschwunden bin. Aber es hatte viele unschöne und private Gründe die mein Fortbleiben notwendig gemacht haben. Und auch jetzt ist in meinem Leben noch einiges nicht so, wie es sein sollte. Aber trotz allem möchte ich gerne mal wieder posten. Und weil gerade in den nicht so schönen Zeiten des Lebens ein bisschen Humor ganz gut tut, habe ich mich entschieden mich einem Autor zu widmen, der mir in den letzten Wochen des öfteren ein Lächeln auf die Lippen zaubern konnte. Denn die Titel seiner Bücher (zumindest jener drei denen ich mich heute widmen werde) sind auch ein bisschen Sinnbild für ein paar Aspekte meines aktuellen Lebens.

Horst Evers, ein Komiker und vor allem ein Autor dem ich bisher eindeutig zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt habe. Mit viel Gefühl und einem Gespür für komische Momente fängt er das Leben ein, dreht es ein bisschen durch den Wolf und gibt es uns wieder zurück. Und gerade die Art, auf die er das tut begeistert mich. Er spielt mit Klischees ohne sie breitzutreten,  beweist Feingefühl bei der Auswahl seiner Themen, macht im Wesentlichen das was er für richtig hält (auch wenn er dem Zeitgeist nicht zur Gänze entkommen kann) und triff in aller Regel den Nagel auf den Kopf. Beziehungsdramen, Freundschaftskonflikte oder die Problematik am Arbeitsplatz? Horst erzählt zu nahezu jedem Thema  kleine Geschichten die einen, trotz all der Komik zum Nachdenken anregen. Man ertappt sich, während man über einen Sachverhalt lacht, bei dem Gedanken, dass das Ganze so abwegig ja gar nicht ist und das man sich in der ein oder anderen Karikatur einer Person selbst entdecken kann. Oh weh. Aber da Horst Evers darauf verzichtet Moralapostel zu spielen, sondern einfach nur ganz dezent auf das ein oder andere Problem der Menschheit hinweist, fühlt man sich dann doch noch gut.

Der Autor ist schon eine ganze Weile in der Branche unterwegs, aber so richtig wahrgenommen habe ich ihn erst 2011, als sein Bestseller „Für Eile fehlt mir die Zeit“ heraus kam. Lange – und ich meine wirklich LANGE – bin ich um dieses Buch herumgeschlichen, hatte es immer wieder in der Hand und hab es doch nie geschafft wirklich hineinzulesen. Warum eigentlich? Denn als ich Anfang 2014 mal wieder in meiner Lieblingsbuchhadlung stöberte fiel mir das Buch erneut in die Hände und diesmal riskierte ich einen Blick. Zwei Minuten später war der Schmöker gekauft und ich sehe die verwunderten Blicke meiner Mitmenschen immer noch vor mir, die mich musterten als käme ich von einem anderen Stern, als ich laut lachend in der Straßenbahn saß und mir gelegentlich ein Lachtränchen aus dem Augenwinkel wischen musste. Aber was genau macht dieses Buch nun so besonders? Zum einen sind natürlich die extrem kurzen Kapitel perfekt für Unterwegs geeignet, oder eben, wenn man mal wieder nicht so viel Zeit zum Lesen hat. Kleine, kurze Episoden aus dem Lebend es Horst E. – egal ob Unterwegs, Zuhause, im Kino oder bei Freunden, mit und ohne Familie. Er plaudert munter, erzählt „Geschichten die das Leben schrieb“, befasst sich mit den klassischen Problemen des Alltags und kommentiert das ganz charmant mit seinem dezenten, aber doch treffender Humor. Eben nicht die Platte „Lachen bitte jetzt“ Keule, sondern Witz mit Niveau.  Und schon die erste Geschichte trifft mitten ins Herz. Wer gelegentlich mit dem Zug fährt, der kennt die „Arbeitstiere“, die dort nichts anderes tun als telefonieren und auf die Tasten des Laptops einzuhacken. Ganz ehrlich: Ich bin versucht die Eversche Methode bei Gelegenheit auszuprobieren …

Nachdem ich als mein persönliches Horst Evers Debüt mit solcher Begeistertung absolviert hatte war klar, dass ich Nachschub brauche. Und prompt – an dieser Stelle mein persönlicher Dank an eine liebe Freundin – flatterte mir ganz unerwartet „Wäre ich du, würde ich mich lieben“ ins Haus. Die Freude war groß und das Buch landete sofort im Bad, neben der Toilette. Nein, jetzt bitte keine entsetzen Blicke und Aufschreie, aber bei mir ist noch nicht einmal das Badezimmer bücherlos und die kurzen Kapitel dieses Buches eigenen sich nunmal perfekt für Badezimmerlektüre. Findet mein Besuch übrigens auch. Das Buch selbst ist natürlich ganz und gar nicht für die Tonne und absolut kein Griff ins Klo, sondern genauso unterhaltsam, erheiternd, „motivierend“, wie der Vorgänger. Durch eine breite Palette an Themen schreibt sich der Autor direkt ins Herz. Nein, man kann das nicht wirklich erklären, man muss es einfach lesen und genießen. Schmunzeln, lachen, weinen und danach geht es einem viel, viel besser, wenn man nicht gerade wieder eine jener Geschichten erwischt in denen man sich selbst erkennt und unweigerlich ertappt fühlt.😉

Nun bin ich also Horst Evers Fan. Aber auch Fußballfan und da war es dann ja schon irgendwie naheliegend, dass auch sein aktuellstes Werk „Vom Mentalen her quasi Weltmeister“, das beide Themengebiete so wunderbar in sich vereint, in meiner Sammlung nicht fehlen darf. Tut es auch nicht. Und ich habe mich auch hier köstlich amüsiert – Vorurteile und Klischees sämtlicher Nationen geschickt verpackt und humorvoll aufbereitet, gepaar mit tatsächlichen Fakten Rund ums Thema Fußball. Für jeden Fan ein muss.

A propos Fußball, es geht dann jetzt auch los. Daher muss ich hier Schluss machen. Aber: Wenn ihr mal was zum Schmunzel braucht und clever unterhalten werden wollt, dann schaut euch den Horst Evers etwas genauer an. Er kann auch Krimi😀

Horst Evers – Für Eile fehlt mir die Zeit
erchienen, 2011 im Rowohlt Verlag
224 Seiten
14,95 € (Hardcover)
ISBN 978-3-87134-682-8

Horst Evers – Wäre ich du, würde ich mich lieben
erschienen, 2013 im Rowohlt Verlag
224 Seiten
14,95 € (Hardcover)
ISBN 978-3-87134-762-7

Horst Evers – Vom Mentalen her quasi Weltmeister
erschienen, 2014 im Rowohlt Verlag
272 Seiten
14,95 € (Hardcover)
ISBN 978-3-87134-776-4

Kurze Zusammenfassung (in eigenen Worten)

Michelle Penn ist jung und einsam, denn nachdem ihr Ehemann, der Soldat Harry, gefallen ist, hat sie sich in ihrer Trauer zu Hause eingeigelt und scheut den Kontakt zu ihrer Umwelt. Solange, bis sie eines Tages ein Ereignis aus dieser Lethargie reißt.

Ihre Freundin Juanita ermöglicht Michelle einen einmonatigen Aufenthalt in der Familien-Finca auf Mallorca. Die schöne Frau wird von Männern umworben und lässt sich in dem fremden Land auf eine Affäre ein.

In der Finca gehen derweil unheimliche Dinge vor sich, u.a. entwickelt der Anrufbeantworter ein Eigenleben und Feuerzeuge vermehren sich wie von Geisterhand.

Und als Juanita auch noch spurlos verschwindet, spitzen sich die Ereignisse zu…

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Welttag des Buches 2014

57397_261278604030922_1926664599_oNa ihr Lieben,

habt ihr mich vermisst?😉 Hoffentlich! Ich weiß, dass ich im Moment wirklich unzuverlässig bin, aber das Privatleben geht einfach manchmal vor und dann muss der Blog und das Hobby leider hinten anstehen. Zum Welttag des Buches muss ich aber trotz Stress und Urlaubsvorbereitungen eine Kleinigkeit für euch machen. Geht ja auch gar nicht anders.

Wer meinem Blog schon länger folgt, der wird sich an meine Aktion von letztem Jahr erinnern. Kauf ein Buch, schick mir ein Foto des Kassenzettels (Name der Buchhandlung muss erkennbar sein) und du darfst in den Lostopf.  Da ich immer noch auf Kriegsfuß mit Gewinnspielen stehe, habe ich mich entschlossen, das Konzept zu übernehmen. Sinn der Aktion ist es  lokale Buchhandlungen zu unterstützen. Denn die unermüdlichen, engagierten Buchhändler dieser Welt haben unsere Unterstützung verdient! Nicht das große A und auch nicht die  großen Ketten (es sei denn die Filialleitung ist wirklich liebenswert und stellt vernünftige Mitarbeiter ein), aber in erster Linie geht es mir um unabhängige Buchhandlungen. Und genau deswegen gilt auch diesmal wieder: Kauf ein Buch!

Kauf ein Buch

Und es ist egal für wen – ob für dich, für deine Schwester, deine Eltern oder den süßen Kerl von Nebenan -hauptsache du gehst zwischen dem 23.4.2014 und dem 5.5.2104  in die Buchhandlung deines Vertrauens und kaufst ein Buch.  Dann machst du ein Foto vom Kaufbeleg und schickst mir dieses Foto per Mail an dreigroschenpoesie[at]gmx.de, Betreff: Welttag des Buches und schon landest du im Lostopf.

Die Gewinne

Tja, das ist der Haken an der Sache: Ich weiß absolut noch nicht was ich verlosen möchte. Es wird ein Überraschungspaket werden, mit Gefühl, Spaß, Spannung und Fantasie. So sollte für jeden etwas dabei sein. Außerdem lege ich noch ein Wunschbuch (Taschenbuch) oben drauf, das ich dann in MEINER Buchhandlung des Vertrauens erwerben werde. Klingt das gut? Ich denke doch schon. Und mal sehen, wenn genügend Leute mitmachen, dann lege ich vielleicht noch ein zweites Paket oben drauf.

Jetzt aber liegt es an euch: Schwingt das Bein, öffnet die Geldbeutel und stürmt eure Lieblingsbuchhandlung!

FAQ

Und weil ich letztes Jahr gefühlte 100 Mal die selben Fragen beantwortet oder diverse Ausreden gehört habe, gibt es hier ein paar Antworten auf die häufigsten Fragen. (Auch wenn die Formulierungen mitunter nicht so klingen – den Sinn der Antworten darf man durchaus ernst nehmen)

1. Kann ich auch bei Amazon bestellen und dir eine Kopie der Bestätigungsmail schicken? 

Antwort: Nein, kannst du nicht. Es geht bei dieser Aktion darum den stationären Buchhandel zu unterstützen, nicht darum den gierigen  Giganten noch mehr Geld in den Rachen zu werfen. (Siehe: Sinn der Aktion)

2. Ich habe gerade Buchkaufverbot, kann ich trotzdem mitmachen? 

Antwort: Nein, kannst du nicht. So komisch es klingt: Wenn in den Regeln steht, dass ein Buch gekauft werden muss, dann muss eines gekauft werden. Und zwar neu  – nicht bei ebay, nicht bei rebuy, nicht auf dem Flomarkt. Sondern – genau, ihr ahnt es – beim Buchhändler. (Siehe: Sinn der Aktion)

3. Ich wohne auf dem Land und im Umkreis von mindeste 150 km gibt es keine Buchhandlung! Wie soll ich da mitmachen? 

Antwort: Du hast Internet,(erzähl mir jetzt bitte nichts anders) such dir eine unabhängige Buchhandlung und bestell online! (Ja, das geht und in dem Fall akzeptiere ich dann auch eine E-mail Bestätigung!) Funktioniert übrigens auch an den anderen 364 Tagen im Jahr ganz wunderbar, nur so als Tipp.😉

4.  Ich habe doch eh schon so viele Bücher – warum muss ich da noch welche kaufen? 

Antwort: Du willst Bücher gewinnen, da stört dich dein SUB nicht? Tja, dann frage ich mich, warum er dir ansonsten zu hoch ist. Aber ich verrate dir was: Man kann Bücher auch prima verschenken. Gerade zum Welttag des Buches! Echt jetzt. Probier’s mal aus.

5. Ich bin leider armer Student, alleinerziehend, Hartz 4 Empfänger … kurz: Ich habe kein Geld um Bücher zu kaufen. Kann ich trotzdem mitmachen? 

Antwort: Nein, kannst du nicht. Sorry. Ich weiß, dass es hart ist, wenn man nicht im Geld schwimmt, aber ich glaube, wenn man wirklich will, dann findet man schon einen Weg, um die 10 Euro für ein Taschenbuch einzusparen. Alternativ verweise ich auf knapp 1000 andere Gewinnspiele im Rahmen von Blogger schenken Lesfreude. Ich zwinge niemanden hier mitzumachen.

So, in diesem Sinne wünsche ich euch einen wunderbaren 23.4.2014 – genießt ihn und ehrt das Buch!🙂